04/04/2020
Wie auch schon in der Weida-Gruppe gepostet, hier die Klarstellung zum Großeinsatz der Feuerwehr heute bei uns:
Um mal hier den Sachverhalt auf direktem Weg darzustellen, denn ich war schon vor dem Eintreffen des Notarztes vor Ort und die Darstellung der Medien ist nicht ganz korrekt.
Erst einmal ein Dank an unser scheinbar gut funktionierendes Rettungssystem. Es war innerhalb kurzer Zeit ein Großaufgebot an Feuerwehr und Rettungswagen vor Ort. Wahnsinn.
Nun zum Sachverhalt.
Eine schwer kranke Bewohnerin unseres Betreuten Wohnens hatte auf Grund ihrer langjährigen Erkrankung den Notarzt gerufen. Dieser kam mit seinen 2 Rettungssanitätern ins Haus und im Foyer, neben der offen stehenden Tür in den Keller meldete ein Gerät, welches zu seiner Ausrüstung gehört, einen erhöhten CO Wert der Luft. 42ppm, welche ich selbst gesehen habe, wurden angezeigt. Ppm steht für parts per Million und bedeutet 42 auf 1 Millionen Teile. Da wird in der OTZ geschrieben, die Luft hatte einen Anteil von 30-49% an CO. So ein Quatsch. CO ist lebensgefährlich und geruchlos, keine Frage. Dieser Sachverhalt hatte aber auch gar nichts mit dem Ruf nach dem Notarzt zu tun. Dieser Notarzt rief umgehend die Feuerwehr und weigerte sich ins Haus zur Patientin zu gehen. Der Hinweis auf einen separat abgetrennten Rettungsweg direkt zur Patientin, wurde hysterisch abgewählt. Die Feuerwehr führte ebenfalls Messungen durch und bestätigten die Werte des Arztes. Anschließend wurde das Haus gelüftet und jeder einzelne Bewohner, welche alle in der Zwischenzeit in unseren separaten Gemeinschaftsräumen, ehemalige Gaststätte, gebracht wurden sollte ins Krankenhaus Gera zu einem Bluttest. Ich intervenierte bei Herrn Schettler, dem Einsatzleiter und dem Notarzt, ob denn die Tests nicht vor Ort durchgeführt werden könnten, um die Bewohner nicht einem Risiko des Ansteckens mit Corona im SRH oder auf den Wegen auszusetzen. Das wurde abgelehnt mit der Begründung, es wäre nicht möglich. 30 Minuten später war es dann möglich und alle wurden unkompliziert vor Ort getestet und ein Wert von 0 festgestellt. Also zum Glück alles gut. 2 Bewohner konnten vor Ort auf Grund von kalten Händen nicht gemessen werden und eben kam die Rückmeldung von denen, auch alles gut.
Nach ca. 30 Minuten lüften des Hauses bin ich selbst mit einem Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Weida durch das komplette Haus bis in den Heizungskeller gegangen und haben eine neue Messung durchgeführt. Ergebnis war überall 0.
Das heißt die Medien, ob MDR oder OTZ, berichteten von Sachverhalten, die einfach unwahr sind und nur wieder der Vermehrung der kritischen Hinterfragung der Berichterstattung dienen.
Ursache: wir nehmen an, das unser Blockheizkraftwerk, welches unabhängig von der Heizung für eine Grundwärmeversorgung im Haus sorgt und gleichzeitig im Zeitalter der Einergiewende, Strom für uns herstellt, die Ursache war. Diese s BHKW wurde am 10.01.20 von der Installationsfirma aus Baden-Württemberg letztmalig gewartet und die nächste Wartung ist bereits angemeldet und sollte letzte Woche stattfinden. Auf Grund der Corona-Problematik ist dieser auf nächste Woche verschoben worden. Es ist auf jeden Fall jetzt erst einmal deaktiviert worden und mal schauen, was die Firma dazu sagen wird.
Da auf Grund des Schutzes unserer Bewohner gegen Corona momentan alle Zugänge bei uns verschlossen wurden, also nur noch Berechtigte rein und raus kommen, wurde logischerweise schlecht gelüftet. Der Sachverhalt, dass die Kellertür zum laufenden BHKW offen stand und genau dort der Melder piepte, könnte Schlimmeres verhindert haben.
Schade ist nur, dass in der Situation strikt nach Plan vorgegangen wurde und keine Risikoabwägung stattfand. Was wäre gewesen, wenn die Bewohnerin nicht rechtzeitig wegen ihrer schweren schon lange anhaltenden Erkrankung behandelt worden wäre oder wenn einer aus der Klinik Corona mit ins Haus gebracht hätte?
Ich weiß nicht, ob Herr Schettler die Angaben gegenüber den Medien so getroffen hat und wenn ja warum?
Fakt ist, es wurde nicht ein Bewohner vergiftet, alle sind wohlauf und wir freuen uns in der heutigen Zeit, dass unser Rettungsdienst so schnell reagiert. Danke an Alle.