22/05/2025
Am 15. Mai 2025 fand auf Einladung des MAGS in Düsseldorf ein Gespräch zu Themen der rechtlichen Betreuung statt. Für das Ministerium nahm der Referatsleiter für Betreuungsrecht Herr Wallenhorst sowie Frau Niedermüller, Herr May und Herr Czekalla aus dem Referat teil. Kajetan Kubik und ich haben den Landesvorstand vertreten, außerdem war Herr Belke-Zeng für den BVfB dabei.
Das Treffen war bewusst als offener und informeller Austausch gestaltet. Vergütungsfragen wurden von Beginn an ausgeklammert; im Vordergrund standen übergeordnete Fragen zur Weiterentwicklung des Systems der rechtlichen Betreuung.
Besprochen wurde die Rolle der Berufsverbände als verlässliche Kooperationspartner des Ministeriums, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung von Standards und die Qualitätssicherung in der Betreuung.
Ein zentrales Anliegen war die fehlende Datenbasis zur Berufsbetreuung. Wir machten deutlich, dass weder ein bundeseinheitliches Berufsregister noch zentrale Statistiken vorliegen; eine erhebliche Lücke, wenn es um Steuerung und Weiterentwicklung des Systems geht.
Angesprochen wurde auch die Vielzahl kommunal unterschiedlicher Antragsformulare für Leistungen. Wir haben ein einheitliches, bundesweit nutzbares Formular angeregt, unter dem Motto: ein Formular für alles. Auch die fehlende Kommunikation der (Sozial-)Behörden untereinander war ein großes Thema.
Positive Resonanz fand unser Engagement zur Stärkung des Ehrenamts. Wir machten deutlich, dass die Unterstützung ehrenamtlicher Betreuerinnen nicht nur gesellschaftlich wichtig, sondern auch für uns als Berufsbetreuerinnen relevant ist, z. B. um passende Fälle gezielt ins Ehrenamt übergeben zu können. Dies kann nur mit einer Entschlankung der Antragstellungen einhergehen.
Auch das Tandem-Modell wurde thematisiert: sowohl als Möglichkeit zur Nachwuchsförderung durch die Anstellung neuer Berufsbetreuer*innen in Betreuungsbüros.
Wir freuen uns, dass dies ein Auftakt für weitere Gespräche ist.