31/05/2026
Post von Gernot Gruber vom 30.05.2026 zur Neuwahl des Landesvorsitzenden:
„Neben viel Zuspruch haben mich auch kritische Nachfragen zur Kandidatur von Carsten Lotz erreicht. Darauf möchte ich in fünf Punkten antworten.
1. Carsten Lotz fehlt die politische Erfahrung, um im „SPD-Haifischbecken“ zu bestehen… Das ist gerade das Problem: Muss man erst zum Ober-Haifisch werden? Wir brauchen nicht mehr von dieser Mentalität, sondern ein anderes Denken und Handeln. Neues wagen!
2. Ein Philosophie- und Theologiestudium taugt nicht für diese Funktion…Carsten Lotz ist genau mit dieser Expertise von McKinsey eingestellt worden und hat über viele Jahre Wert-orientiertes Handeln in schwierigem Gelände eingebracht. Die innere Grammatik und Zusammenhänge zu erkennen, ist m.E. eine der wichtigsten Eigenschaften für nachhaltiges Handeln. Ja, das geht ins Grundsätzliche, ist aber allemal besser als „Sprechblasenpolitik“.
3. Carsten Lotz hat keine Ideen zur Aufstellung der Partei… Es geht nicht in erster Linie darum, eigene Ideen durchzusetzen, sondern die notwendigen ErneuerungsPROZESSE managen zu können.
4. Carsten Lotz repräsentiert zu wenig SPD pur… die SPD DNA erkennt man in jeder Zeile seines Bewerbungsschreibens. Aber es braucht genauso Offenheit in einer Zeit, in der Parteien immer identitärer werden und in der eigenen Bubble verharren. Hier muss die (fehlende oder unterdrückte) Fähigkeit in die Zukunft zu denken wiederbelebt werden.
5. Die berufliche Situation von Carsten Lotz ist unklar…. Er ist nach 17 Jahren Tätigkeit bei McKinsey in die Freiberuflichkeit gewechselt. Das hat mit „Nichtstun“ nichts gemein. Die Homepage gibt nähere Auskunft, z.B. über Publikationen und Bücher.
Das alles sind „Ankersteine“, die mich zur Überzeugung gebracht haben, Carsten Lotz ist von allen Kandidatinnen und Kandidaten derjenige, von dem ich am ehesten glaube NEUES zu wagen. Und hierfür ist es höchste Zeit.“