31/08/2026
Matthias aktuelle Kolumne im DerWetteraner sei Euch ans Herz gelegt, es geht hierbei um viel mehr, als nur die Finanzen dieser Stadt, die gerade im Nachtragshaushalt besprochen werden:
Werte Wetteranerinnen und Wetteraner,
zuletzt waren in der Presse interessante Erläuterungen zu den Kosten für Hilfen zur Erziehung zu lesen, die einen Nachtragshaushalt erforderlich machen.
Zunächst:
• DANK an die Stadt Wetter und den Kämmerer für ihr Engagement und Transparenz an dieser Stelle!
Zur Wahrheit gehört auch: Die „Kosten“ ließen sich, zumindest teilweise, kleiner halten und reduzieren. Es gibt verlässliche Strukturen, beispielsweise in Pflegefamilien, die für einen Bruchteil des finanziellen Aufwandes eine gleiche, wenn nicht manchmal sogar bessere, Form der Erziehungshilfe bieten.
Dazu bedarf es zweierlei:
• Eine völlig vorurteilsfreie gesellschaftliche Anerkennung von Pflegefamilien. Solange Pflegekinder von vermeintlichen Gutmenschen als „unrein“ und „unsauber“ bezeichnet werden dürfen, ist dies leider nicht gegeben.
• Dann eine konsequente Nutzung und Anwendung der rechtlichen Möglichkeiten zur Unterstützung von Pflegefamilien.
Herr Bürgermeister Draht wird zitiert, dass die Hilfen zur Erziehung kritisch analysiert werden sollen. Wenn Ziel sein sollte, Kinder aus dem „System“ herauszubekommen, ist dies sicherlich der falsche Ansatz. Die Kosten werden an anderer Stelle höher ausfallen, da ein Heimplatz um ein Vielfaches „teurer“ ist als eine Pflegefamilie.
Richtig wäre, die kostenmäßig „günstigere“ Form so lange wie eben (auch gesetzlich!) möglich, wahrzunehmen. Dies ist in sog. besonderen Fällen, wie in dem Bericht dargestellt, das 27. Lebensjahr. Rechnen wir dies für die zitierten 3 Kinder über 9 Jahre jeweils ab dem 18. Lebensjahr, errechnet sich bei einer angenommenen Reduzierung von 50%, die Realität liegt deutlich höher (!), ein Volumen von rd. 3,8 Mio. €. Also mehr als jetzt über einen Nachtragshaushalt beschlossen werden soll. Hierüber sollte in den zuständigen Ämtern und Fachbereichen nachgedacht und entschieden werden.
Also: Einen Schritt zurück machen und ganzheitlich schauen!
Dann lassen sich gute Lösungen finden! Diese unterstützen wir gern!