20/10/2022
Maisfelder dienen der LEBENSMITTELPRODUKTION !!! .. und sind trotzdem auch Naherholungsgebiete...
„Bulldozer“:
Es kursiert von Seiten der BFW in den SocialMedias die Behauptung und Illusion, dass „die Kolosse von ´Bulldozern´ die während der Maisernte durch die Innenstadt ´brettern´, deren Lärm man in der Oberen Stadt schon hört wenn sie von Richtung Marnbach anrollen… die Innenstadt frequentieren,… ´müßten´(?) über eine Umfahrung raus aus der Stadt …“. Mit verlaub, Bulldozer sind ´Planierraupen´ und keine Schlepper ! Will man durch solche Stammtischparolen hier mit Gewalt völlig übertreiben, oder hat man ganz einfach keine Ahnung von der regionalen Landwirtschaft und von Kraftfahrzeugen ! Jedoch würden grundsätzlich alle Ost-Varianten mehr oder weniger lange Tunnel aufweisen, und sie würden, wie bei der Umfahrung Peißenberg, zu Kraftfahrstraßen mit 60 kmh Mindestgeschwindigkeit !! Diese großen Schlepper, die sie meinen, haben jedoch nur eine Höchstgeschwindigkeit von z.B. 30, 40 oder 50 kmh und somit keine sog. „Autobahnzulassung“ für diese Kraftfahrstraße. Dafür hilft eine Umfahrung gar nichts, sie bleiben weiterhin in der „Stadt“ !
Auch von den riesen 3-achsigen Großraumladewagen mit extra lauter Bereifung und LKW´s vorn dran, die zur GrasCopsherstellung während der Erntezeit nach Altenstadt fahren, davon müssen die Meisten, samt Umfahrung Peißenberg, da ohne Autobahnzulassung durch den Ort ´brettern´. Sie bekamen auch auf Bitten keine Ausnahmegenehmigung.
Ob selbstfahrende Baumaschinen,-fahrzeuge, (Mais-)Häckselmaschinen, Mähdrescher oder sonstige Fahrzeuge unter 60 kmh dürften dann nicht auf eine Umfahrung !
Auch auf den Infomärkten in der Stadthalle 2019 und in Broschüren, waren die klaren Aussagen, dass es ein 3-Spuriger (´Monster-´)Ausbau wird, wie bei Wielenbach: Planfeststellungsbeschluss:
B 2 München - Garmisch-Partenkirchen, 3-streifiger Ausbau zwischen Wielenbach und Pähl
C 4.2. Seite 70: "Ziel der vorliegenden Planung ist es, [...] SCHAFFUNG DER BAULICHEN VORAUSSETZUNGEN FÜR DEN BETRIEB DER B 2 ALS KRAFTFAHRTSTRAßE ! Die landwirtschaftlichen (Groß)-Fahrzeuge werden also durch Wielenbach und ggf. durch Unterhausen ausweichen.
Brenner 2.0 !!
Von den „Umfahrungs-Befürwortern“ wird der Ausdruck “Brenner 2.0“ nicht verstanden !? Z.B. weil angeblich „ Lkws Aufgrund des Gefälle von 16 Prozent den Zirler Berg nicht befahren dürften “ !
Das ist nicht richtig ! Vielleicht sollten Sie sich mal detaillierter informieren:
1. Für Tourismusverkehr sprich Busse ist der Zirler Berg frei befahrbar ! Die Tonnagen sind dabei egal (große 3-Achser haben so ca 26 Tonnen) Die Strecke München Nord, West über WM und GAP und über den Zirler Berg ist logischerweise, um dem Stau auf der Salzburger A 8 bis Kufstein auszuweichen, sehr beliebt ! Wegen der schönen Landschaft, der Mauteinsparung, usw. z.B. auch bei Flixbus sehr beliebt.
2. gibt es für den „grenznahen Bereich“ beim LKW-Güterverkehr für 7,5 bis 40 Tonnen Ausnahmen. Grenzferne Spediteure mieten deshalb gerne Büros grenznah an, damit sie den Zirler berg fahren dürfen, um das Fahrverbot so zu umgehen . Deshalb zieht der B2-Ausbau mitsamt Umfahrung Weilheim noch mehr Verkehr in unsere Region ! Was hilft es , wenn man dann aus WM vielleicht schneller rauskommt und anschließend aber durch einen vermehrten LKW- und PKW-Verkehr auf der B2 ob nördlich oder südlich Weilheims wieder mehr abgebremst wird als zuvor ?!
In den Infoveranstaltungen Themenabend am 04.11.2019 des Staatlichen Bauamtes wurde von Herrn Dipl.Ing. Christian Knörzer, vom Verkehrspanungsbüro Ingenieurgruppe IVV, klar die Aussage getroffen: "Es wird ÜBERREGIONAL so geplant, dass der aus dem Westen (zB Augsburg) und Norden Münchens kommt, nicht mehr über den Mittleren Ring nach GAP fahren muß, sondern Autobahn bis Gilching und dann nach STA Maxhof , über die ausgebaute B2 Weilheim und Murnau“ ausweichen kann !!! Es ist ganz klar so beabsichtigt...! Auch DAS hätten sich ALLE Anwesenden merken sollen...
Der mittlere Ring wird ab 1.2.2023 für Diesel 4 Fahrzeuge gesperrt. Und ab 1.10.2023 dann für Diesel 5. Dann können diese die A95 nicht mehr schnell erreichen.
Vergleich mit Umfahrung WM mit Peiting-Schongau:
Die mit Bahnübergängen, Kurven, abbiegenden Kreuzungen, Hügel und Senken belastete ehemalige B 472-Strecken durch Peiting, Schongau, Peissenberg und Hohenpeissenberg sind doch keineswegs mit der ebenen, fast geradlinigen B 2 durch Weilheim zu vergleichen !! Schongau und Hohenpeissenberg sind zudem echte Tangenten (eine Gerade, die am Ortsrand vorbeiführt) und nicht Umweg. Die Peissenberger sind nun schon seit Jahren um Geschwindigkeitsreduzierung und Mautfluchteinschränkung bemüht ! In Weilheim wird der z.B. morgenliche "Stau" bzw. zähflüssige Verkehr eigentlich vorsätzlich durch Elterntaxis und die Gymnasiumschülerampel provoziert, indem man keine Unterführung baut und sich auf Fremdplanungen verlässt ! Warum wurde der Kreisl am Narbonner Ring noch nicht bzw nicht gleich beim Berufsschulbau mit Bypässen (z.B. Narbonner Ring-Richtung Norden und Töllern-Richtung Süden) ertüchtigt ?
Interessant: Das Schongauer Krankenhaus hätte u.A. keine Zukunft, (so wie es die KH-leitung in einer Infoveranstaltung kundgetan hat), „weil die verkehrliche Anbindung äußerst schlecht ist ! Angestellte Ärzte, die in München wohnen, Schwesternschülerinnen die abends auch mal nach München fahren wollen, usw. brauchen mit der Bahn nach SOG über die doppelte Zeit als nach WM, bzw. kommen nachts gar nicht zurück !“ Warum ? Der Ausbau der Bahnstrecken, ob WM-SOG oder Fuchstalbahn nach Landsberg, wurden komplett vernachlässigt …. Die als „Segen“ bezeichneten ´prächtigen´ Umfahrungen Peiting-Schongau treffen jedoch nicht das Ziel !