06/03/2024
Genauso geht es vielen Kindern, die in Ihrer Kindheit Dinge erlebt haben, die selbst erwachsene Menschen zusetzen. Daher ist es so wichtig, dass wir sie mit ihren Nöten nicht alleine lassen und ihnen helfen Worte für das zu finden, was sie wahrnehmen und fühlen. Benennen, um es zu zähmen, wird diese Verarbeitungsstrategie genannt.
"Lange litt mein Vater unter Depressionen und Suizidgedanken, verbrachte viel Zeit in Kliniken und bei Therapien. Sein Tod, als ich 15 Jahre alt war, wurde für mich zu einem Tabu, über das ich nicht sprach, das ich tief in mir vergrub.
Nach Ende des Schuljahres zog meine Mutter mit mir zu ihrer Schwester nach Ägypten. In der neuen Schule, der Millionenstadt Kairo, weit weg von dem Dorf, in dem jeder unsere vermeintliche Schande kannte, konnte ich neu anfangen. Ich musste mich nicht erklären, war nicht gebrandmarkt, das Leben ging weiter. Dass sich Verdrängung früher oder später rächt, erfuhr ich fast drei Jahrzehnte später mit voller Wucht am eigenen Leib." 💬
In diesem Gastbeitrag erzählt Tina Hoffmann die Geschichte vom Suizid ihres Vaters, über das darauffolgende erzwungene Schweigen und wie sie Jahre später davon eingeholt wurde. Ein Text der uns zeigt, wie wichtig es ist, das Stigma rund um psychische Erkrankungen und Suizid weiter aufzubrechen und unsere Gefühle nicht zu begraben, sondern über sie zu reden. 🫂
Den gesamten Beitrag findet ihr auf unserem Blog, über den Link in der Bio. 💛