12/03/2021
Geplantes Herdenschutzzentrum ist eine Mogelpackung - Enttäuschungen sind vorprogrammiert.
Seit Monaten beschäftigt Wölfin Gloria die Kreisverwaltung Wesel, die Politik und die Halter von Schafen, Pferden, Gehegewild und andere Nutztieren. In diesem Zusammenhang wird jüngst auch immer wieder ein regionales Herdenschutzzentrum für den Kreis Wesel gefordert. So hatte die SPD Fraktion anlässlich der letzten Sitzung des Umweltausschusses eine solche zentrale Anlaufstelle für die Geschädigten gefordert und als „dringlichen Schritt“ bezeichnet. Eine Mehrheit für diesen Antrag hat sich allerdings nicht gefunden. Auch die GRÜNEN konnten sich dem Ansinnen der SPD nicht anschließen.
„Die Sinnhaftigkeit der Einrichtung eines solchen regionalen Herdenschutzzentrums erschließt sich uns einfach nicht“, kommentiert Kreistagsmitglied Ulrike Trick. Als Schermbeckerin kennt Trick allerdings die Nöte der betroffenen Halter und Landwirte sehr genau. „Ich kann nicht erkennen, welche konkreten Hilfen ein solches Schutzzentrum anbieten soll, denn die gesetzliche Lage,sowohl was den Herden- und Naturschutz als auch die Entnahme der Wölfin Gloria angeht,ist doch glasklar. Wenn überhaupt, sehen wir hier in erste Linie die Landesregierung in der Pflicht,eine solche Anlaufstelle zu schaffen und zu betreiben, denn in Düsseldorf wird entschieden – nicht in Wesel.“
Müssen alle Landschaftspläne wegen einer Problemwölfin jetzt angepasst werden?
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