01/10/2019
Sie sind dabei ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen oder zu renovieren? Dann sollten Sie diesen Beitrag vorher lesen!!!
Asbest findet sich noch in vielen Gebäuden
"Wir müssen unterscheiden zwischen festgebundenen Asbestprodukten – auch Hartasbest oder Asbestzement genannt – und schwach gebundenen Asbestprodukten", sagt Torsten Mußdorf.
"Festgebundener Asbest kann ruhig im Haus bleiben, es gibt keine Verpflichtung, ihn zu entfernen", erklärt der Fachmann. "Auch gesundheitlich sind solche Asbestprodukte für Bewohner älterer Gebäude in der Regel kein Risiko", betont Rolf Packroff von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Dortmund. Voraussetzung ist allerdings, dass sie in Ruhe gelassen werden. "Gefährlich wird es, wenn Asbestprodukte nicht erkannt und ohne ausreichende Schutzmaßnahmen bearbeitet werden."
Asbest ist eine unsichtbare Bedrohung
Neben dem festgebundenen Asbest kann sich auch noch jede Menge schwach gebundener Werkstoff im Haus befinden. "Der ist gefährlicher als der festgebundene, weil er dazu neigt, Fasern abzugeben", erklärt Mußdorf.
Für Heimwerker und alle beruflich am Bau Tätigen bedeutet das bei vielen Umbau- und Renovierungsarbeiten eine große Gefahr. "Asbestverwendungen können an unterschiedlichsten Stellen auftauchen", warnt Mußdorf. Dacheindeckungen, Fassaden, Fensterbänke, Rohrleitungen oder auch Lüftungsschächte enthalten demnach häufig Asbest. "Dazu kommen Fußbodenkleber, Farbe, Spachtelmassen und zahlreiche andere Verwendungsformen." Der Experte schätzt, dass Asbest in 3000 bis 5000 unterschiedlichen Produkten eingesetzt wurde.
Bei der Renovierung eines 70er-Jahre-Badezimmers könnten Heimwerker beispielsweise durch belasteten Fliesenkleber oder bei der Demontage alter Lüftungsrohre in Kontakt mit den krebserzeugenden Fasern kommen. Das Tückische: Asbest ist praktisch unsichtbar. "Gleich aussehende Produkte können einmal Asbest enthalten und einmal nicht", erklärt Mußdorf. Klarheit schaffe erst die Laboranalyse einer Materialprobe.
Werde darin Asbest nachgewiesen, müsse unbedingt eine Fachfirma mit der Sanierung beauftragt werden. Heimwerker lassen von solchen Arbeiten lieber die Finger. Zum einen könnten sie sich selbst gefährden, zum anderen das Problem verschärfen. "Es besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass beim Herausreißen asbestbelasteter Materialien die übrige Wohnung kontaminiert wird", macht Mußdorf das Problem deutlich.
https://www.t-online.de/heim-garten/bauen/id_51918560/asbest-unterschaetzte-gefahr-steckt-in-tausenden-haeusern.html #
Noch immer steckt Asbest in tausenden Gebäuden. Erkennen kann der Laie das krebserregende Mineral kaum. Wo die Gefahr besonders groß ist.