13/05/2026
An der Gesamtschule Weilerswist wurde Inklusion in dieser Woche nicht nur besprochen, sondern erlebt. Gemeinsam mit den RBC Köln 99ers fand ein besonderes Rollstuhlbasketball-Projekt statt, das viele Schülerinnen und Schüler nachhaltig beeindruckt hat.
Die Idee entstand nach Gesprächen mit unserem Schüler Lewis über seinen Alltag im Rollstuhl und die Frage, wie barrierefrei unsere Schule und unsere Umwelt eigentlich wirklich sind. Schnell wurde klar: Viele Hindernisse bemerkt man erst, wenn man selbst betroffen ist.
Über einen Instagram-Beitrag der RBC Köln 99ers an einer anderen Schule entstand schließlich der Kontakt. Lewis war sofort begeistert von der Idee und plante das Projekt trotz der laufenden ZAP-Zeit gemeinsam mit uns. Auch Schulleitung und Förderverein unterstützten das Vorhaben direkt – und das Kollegium hatte ebenfalls sofort Lust, mitzumachen.
Als Inklusionsschule ist uns wichtig zu zeigen: Jeder Mensch gehört dazu und jeder ist wichtig für das System Schule. Rollstuhlbasketball macht genau das sichtbar. Hier zählen Teamgeist, Kommunikation, Fairness und gegenseitige Unterstützung – unabhängig davon, ob jemand läuft oder rollt.
Vier Klassen durften schließlich an dem Projekt teilnehmen. Welche Klassen dabei sein konnten, entschied Lewis selbst per Losverfahren – ein wichtiger Moment für alle Beteiligten.
Besonders schade war, dass er aktuell länger im Krankenhaus ist und deshalb nicht mitmachen konnte. Trotzdem war seine Perspektive bei diesem Projekt immer präsent.
Der Tag hat gezeigt, wie wichtig Perspektivwechsel sind – und wie viel Sport dazu beitragen kann, Barrieren in den Köpfen abzubauen.