09/09/2025
Gewalt an Schulen: Fraktion Freie Wähler/WFW beklagt Mauer des Schweigens
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Bereits im März 2025 hat die Fraktion Freie Wähler/WFW eine Anfrage zum Thema Gewalt an Wuppertaler Schulen gestellt, die im Nachgang von der Stadtverwaltung nur sehr oberflächlich beantwortet wurde. Mit Verweis auf fehlende Zuständigkeit wurde mitgeteilt, dass man weder zu Zahlen, zur Art der Gewalt oder zu den Tätern nähere Angaben machen könne, da die Zahlen schlichtweg nicht vorliegen würden.
In den folgenden Wochen hat die Fraktion die gleiche Anfrage sowohl an Bezirks- als auch Landesregierung weitergegeben, um von dort aktuelles, belastbares Zahlenmaterial zu erhalten.
Henrik Dahlmann, Mitglied des Schulausschusses, erklärt:
„Auch nach etlichen Telefonaten und Nachfragen sind weder Bezirks- noch Landesregierung willens oder in der Lage, uns Zahlen zu Gewaltvorkommnissen an Wuppertaler Schulen mitzuteilen. Man stößt sowohl bei der Stadtverwaltung wie auch bei Bezirks- und Landesregierung auf eine Mauer des Schweigens. Das ist nicht nur höchst bedauerlich, sondern man kann sich dem Eindruck nicht erwehren, dass dieses Thema systematisch totgeschwiegen werden soll. Man war sich bei den eigentlich zuständigen Stellen nicht einmal sicher, ob dazu Statistiken erhoben werden!“
Da die übergeordneten Stellen eine Auskunft verweigern, hatte die Fraktion Freie Wähler/WFW vor einiger Zeit viele Schulen in Wuppertal direkt angeschrieben, um aus erster Hand zu erfahren, wie es um das Thema Gewalt an den einzelnen Schulen bestellt ist.
„Die Rückmeldezahlen waren sehr überschaubar, teilweise in ähnlichem Wortlaut verfasst und hatten eines gemeinsam: Trotz unserer Zusicherung, die Informationen vertraulich zu behandeln, da es uns ausschließlich darum ging, die gewonnenen Erkenntnisse für eine zielgerichtete Verbesserung an unseren Schulen zu verwenden, wollte keine einzige Schule über diesen Sachverhalt Auskunft geben.“
Der ganze Vorgang lässt eigentlich nur zwei Schlussfolgerungen zu. Entweder gibt es zu dem Thema nichts zu berichten, oder es gibt ein Äußerungsverbot zu diesem Thema von höherer Stelle.
„Die Fraktion Freie Wähler/WFW empfindet das Vorgehen der Ämter als Zumutung und als Kapitulation gegenüber Gewalt gegen Schülerinnen und Schüler, aber auch gegen Lehrerinnen und Lehrer. Die Probleme lösen sich nicht in Luft auf, wenn man darüber schweigt, sondern sie manifestieren und verstärken sich. Wer schon eine Bestandsaufnahme verweigert, der wird nie in der Lage sein, das Problem konstruktiv anzugehen. Aber anscheinend ist es genauso gewollt. Da machen wir aber nicht mit!“