03/06/2026
🔎 Faktencheck: Naturschutz – aber bitte konsequent!
In einem aktuellen Zeitungsbericht wird beschrieben, wie ein Straßenbauprojekt am Kandel verschoben und angepasst wird, damit der stark gefährdete Wiesenpieper während seiner Brutzeit nicht gestört wird. 🐦🌿
Für einen einzelnen Vogel werden Bauabläufe geändert, Termine verschoben und Planungen angepasst.
Grundsätzlich ist das richtig.
❓Aber genau hier stellt sich für viele Menschen in unserer Region eine berechtigte Frage:
Warum gelten solche Maßstäbe offenbar nicht auch beim Polder Wyhl/Weisweil?
🚜 Dort werden bereits heute massive Eingriffe in den Rheinwald vorgenommen.
💧 Und mit den geplanten künstlichen Flutungen sollen künftig große Flächen regelmäßig überflutet werden.
🌳 Dabei geht es nicht um den Lebensraum einer einzelnen Vogelart, sondern um ein komplettes Ökosystem mit unzähligen Tier- und Pflanzenarten.
Viele Tiere können fliehen.
Viele aber auch nicht.
Nester, Gelege, Jungtiere, Kleinsäuger, Amphibien, Reptilien und zahlreiche andere Arten werden durch solche Eingriffe unmittelbar betroffen.
⚖️ Genau deshalb fragen sich viele Bürger:
Warum wird bei einem Straßenbauprojekt jeder Eingriff wegen eines gefährdeten Vogels hinterfragt und angepasst – während beim Polderprojekt ein ganzer Naturraum umgebaut werden soll?
Für uns ist das ein Widerspruch.
Auf der einen Seite wird Naturschutz mit großem Aufwand betont. 🌱
Auf der anderen Seite werden massive Eingriffe als ökologische Verbesserung dargestellt. 🤔
Das mag juristisch und fachlich unterschiedlich bewertet werden.
Aber viele Menschen haben das Gefühl:
👉 Beim kleinen Projekt wird auf jede Brut Rücksicht genommen.
👉 Beim Großprojekt werden die Folgen für Natur und Tierwelt schöngeredet.
Naturschutz muss glaubwürdig sein.
Und Glaubwürdigkeit entsteht nur dann, wenn für alle Projekte die gleichen Maßstäbe gelten.
🌳 Heimat schützen.
🐾 Lebensräume erhalten.
💧 Natur nicht künstlich überfluten.
Das Regierungspräsidium Freiburg schwimmt in alle Richtungen. Man kann und will es nicht glauben.