01/06/2026
NABU Werlte/Sögel mit der der Grundschule Lahn an der Naturparkstation Theikenmeer
Für die Rektorin der Grundschule Lahn, Helga Hanekamp, ist es ein großes Anliegen, ihre Schülerinnen und Schüler für die Natur zu sensibilisieren. Ein Wandertag ist da Programm. Ziel 2026 war jüngst die Naturparkstation Theikenmeer. Irmgard Neubert, Rolf Grave und Reinhold Stehr vom NABU Werlte/Sögel nahmen sich der interessierten Gruppe an.
Irmgard begeisterte die Kids mit ihren Schnecken. „Kauen Schnecken?“, wollte ein Kind wissen. „Und ob“, Irmgard wusste, Schnecken haben über tausend winzige Zähnchen. Die Kinder waren sprachlos, Schnecken und Zähne, dass passte so irgendwie gar nicht zusammen. „Sie können mit ihrer Raspelzunge sogar harte Pflanzenfasern fressen“, so Irmgard. „Auf die Schnecken fertig los“, der Renner im wahrsten Sinne des Wortes war das Schneckenrennen. Nach der Entschleunigung konnte jedes Kind noch ein Kneteschnecke formen und später mit nachhause nehmen.
Rolf war an diesem spannenden Tag für die Krabbeltiere zuständig. Berührungsängste zu Käfern und Co. gab es keine. Die nahe Naturwiese lud zum Sammeln ein, und den Kindern, immer mit der Nase dicht über der Erde, entging kein „Krabbler“. So fanden Käfer, Spinnen und Raupen in Lupengläser und wurden anschließend gemeinsam begutachtet. Das NABU-Insektenhotel hatte viele verschlossene Brutröhren. Rolf stellte heraus, dass ohne eine passende Umgebung mit einem vielseitigen Angebot an Wildkräutern die solitär lebenden Wildbienen und -wespen ausblieben.
Reinhold wanderte zum Grzimekturm und anschließend über den Kranichpfad ins Moor. Hier begeisterte das Torfmoos. Die Kinder konnten kaum glauben, dass es in der Lage ist, das 30-fache seines Eigengewichtes an Wasser zu speichern, übrigens genauso viel wie eine Pampers. „Und wenn das Moos dann abstirbt türmt es sich ganz langsam auf, und dann entsteht das Moor, ein Millimeter pro Jahr“, so Reinhold. Ein Meter Torf brauche dann etwa 1000 Jahren zum Wachsen. Noch viel älter ist der Moorstein. Reinhold wusste, dass die Eiszeit ihn aus der Heimat von Pippi Langstrumpf bis hierhergeschoben hat, auch das in Zeitlupe, unvorstellbar langsam.
Ein erlebnisreicher Tag, der nicht nur den Schülern in Erinnerung bleiben wird, einige wollten das Moor später unbedingt ihren Eltern zeigen.