30/04/2026
BUCH VUN DER WOCH
Roland Meyer : Betty. Die Geschichte eines jüdischen Mädchens
Haut stelle mir Iech e Buch vir, dat sech souwuel u grouss Kanner wéi och u Jugendlecher an Erwuessener riicht. An engem gutt ze liesende Buch gi mir gewuer wat et heescht verfollegt ze ginn, an dass dat jiddereem egal wou, egal wéini, och geschéie kann.
Roland Meyer, bekannter Autor und vielseitiges Multitalent, hat die Geschichte von Betty und ihrer Großmutter zum Leben erweckt. Hierfür hat er kein klassisches Sachbuch geschrieben, in dem Fakten aneinandergereiht werden, sondern hat ihre Erlebnisse in einen Roman gebettet, der die Tapferkeitdieses kleinen Mädchens und ihrer Großmutter unter einem grausamen Terrorregime beleuchtet. Grundlage seines Schreibens bildeten Archivmaterial, Interviews, Besuche der Schauplätze sowie der beeindruckende Besuch bei Betty Hirschbein persönlich, einer der wenigen Zeitzeuginnen, die diese schreckliche Zeit überlebt haben.
Die Geschichte von Betty Hirschbein (*1940) und ihrer Großmutter Bluma Kalinski -Schupack erzählt vom Schicksal einer jüdischen Familie aus Luxemburg während des Zweiten Weltkriegs. Von anfänglichen Anfeindungen der Nationalsozialisten im Alltag über die schweren Monate im Sammelort Fünfbrunnen bis hin zur Deportation nach Theresienstadt schildert diese Erzählung eindringlich ihren langen Kampf ums Überleben und die kleinen Momente von Menschlichkeit und Hoffnung in dunklen Zeiten.