Die musealen Räumen des Schlosses können mit Führung besichtigt werden, der Garten lädt mit Terrassen und Orangerien zum Flanieren ein. Willkommen auf der offiziellen Facebook-Seite von Schloss und Schlossgarten Weilburg, einer Außenstelle der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen. Schloss Weilburg, eindrucksvoll auf einem Bergsporn hoch über der Lahn gelegen, geht auf eine mittelalterliche Burg
aus dem 10. Mit der Erbteilung des Hauses Nassau im Jahr 1255 gehörte Weilburg fortan zur walramschen Linie. Infolge weiterer Teilungen und Wiedervereinigungen des Grafenhauses wurde Weilburg schließlich Residenzstadt. Dies machte den Umbau der Burg zu einem repräsentativen Schloss erforderlich. von Nassau-Weilburg zunächst eine Vierflügelanlage im Renaissancestil errichten. Die Arbeiten wurden zunächst unter seinem Nachfolger Albrecht und dann noch einmal ab 1661 unter Graf Friedrich fortgesetzt. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts veranlasste Graf Johann Ernst die Erweiterung des Schlosses zu einer barocken Residenz mit zahlreichen Nebengebäuden, einer Kirche und einem repräsentativen Garten. Ein längerer Aufenthalt am Hof von Versailles während seiner Kavalierstour hatte ihn zu dieser Umgestaltung inspiriert, die auch die Stadt selbst umfasste. Mit zahlreichen infrasturekturellen Modernisierungen verwandelte er Weilburg von einem mittelalterlichen Dorf in eine barocke Residenzstadt. Die ganze Stadt war zu seiner Zeit eine große Baustelle. In keiner Epoche der Stadtgeschichte erlebte Weilburg so entscheidende städtebauliche Veränderungen, wie während der Regierungszeit Graf Johann Ernsts - sie sind bis heute in der Altstadt sichtbar. Zwar verlegte Karl August von Nassau-Weilburg, der seit 1737 den Fürstentitel führte, die Residenz nach Kirchheim - Bolanden, doch war das Weilburger Schloss weiterhin Regierungssitz. Nach der Vereinigung der letzten beiden Linien zum Herzogtum Nassau im Jahr 1806 blieb das Schloss auch nach der Eingliederung durch Preußen in Familienbesitz und gehörte dadurch bis zum Rückkauf 1935 durch den preußischen Staat dem Großherzog von Luxemburg. Noch heute vermitteln die reich ausgestatteten Innenräume des Schlosses den Glanz der Zeit um die Wende des 17./18. Jahrhundert und die höfische Lebensart des Barock. Seit Herbst 2020 informiert die Dauerausstellung “l’esprit baroque im Schloss Weilburg” mit Bildern, Objekten und Faksimiles über die Biographie und die Aktivitäten des Grafen. Ein besonderer Augenschmaus ist die barocke Gartenanlage über mehrere Terrassen. Ein geometrisch gestalteter Garten war integraler Bestandteil einer barocken Schlossanlage. Zum Garten gehörten damals wie heute wesentlich Orangerien, in denen südländische Kübelpflanzen, wie Zitrus-, Granatäpfel- und Feigenbäume überwinterten. In Mode kam während des Barock auch der Obstanbau an Spalieren. Darunter auch der „Weilburger Apfel“ - eine Apfelsorte, die im Barock rund um Weilburg weit verbreitet war. Sie wurde erst Anfang dieses Jahrhunderts wiederentdeckt und wird jetzt wieder gezüchtet. Der Garten ist ganzjährig bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet und frei zugänglich. Die musealen Räume des Schlosses und die Obere Orangerie können ganzjährig von Dienstag bis Sonntag mit einer Führung besichtigt werden. Ein besonderer Höhepunkt im Sommer sind die Weilburger Schlosskonzerte.