03/06/2025
Wendelstein - Die gute Zusammenarbeit der „WIBS“ (Wendelsteiner Immobilien Bau und Service Gesellschaft) mit dem örtlichen Diakonieverein seit fast zehn Jahren bestätigte der „Spatenstich 2.0“ für die Erweiterung des Diakoniezentrums: Mit diesem Anbau an die Gebäudeflügel mit den Pflegegruppen wächst die Zahl der Pflegeplätze von 48 auf dann 64. Für die Bevollmächtigen der WIBS freute sich Willibald Milde beim jetzigen Spatenstich über viele Ehrengäste und wünschte sich für die Arbeiten eine problemfreie gute Bauzeit, da parallel zum Bauprojekt der reguläre Betrieb im Diakoniezentrum weiterlaufen wird.
Vor acht Jahren und sieben Monaten, so Willibald Milde zu Beginn seiner Begrüßung, fand auf dem gleichen Gelände bereits ein Spatenstich statt. Damals war jedoch das gesamte Areal noch nicht bebaut im Gegensatz zum heutigen „Spatenstich 2.0“. Es gab schon damals die Idee, in das Diakoniezentrum eine Zahl von etwa 60 Pflegeplätzen zu integrieren, die Übereinkunft mit dem Diakonieverein als Träger sah jedoch für den Anfang 48 Plätze vor. Dies war aus Sicht des Diakonievereins nachvollziehbar, wuchs die Zahl an Pflegeplätzen damals beim Wechsel aus dem Altort an den heutigen Standort doch erheblich von 18 auf 48.
Aus dieser Entwicklung heraus werde der kommende Anbau zwar bei laufendem Betrieb in den Pflegegruppen an den bisherigen Gebäudebestand angegliedert. Aber es gibt gute Gründe dafür, nachträglich den Anbau zu realisieren. Sowohl die WIBS wie auch der Diakonieverein haben mit den Jahren eines deutlich erkannt: Die Warteliste für einen Pflegeplatz hier sei immer länger geworden und auch der Bedarf für heimatnahe Pflegeplätze ist gestiegen. Nach der notwendigen Zustimmung zum Anbau auf beiden Seiten wurde wie schon beim Diakoniezentrum vor Jahren die Firma CPB als Fachinstitution „mit ins Boot geholt“ für die weiteren Planungen.
Planungsstart war im Juni 2023
Im Juni 2023 war die Architektenauswahl und mit der Firma Schalk hat als Idealfall eine örtliche Baufirma die Ausschreibung der Baumeisterarbeiten gewonnen. Mit Februarbeginn 2025 wurden Baumaschinen zum Bauplatz verlegt und die Baustelle vorbereitet. Der Spatenstich bildet deshalb das definitive „Signal“ für den Beginn der Bauarbeiten. Der schnelle Abschluß aller Vorbereitungsarbeiten wurde auch dank der guten Zusammenarbeit und Unterstützung mit vielen Partnern in den beteiligten Behörden und Institutionen möglich, denen Willibald Milde im Namen der WIBS wie auch der Gemeinde Wendelstein besonders dankte.
Die WIBS habe bewußt als Motto für den Anbau „Wir erweitern … Weil wir uns kümmern!“ auf die Planen am Bauzaun drucken lassen, dies sei die Philosophie der WIBS mit Stefan Zeltner, Miriam Anders und ihm als Verantwortlichen beschloß der 2.Bürgermeister sein Grußwort. „Es war gut am Anfang am neuen Standort nur mit 48 Pflegeplätzen zu planen, um als Neuorientierung für die zukünftige Arbeit und Bedarfsermittlung Erfahrungen zu sammeln“ blickte auch 1.Bürgermeister Werner Langhans in seinem Grußwort auf den damaligen Mut des Diakonievereins zurück, als weitreichende Entscheidung einen modernen Bau am neuen Standort zu errichten.
Vorfreude aufs Richtfest beim Anbau
Die jetzige Erweiterung, so Langhans, sei vernünftig und basiere auf den Erfahrungen der ersten Jahre und aktueller sicherer Entwicklungen im Pflegebereich. Und er freue sich aufs Richtfest für den Anbau nach hoffentlich unfallfreiem und guten Abschluß der Bauarbeiten. Für die Firma CPB als Fachberater freute sich Frauke Weiß, daß die 2015 begonnene „Vision“ des Diakoniezentrums als soziale Institution sich so gut entwickelt habe. „Der Spatenstich vor acht Jahren war für mich die Idee, eine Rakete für den Flug zum Mond zu bauen, der Anbau ist bei dieser Vorstellung jetzt die Vorbereitung zur Mondlandung dieser Rakete - das erhoffte Ziel“ betonte sie ihre Vorfreude auf die Erweiterung des Diakoniezentrums mit dem Anbau.
Den geistlichen Beistand fürs Bauprojekt vor dem eigentlichen Spatenstich übernahmen Pfarrerin Johanna Graeff und ihr katholischer Amtskollege Pfarrer Michael Kneißl. Feste und dauerhafte Behausungen, so Kneißl, oder deren Weihe sind in der Bibel kein Thema, es werden aber oft Zelte und zeitweise Unterkünfte erwähnt. Sei die Familie in den Zeiten dieser frühen Bibeltexte gewachsen, wurde das Familienzelt vergrößert und neugebaut. In gewissem Sinn bedeute auch der heutige Spatenstich den Beginn für eine Zeltvergrößerung - in diesem Fall für ein dauerhaftes „Gemeinschaftszelt“ für die ältere Bevölkerung mit Pflegebedarf. (jör) Text und Bilder von Dr. Ruthrof Jörg