04/05/2026
4.5.2026
In eigener Sache
𝗟𝗮𝗻𝗴𝗷ä𝗵𝗿𝗶𝗴𝗲𝗿 𝗣𝗿𝗲𝘀𝘀𝗲𝘀𝗽𝗿𝗲𝗰𝗵𝗲𝗿 𝘃𝗲𝗿𝗮𝗯𝘀𝗰𝗵𝗶𝗲𝗱𝗲𝘁
Liebe Fans der Freiwilligen Feuerwehr Tramin!
Am gestrigen Floriani-Sonntag habe ich meine Tätigkeit als langjähriger Pressesprecher und Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Tramin nach fast 40 Jahren beendet. Zum Abschluss meiner langjährigen Arbeit erlaube ich mir ein paar Grußworte an Euch zu richten:
Viele Jahrzehnte lang kam mir die Ehre zuteil, über die umfangreiche Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Tramin in den Sozialen Medien, beim Traminer Dorfblatt, in den Südtiroler Radio- und Printmedien sowie in der Feuerwehrzeitung des Landesfeuerwehrverbandes zu berichten. Als ich mit knapp 12 Jahren der Feuerwehr beitrat, war ich bereits kurze Zeit später Schriftführer bei der Jugendfeuerwehr und das Interesse für die journalistische Arbeit war schon damals sehr groß. Nach Eintritt in den aktiven Wehrdienst im Alter von 17 Jahren besuchte ich zahlreiche Kurse an der Landesfeuerschule und konnte mich so in die faszinierende Welt des Südtiroler Feuerwehrdienstes einarbeiten.
Voller Leidenschaft und Begeisterung nahm ich an den ersten Übungen und Einsätzen teil und erkannte früh, wie wichtig es ist, die enorme Tätigkeitsvielfalt der Feuerwehr Tramin zu dokumentieren, aber auch den eigenen Feuerwehrmitgliedern und der Bevölkerung zu präsentieren.
So entstanden im Laufe der Zeit über 1.000 Publikationen und noch mehr Fotos für Präsentationen, Vorträge, Lehrveranstaltungen, Nachbesprechungen und die Pressearbeit.
Das Fotoarchiv der Freiwilligen Feuerwehr Tramin umfasst mittlerweile mehr als 20.000 Fotos und zeigt die enorme Leistungskraft der Feuerwehr Tramin. Bei vielen Übungen, Diensten, Einsätzen, Veranstaltungen, aber auch kirchlichen, kulturellen, sportlichen und gesellschaftlichen Events stand ich oft an vorderster Stelle, um das Geschehen fotografisch zu dokumentieren und textlich festzuhalten.
Gerade bei Einsätzen, die oft auch mit viel Leid für die Betroffenen verbunden sind, war es mir ein großes Anliegen, mit journalistischer Sorgfaltspflicht und akribisch genauer Recherche, Pressemitteilungen zu erstellen und die Öffentlichkeit faktenbasiert und mit größter Sensibilität zu informieren. „Sensation“ habe ich immer strikt abgelehnt, Ziel war es immer die Arbeit der Feuerwehr objektiv aufzuzeigen und damit auch das Ehrenamt und die Einsatzbereitschaft zu würdigen, welche die Feuerwehrmitglieder 24h am Tag, 365 Tage im Jahr für die Gesellschaft kostenlos erbringen.
Viele Berichte waren auch mit Hintergrundinformationen versehen, um der breiten Bevölkerung einfach und verständlich zu erklären, welche Anforderungen an die Feuerwehr gestellt werden. So wurden häufig auch verschiedene Geräte, Techniken und Fahrzeuge vorgestellt, um die Bevölkerung für die Arbeit der Feuerwehr zu begeistern, aber auch zu zeigen, wofür wertvolle Spendengelder verwendet werden.
Um bestens für die Zukunft gerüstet zu sein, verfügt die Freiwillige Feuerwehr Tramin heute nicht nur über ein neues Gerätehaus, sondern auch einen hochtechnologischen Fuhrpark, knapp 50 bestens ausgebildete Mitglieder und spezialisierte Fachgruppen wie die Atemschutzträger, Funker, Maschinisten, eine technische und eine Erste-Hilfe Gruppe. Auch über diese Arbeiten durfte ich jahrelang berichten und informieren.
Die Feuerwehr Tramin führte auch viele Gemeinschaftsübungen und Einsätze mit den Nachbarwehren durch. Dabei waren oft auch andere Blaulichtorganisationen wie das Weiße und Rote Kreuz, der Rettungshubschrauber und Notärzte, der Bergrettungsdienst, die Suchhundestaffel, Carabinieri oder die Zivilschutzbehörden mit dabei. Auch hier war ich fast immer und überall mitten im Geschehen, ausgerüstet mit Fotokamera und Notizblock.
Die größte Stärke der Feuerwehr Tramin ist die Kameradschaft und Organisationskultur. Pünktlichkeit, Präzision, Zuverlässigkeit, Durchhaltevermögen, Solidarität, gelebtes Ehrenamt und eine starke Gemeinschaft zeichnen die Feuerwehr Tramin seit der Gründung im Jahr 1884 aus. Die Kameradschaft ist beeindruckend und wird in der Feuerwehr Tramin aktiv gelebt und hochgehalten. Darüber habe ich oft mit großer Freude berichtet.
In den letzten Jahren wurde meine verfügbare Zeit für die Feuerwehr Tramin aufgrund eines familiären Schicksaalschlages leider etwas knapper, sodass ich nicht mehr überall mit dabei sein konnte. Ich musste erfahren, wie sehr das Leben oft an einem seidenen Faden hängt. Aber auch wie wertvoll das Leben ist, sofern man hierfür die notwendige Zeit hat und es ganz bewusst leben kann. Nach Jahrzehnten der intensiven Pressearbeit, Einsätzen bei Tag und Nacht und an 365 Tagen des Jahres, und immer den Alarmierungsempfänger, das Mobiltelefon und den Laptop bei mir, strebe ich jetzt ein etwas ruhigeres Leben an und viel Zeit für die Familie.
In den letzten Monaten konnte ich noch bei mehreren Großveranstaltungen mitwirken. So organisierte die Feuerwehr Tramin eine große Bürgerversammlung zum Thema „40 Jahre Bachkatastrophe“, welche ich selbst moderieren durfte, und war Gastgeber der Bezirksfeuerwehrtagung, die für mich als Pressesprecher bestes Bildmaterial und spannende Geschichten lieferte.
Am gestrigen Florani-Sonntag wurde mir noch ein letztes Mal die Ehre zuteil, den Jahresrückblick zu präsentieren, die Ehrungen fotografisch festzuhalten und einen Presseartikel zu verfassen.
𝗪𝗮𝘀 𝗴𝗶𝗯𝘁 𝗲𝘀 𝗳ü𝗿 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗽𝗮𝘀𝘀𝗶𝗼𝗻𝗶𝗲𝗿𝘁𝗲𝗻 𝗙𝗲𝘂𝗲𝗿𝘄𝗲𝗵𝗿𝗺𝗮𝗻𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗣𝗿𝗲𝘀𝘀𝗲𝘀𝗽𝗿𝗲𝗰𝗵𝗲𝗿 𝘀𝗰𝗵ö𝗻𝗲𝗿𝗲𝘀, 𝗮𝗹𝘀 𝘄𝗲𝗻𝗻 𝗺𝗮𝗻 𝘃𝗼𝗺 𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗯𝗶𝘀 𝘇𝘂𝗺 𝗹𝗲𝘁𝘇𝘁𝗲𝗻 𝗧𝗮𝗴 𝗱𝗲𝗿 𝗳𝗮𝘀𝘁 40-𝗷ä𝗵𝗿𝗶𝗴𝗲𝗻 𝗠𝗶𝘁𝗴𝗹𝗶𝗲𝗱𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁 𝘀𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗟𝗲𝗶𝗱𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁 𝗳ü𝗿 𝗱𝗮𝘀 𝗦𝗰𝗵𝗿𝗲𝗶𝗯𝗲𝗻, 𝗙𝗼𝘁𝗼𝗴𝗿𝗮𝗳𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗗𝗼𝗸𝘂𝗺𝗲𝗻𝘁𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗳𝗿𝗲𝗶𝗲𝗻 𝗟𝗮𝘂𝗳 𝗹𝗮𝘀𝘀𝗲𝗻 𝗸𝗮𝗻𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗮𝗯𝗲𝗶 𝗶𝗺𝗺𝗲𝗿 𝗺𝗼𝘁𝗶𝘃𝗶𝗲𝗿𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗯𝗲𝗴𝗲𝗶𝘀𝘁𝗲𝗿𝘁 𝗶𝘀𝘁.
Dies erfüllt mich mit größter Freude und ich danke all meinen Feuerwehrkameraden, aber auch den Nachbarwehren, anderen Blaulichtorganisationen, der Gemeindeverwaltung Tramin, dem Bezirks- und Landesfeuerwehrverband für das entgegengebrachte Vertrauen und die jahrzehntelange, ausgezeichnete Zusammenarbeit. Danke auch dem Kommandant Stephan Ritsch und seinem Stellvertreter Jochen Lantschner, für die erfolgreiche Zusammenarbeit! Sowie den früheren Kommandanten Karl Zöggeler und Ehrenkommandant Erich Ritsch, mit welchen ich ebenso verschiedene Projekte durchführen durfte.
Ich wünsche meinen Feuerwehrkameraden alles Beste für die Zukunft, dass ihr gesund und unversehrt von den Übungen und Einsätzen zurückkehrt und bin stolz, dass ich so lange Zeit Mitglied bei einer der besten Feuerwehren des Landes sein durfte.
Meinen Nachfolgern/innen wünsche ich eine spannende und erfüllende Zeit und ich bin überzeugt, dass die jungen Nachwuchskräfte der Feuerwehr eine tolle Pressearbeit machen werden.
Als Pressesprecher der Feuerwehr Tramin stand ich immer hinter der Kamera. Mit dem heutigen, letzten Bericht erlaube ich mir, mich mit einem persönlichen Fotogruß zu verabschieden.
Die Feuerwehr zählt 3.752 Fans. Ich danke jeder und jedem einzelnen von Euch! Ihr seid die starke Fangemeinde der Freiwilligen Feuerwehr Tramin! Ich hoffe, dass Ihr uns auch in Zukunft auf der Facebook- und Instagram Seite folgt und die Feuerwehr Tramin weiterhin tatkräftig unterstützt!
Vielen Dank und alles Gute!
Herzlichst,
Jürgen Geier