23/04/2026
Rund um das Schulgelände am Riesei in Werdohl kam es am vergangenen Samstag zu einem erhöhten Aufkommen von Einsatzfahrzeugen und zahlreichen Kräften von Feuerwehr und Rettungsdienst. Hintergrund war eine groß angelegte Übung an der Albert-Einstein-Gesamtschule, bei der gleich mehrere realitätsnahe Einsatzlagen simuliert wurden.
An der Übung beteiligt waren sämtliche Einheiten der Feuerwehr Werdohl sowie Kräfte des Deutsches Rotes Kreuz, des Malteser Hilfsdienst und die Auszubildenden sowie Ausbilder des Rettungsdienstes des Märkischen Kreises mit zusammen etwa 100 Einsatzkräften. Ziel war es, unter möglichst praxisnahen Bedingungen die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen zu trainieren und die in den letzten Jahren bereits zusammen geübten Abläufe weiter zu festigen.
Im ersten Szenario wurde ein Zwischenfall in einem Chemieraum angenommen: Durch einen missglückten Versuchsaufbau kam es zu einer spontanen chemischen Reaktion, die zu mehreren verletzten Schülerinnen und Schülern sowie einem Lehrer (dargestellt durch einen Dummy) führte.
Einsatzkräfte der Löschzüge zwei und drei, einschließlich der Löschgruppe 21 rückten an, um die Situation zu erkunden, Gefahren zu bewerten und die Betroffenen aus dem Gebäude zu retten. Anschließend wurde der Stoff unter Chemikalienschutzanzügen gesichert. Besonders Herausfordern war hier, dass die Kräfte zunächst mit dem Stichwort „BMA“, also einer automatischen Feuermeldung alarmiert wurden, da die Rauchmelder die Reaktionsdämpfe als Feuer gemeldet hatten.
Zeitgleich wurde ein weiteres Szenario in einem anderen Gebäudeteil dargestellt: Hier galt es, einen Brand zu bekämpfen. Auch in diesem Fall standen die Menschenrettung über Drehleiter, die Brandbekämpfung sowie die anschließende medizinische Versorgung im Fokus. Durch versperrte Rettungswege mussten Personen über die Drehleiter gerettet werden.
Zur Darstellung der Verletzten wurden in beiden Szenarien Mitglieder der Jugendfeuerwehr eingesetzt. Diese übernahmen die Rolle von Betroffenen, und waren entsprechend geschminkt worden, um die Verletzungen realistisch darzustellen. Es galt dann, sie aus dem Gebäude zu bringen, zu sichten und anschließend an eingerichtete Behandlungsplätze zu transportieren.
Während die Feuerwehr sich um die Rettung der Personen aus dem Gebäude und um die Sicherung der chemischen Stoffe kümmerte, übernahm der Rettungsdienst die medizinische Versorgung der Verletzten des Chemieunfalls. Die Hilfsorganisationen (DRK + Malteser) kümmerten sich um eine Patientenablage und die Versorgung der Verletzten des Brandszenarios.
Die Malteser versorgten anschließend die Einsatzkräfte und die Darsteller mit Schnitzel und Rosmarinkartoffeln.
Wir danken allen Beteiligten für die erfolgreiche Übung und der Albert-Einstein Gesamtschule, dem Hausmeister und dem Baubetriebshof und der Verwaltung für die Unterstützung bei der Vorbereitung und und Durchführung der Übung.
Malteser Märkischer Kreis - Süd,DRK Werdohl e.V.
©️Feuerwehr Werdohl
TB