Regionalforstamt Soest-Sauerland

Regionalforstamt Soest-Sauerland Unser Forstamt ist zuständig für den Kreis Soest und den nördlichen Hochsauerlandkreis in NRW
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15/06/2026

Liebe oder Rivalität??

Zwei Blindschleichen im wilden Ringeln! Es könnte sich um einen Paarungsakt mit Biss handeln, oder um eine Auseinandersetzung. Genau wissen wir es nicht. Was meint ihr?

Vielen Dank an Thomas Sprehe für das tolle Video! :)

Waldbild der Woche! 🌳Vielen Dank an Ulf Holzheuer für das schöne Foto vom Braunen Waldvogel! :)Über weitere Fotos zum Th...
13/06/2026

Waldbild der Woche! 🌳

Vielen Dank an Ulf Holzheuer für das schöne Foto vom Braunen Waldvogel! :)

Über weitere Fotos zum Thema Wald/Natur würden wir uns freuen. Bitte per E-Mail an: [email protected]

Nostoc commune – ein erstaunlicher Überlebenskünstler der Natur!Wer nach einem Regenschauer auf Wiesen, Wegen oder zwisc...
12/06/2026

Nostoc commune – ein erstaunlicher Überlebenskünstler der Natur!

Wer nach einem Regenschauer auf Wiesen, Wegen oder zwischen Steinen eine dunkelgrüne, gallertartige Masse entdeckt, hat möglicherweise "Nostoc commune" gefunden. Obwohl es oft für eine Alge gehalten wird, handelt es sich tatsächlich um ein Cyanobakterium, das zu den ältesten Lebensformen der Erde gehört.

Nostoc commune besitzt eine außergewöhnliche Fähigkeit: Es kann lange Trockenperioden nahezu unbeschadet überstehen. In ausgetrocknetem Zustand wirkt es unscheinbar und schrumpft stark zusammen. Sobald jedoch Regen fällt, nimmt es Wasser auf und verwandelt sich innerhalb kurzer Zeit wieder in seine typische gallertartige Form. Besonders interessant ist seine ökologische Bedeutung. Nostoc betreibt Photosynthese und trägt damit zur Sauerstoffproduktion bei. Zudem kann es Stickstoff aus der Luft binden und so die Bodenfruchtbarkeit verbessern. Dadurch spielt es in vielen natürlichen Lebensräumen eine wichtige Rolle.

Die Art kommt weltweit vor – von gemäßigten Regionen bis hin zu extremen Standorten in Wüsten und Polarregionen. Ihre Fähigkeit, Trockenheit, UV-Strahlung und andere Umweltbelastungen zu überstehen, macht sie zu einem faszinierenden Forschungsobjekt. Wer also beim nächsten Spaziergang auf einen scheinbar rätselhaften „grünen Schleim“ stößt, blickt möglicherweise auf einen Organismus, dessen Vorfahren bereits existierten, lange bevor die ersten Pflanzen das Land besiedelten.

Foto: B. Seidel-Georg (vielen Dank! 😊)

Auch in diesem Jahr findet wieder ein Verwaltungsaustausch zwischen der Republik Ghana und der Staatskanzlei Nordrhein-W...
11/06/2026

Auch in diesem Jahr findet wieder ein Verwaltungsaustausch zwischen der Republik Ghana und der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen statt. Organisiert wird das Programm vom World University Service (WUS).

Ich (Christoph) habe mich Anfang des Jahres für diesen Austausch beworben und freue mich sehr, dass ich ausgewählt wurde. In den kommenden Tagen möchte ich euch hier ein paar Einblicke in das Projekt geben.

Der Austausch bringt insgesamt 8 Teilnehmende aus verschiedenen Ministerien in Ghana und 8 Teilnehmende aus unterschiedlichen Verwaltungen und Ministerien in NRW zusammen. Jeweils eine Person aus Ghana und eine Person aus NRW bilden dabei ein Tandem mit vergleichbarem fachlichem Hintergrund.

Ich bin in den nächsten Tagen gemeinsam mit meinem Tandempartner David Kayang in den Wäldern Nordrhein-Westfalens unterwegs, um die Besonderheiten der hiesigen Forstwirtschaft zu zeigen. Im Gegenzug werde ich im November die Wälder in Ghana besuchen.

Ziel des Programms ist es, die unterschiedlichen Verwaltungsstrukturen besser zu verstehen und voneinander zu lernen, insbesondere, welche Ansätze und Lösungen sich gegenseitig übertragen lassen.

Weitere Themen der anderen Tandems sind unter anderem:
- Mobilität und Transport, insbesondere Elektromobilität
- Lebensmittel-, Kosmetik- und Bedarfsgegenständeüberwachung
- Bildung als Schlüssel zur Entwicklung einer Gesellschaft
- Verwaltungsmanagement im Umgang mit Migration
- Nachhaltige Stadtentwicklung
- Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung
- Schulen und Bildung mit Blick auf Digitalisierung

Ich freue mich auf die kommenden Tage und den Austausch!

Die "Vorratskammer" des Neuntöters (Lanius collurio)Ein spannender Fund aus der heimischen Natur: Auf einem Dorn aufgesp...
10/06/2026

Die "Vorratskammer" des Neuntöters (Lanius collurio)

Ein spannender Fund aus der heimischen Natur: Auf einem Dorn aufgespießt hängt ein kleiner Vogel – kopflos. Für viele sicher ein ungewohnter oder sogar schockierender Anblick. Für den Neuntöter hingegen ist das ganz normales Verhalten.

Der Neuntöter gehört zur Familie der Würger und ist trotz seiner geringen Größe ein erstaunlich geschickter Jäger. Neben Insekten stehen auch Mäuse, Eidechsen und gelegentlich kleinere Vögel auf seinem Speiseplan. Beute, die nicht sofort gefressen wird, spießt er häufig auf Dornen oder spitze Zweige auf. So legt er sich gewissermaßen einen Vorrat an und kann größere Beutetiere leichter zerlegen.

Das heutige Foto zeigt genau diese besondere Strategie. Was zunächst grausam wirken mag, ist in Wirklichkeit ein faszinierendes Beispiel dafür, wie perfekt Tiere an ihre Umwelt angepasst sind. Da dem Neuntöter die kräftigen Greiffüße eines Greifvogels fehlen, nutzt er Dornenhecken einfach als natürliche Speisekammer und „Werkzeugbank“.

Der Neuntöter fühlt sich vor allem in abwechslungsreichen Landschaften mit Hecken, Gebüschen und artenreichen Wiesen wohl. Wo er vorkommt, profitieren meist auch viele andere Tier- und Pflanzenarten von den guten Lebensbedingungen.

Solche Beobachtungen zeigen einmal mehr: Natur ist nicht nur schön und idyllisch, sondern auch geprägt von Jagd, Überleben und erstaunlichen Anpassungen. Gerade diese oft verborgenen Verhaltensweisen machen unsere heimische Vogelwelt so spannend.

Vielen Dank an unseren Kollegen Johannes Pape für das Foto! :)

Vogelnestwurz - die außergewöhnliche Orchidee im Wald Auch wenn sie auf den ersten Blick eher unscheinbar wirkt, gehört ...
09/06/2026

Vogelnestwurz - die außergewöhnliche Orchidee im Wald

Auch wenn sie auf den ersten Blick eher unscheinbar wirkt, gehört die Vogelnestwurz tatsächlich zur Familie der Orchideen. Besonders faszinierend: Sie betreibt kaum Photosynthese, denn sie besitzt fast kein Chlorophyll.

Anders als häufig behauptet, ist sie jedoch kein reiner Schmarotzer. Zum Leben benötigt sie vor allem Kohlenstoff. Diesen erhält sie über einen Pilz, der in Symbiose mit verschiedenen Laubbäumen lebt.

Das Pilzgeflecht verbindet die Wurzeln der Bäume mit denen der Vogelnestwurz und dient so als Vermittler zwischen Baum und Pflanze. Der Baum scheint keinen direkten Nutzen von der Vogelnestwurz zu haben, doch der Pilz profitiert offenbar von dieser Verbindung und unterstützt wiederum den Baum bei der Wasseraufnahme. Eine spannende und raffinierte Dreiecksbeziehung der Natur.

Die blattgrünlose Orchidee kommt fast überall in Europa vor. Ihren Namen verdankt sie ihrem Wurzelstock, der an ein Vogelnest erinnert. Sie kann bis zu 35 cm hoch werden und bevorzugt halbschattige bis schattige Wälder. Ihre Blütezeit reicht von Mai bis Juli.

Wer „spinnt“ denn da?Diese auffälligen, silbrig glänzenden Gespinste an Bäumen und Sträuchern stammen von der Gespinstmo...
08/06/2026

Wer „spinnt“ denn da?

Diese auffälligen, silbrig glänzenden Gespinste an Bäumen und Sträuchern stammen von der Gespinstmotte bzw. ihren Raupen. Im späten Frühjahr sorgen sie häufig für einen ungewohnten Anblick: Ganze Äste oder sogar komplette Sträucher wirken wie eingesponnen und werden von den Raupen teilweise kahlgefressen.

Wer die Gespinste genauer betrachtet, kann darin zahlreiche kleine Raupen sowie ihre Kotkügelchen entdecken. Die dichten Netze dienen den Raupen als Schutz vor Fressfeinden wie Vö**ln und bieten ihnen gleichzeitig einen gewissen Schutz vor Wind und Wetter.

Sobald die Raupen ausgewachsen sind, verlassen sie ihre Gespinste und wandern zum Stammfuß, um sich dort zu verpuppen. Im Juli schlüpfen schließlich die fertigen Falter.

Immer wieder werden die Gespinste der Gespinstmotte mit den Nestern des Eichenprozessionsspinners verwechselt. Anders als dessen Raupen und Nester sind die Raupen und Gespinste der Gespinstmotte jedoch völlig harmlos und stellen keine Gefahr für Mensch oder Tier dar.

Waldbild der Woche!🌳Vielen Dank an Brigitte Roßbach für das schöne Foto! :)Über weitere Fotos zum Thema Wald/Natur würde...
06/06/2026

Waldbild der Woche!🌳

Vielen Dank an Brigitte Roßbach für das schöne Foto! :)

Über weitere Fotos zum Thema Wald/Natur würden wir uns freuen. Bitte per E-Mail an: [email protected]

GinsterDer Ginster ist eine hübsche, auffällige Pflanze, die sowohl in unseren Wäldern als auch in vielen Gärten zu find...
05/06/2026

Ginster

Der Ginster ist eine hübsche, auffällige Pflanze, die sowohl in unseren Wäldern als auch in vielen Gärten zu finden ist. Er gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler und umfasst rund 90 Unterarten. Sein Verbreitungsgebiet reicht von ganz Europa über Nordafrika bis nach West- und Mittelasien.

Besonders wohl fühlt sich der Ginster an sonnigen, warmen Standorten mit nährstoffarmen, sandigen und gut durchlässigen Böden. Staunässe verträgt er dagegen überhaupt nicht. Dabei gilt: Je mehr Sonne die Pflanze bekommt, desto üppiger fällt die Blüte aus. ☀️🙂

Durch die Borkenkäferkalamität entstanden in den vergangenen Jahren viele Kahlflächen im Wald. Auch wenn viele dieser Flächen inzwischen wieder aufgeforstet wurden, kann man dort aktuell große, leuchtend gelbe Ginsterbestände bewundern. Das sieht nicht nur schön aus, sondern bringt auch Vorteile für den Waldboden mit sich: Ginster ist ein sogenannter Stickstoffsammler. Mithilfe von Knöllchenbakterien an seinen Wurzeln bindet er Stickstoff aus der Luft und reichert damit den Boden auf natürliche Weise an.

Auch in der Naturheilkunde findet Ginster Verwendung. Ihm werden unter anderem harntreibende Eigenschaften zugeschrieben. Zudem wird er traditionell zur Unterstützung bei Kreislaufbeschwerden und zur Förderung von Wehen eingesetzt. Da Zweige und Blätter leicht giftig sind, sollte Ginster jedoch nur in Form von Fertigpräparaten angewendet werden. Die Blüten werden dagegen häufig Teemischungen beigemischt.

Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende! :)

Foto: B. Henke (vielen Dank! 😊)

Ein Nashorn im Wald! 🌳🦏4–8 cm groß, 5–10 Gramm schwer und mit beeindruckender Ausrüstung: Der Nashornkäfer lebt in Europ...
03/06/2026

Ein Nashorn im Wald! 🌳🦏

4–8 cm groß, 5–10 Gramm schwer und mit beeindruckender Ausrüstung: Der Nashornkäfer lebt in Europa, Asien und Nordafrika, aber man sieht ihn selten. Warum? Ganz klar: Er ist ein Nachtmensch. Tagsüber ist er meistens im Energiesparmodus, nachts auf Achse.

Besonders wichtig: Das berühmte Horn tragen nur die Herren der Schöpfung. Und nein, nicht als modisches Accessoire, damit werden Rivalen im Kampf um die große Liebe oder ums Buffet auf Abstand gehalten. Seine romantische Seite zeigt der Nashornkäfer übrigens nur für ein paar Wochen im Jahr: Ende Mai bis Mitte Juni beginnt die große „Käfer-Dating-Saison“. 💕

Falls ihr beim Umsetzen eines Komposthaufens plötzlich auf fingerdicke, bis zu 10 cm lange Larven stoßt: das sind Nashornkäfer-Babys, die sich gemütliche fünf Jahre Zeit lassen, um erwachsen zu werden.

Vielen Dank an Sven Förtsch für das tolle Foto! :)

Adresse

Franz-Hegemann-Straße 23, Gebäude 29
Warstein
59581

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