BSW Nordwestmecklenburg

BSW Nordwestmecklenburg Das ist eine Info Seite zum BSW in Nordwestmecklenburg und Wismar, seinen Zielen und stattfindenden Veranstaltungen.

13/07/2026
13/07/2026

Reformen im Gesundheitswesen sind nötig. Aber Reformen müssen sich an den Bedürfnissen der Menschen im Land orientieren, nicht an Sparvorgaben aus Berlin.

Was jetzt beschlossen wurde, trifft viele gesetzlich Versicherte ganz konkret. Zuzahlungen steigen. Beim Zahnersatz sinkt der Zuschuss. Die beitragsfreie Mitversicherung von Ehe und Lebenspartnern wird eingeschränkt. Gleichzeitig geraten Praxen, Kliniken und psychotherapeutische Angebote weiter unter finanziellen Druck.

Für Mecklenburg-Vorpommern ist das besonders gefährlich. Wir sind ein Flächenland. Wenn kleine Krankenhäuser weiter unter Druck geraten, bedeutet das am Ende längere Wege, weniger Versorgung und mehr Unsicherheit für Patienten.

Natürlich braucht unser Gesundheitssystem Reformen. Aber eine echte Reform verbessert Versorgung, stärkt Personal, sichert Krankenhäuser und entlastet Patienten.

Diese Reform macht das Gegenteil. Sie verschiebt Kosten auf Versicherte, Patienten und Einrichtungen vor Ort.

Während im Bund Milliarden für Aufrüstung freigemacht werden, wird im Sozialstaat weiter gekürzt. Das ist die falsche Priorität.

Gesundheit darf nicht zur Frage des Geldbeutels werden. Wir brauchen eine verlässliche, wohnortnahe und solidarisch finanzierte Versorgung, gerade in Mecklenburg-Vorpommern.

13/07/2026
13/07/2026

„Gestaltungsmehrheit“ – ist das das neue Wort für: Die Brandmauer ist gescheitert?

In Sachsen-Anhalt liegt die AfD laut einer aktuellen Umfrage bei 41 Prozent. Nun wird aus der CDU in Sachsen-Anhalt der Vorschlag laut, künftig nach sogenannten „Gestaltungsmehrheiten“ zu suchen – auch gemeinsam mit der AfD.

Gestaltungsmehrheit? Das klingt verdächtig nach einem neuen, etwas vornehmeren Wort für die Erkenntnis: Die Brandmauer ist gescheitert.

Zur Erinnerung: Parteien bestehen aus Menschen. Und mit Parteien dürfte es sich ganz ähnlich verhalten wie mit Menschen: Kein Mensch hat immer recht. Aber es gibt vermutlich auch keinen Menschen, der sich immer irrt und bei wirklich jeder Frage ausschließlich das Falsche sagt oder fordert.

Warum sollte das bei einer Partei anders sein?

Natürlich gibt es zwischen den Parteien erhebliche Unterschiede. Selbstverständlich muss man der AfD widersprechen, wo sie falsche, ungerechte oder gefährliche Positionen vertritt. Aber man darf einen vernünftigen Vorschlag nicht allein deshalb ablehnen, weil auch die AfD dafür stimmt. Um auch das deutlich zu sagen: Ich halte die AfD für eine unsoziale und marktradikale Partei. Das zeigen ihre Abstimmungen zu Steuerthemen oder Mindestlöhnen deutlich. Sie war übrigens auch die Partei, die als erstes Trump beisprang, als er 5% Des Sozialproduktes für Rüstung und Waffen forderte. Außerdem ist Höcke für mich nicht der einzige Rechte in dieser Partei. Aber die AfD ist da und wir müssen uns ihr stellen, auch in Parlamenten.

Wenn in Sachsen-Anhalt mehr als 40 Prozent der Bürger einer Partei ihre Stimme geben, kann die demokratische Antwort nicht darin bestehen, diese Menschen dauerhaft politisch auszugrenzen und ihre Wahlentscheidung für bedeutungslos zu erklären. Eine Partei hat keinen Anspruch auf eine Koalition oder auf Regierungsämter. Aber über 40 Prozent der Wähler haben einen Anspruch darauf, dass Politik sich ernsthaft mit den Gründen ihrer Entscheidung auseinandersetzt.

Die Brandmauer hat die AfD nicht kleiner gemacht. Sie hat sie immer größer gemacht. Es braucht deshalb andere Antworten: offene Auseinandersetzung, klare Unterschiede, kontroverse Debatten und Mehrheiten nach Inhalt statt nach Parteibuch. Wenn wir das nicht endlich alle tun, dann bestimmt die AfD, was überhaupt noch zur Abstimmung gelangt. Sie muss nur früh genug ihre Zustimmung signalisieren, dann bringen die moralisch einwandfreien Grünen und Linken, ihre Anträge gar nicht erst ein.

Für seinen Weg wurde das BSW noch vor wenigen Tagen heftig angegriffen, als unsere Parteispitze Alice Weidel und Tino Chrupalla einen Brief schrieb und zu einer öffentlichen politischen Auseinandersetzung aufrief. Uns wurde vorgeworfen, allein durch das Gespräch die Brandmauer einzureißen.

Und jetzt entdeckt ausgerechnet die CDU die „Gestaltungsmehrheit“.

Vielleicht setzt sich langsam eine ganz einfache demokratische Erkenntnis durch:

Nicht die AfD entscheidet darüber, ob ein Vorschlag richtig oder falsch ist. Entscheidend ist der Inhalt.

Statt Brandmauern braucht unsere Demokratie wieder offene Debatten, klare Standpunkte und den Mut, um die bessere Lösung zu ringen.

https://www.focus.de/politik/deutschland/wegen-afd-sachsen-anhalt-cdu-droht-spaltung-nach-der-wahl_21b091ef-a0c4-4da9-998d-bde98736b328.html

12/07/2026

Alle reden über „F*ckt euch“.

Wir reden über 18 von 51.

Am Robert-Stock-Gymnasium in Hagenow haben 18 von 51 zur Prüfung zugelassenen Schülern das Abitur nicht bestanden. Das sind rund 35 Prozent.

Das ist kein normaler Wert. Das ist ein Warnsignal.

Die Debatte darf nicht bei einem Satz aus einer emotionalen Rede stehenbleiben. Es geht nicht darum, Schüler gegen Lehrer auszuspielen. Es geht darum, endlich hinzusehen, was an unseren Schulen schiefläuft.

Unterrichtsausfall, Lehrermangel, Überlastung, fehlende Schulsozialarbeit und zu wenig psychologische Unterstützung sind keine Einzelprobleme. Sie sind Ausdruck einer Bildungspolitik, die junge Menschen und Lehrkräfte zu lange allein gelassen hat.

Hagenow muss aufgearbeitet werden. Sachlich, transparent und ohne Wegducken.

18 von 51 sind ein Armutszeugnis für Schwesigs Bildungspolitik.

11/07/2026

Gut zehn Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeigt eine aktuelle Umfrage von infratest dimap im Auftrag des NDR: Viele Menschen lehnen eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht grundsätzlich ab. Andere Parteien halten an ihrer Ablehnung fest.

11/07/2026

In der heutigen Wochenendausgabe der Berliner Zeitung gibt es einen Vorabdruck meines Buches „Geld, Macht, Verbrechen“.

Schaut gerne mal rein!

Das Buch 📕 wird ab Freitag ausgeliefert und kann jederzeit im Buchhandel, bei Rowohlt oder den üblichen Plattformen vorbestellt werden!

Ps. Ich profitiere im Rahmen der normalen Auflage nicht vom Verkauf, aber ich profitiere als Mensch wenn viele Menschen das Buch lesen und es als bereichernd empfinden!

Adresse

Dankwartstraße 58
Wismar
23966

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