14/02/2025
Freiwillige Feuerwehren der Gemeinden Dürrwangen und Langfurth gegen die Schließung der Krankenhäuser Dinkelsbühl und Rothenburg
Wir als Freiwillige Feuerwehr werden immer häufiger zu First Responder Einsätzen gerufen, um die medizinische Erstversorgung von Patienten zu übernehmen. Dabei sind wir an eine Hilfsfrist von 10 Minuten gebunden - doch der Rettungsdienst trifft oft erst 15 bis 20 Minuten später ein. In dieser kritischen Zeit sind wir diejenigen, die um das Leben der Betroffenen kämpfen.
Nach der Ubergabe an den Rettungsdienst beginnt das nächste Problem: Die Suche nach einem aufnahmebereiten Krankenhaus kann bis zu 15 Minuten dauern, da durch die geplanten Schließungen immer weniger Kliniken zur Verfügung stehen. Und dann?
Müssen die Rettungskräfte im schlimmsten Fall bis zu
45 Minuten Fahrtzeit einplanen.
Bei Herz-Kreislauf-Notfällen, bei denen jede Sekunde zahlt, ist das ein untragbarer Zustand. Wir als Feuerwehr tun alles, was in unserer Macht steht, um Leben zu retten - aber wenn unsere Patienten den Transport nicht überleben, weil der nächste Notfallversorger zu weit entfernt ist, ist das nicht hinnehmbar!
Deshalb sagen wir ganz klar: Die Schließung der Krankenhäuser in Dinkelsbühl und Rothenburg darf nicht umgesetzt werden! Die Notfallversorgung darf nicht wirtschaftlichen Interessen geopfert werden - es geht um Menschenleben!
Wir fordern eine Gesundheitsversorgung, die sich an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert - und nicht an Zahlen auf dem Papier!