DCB Parteiunabhängige, freie Vereinigung kommunalpolitisch interessierter und engagierter Bürger

05/04/2025

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Bleibt kritisch, aber zuversichtlich 😉🤞

07/03/2024

Gemeinsam gestärkt in die Zukunft gehen
Zusammenschluss: CDU und DCB nach 25 Jahren wieder vereint

Walldürn. Die Stadträte und Kandidaten der Demokratisch Christlichen Bür- ger (DCB) schließen sich nach mehr als 20 Jahren der Trennung wieder der CDU an. Bei der kommenden Gemeinderatswahl am 9. Juni werden die Kan- didaten wieder gemeinsam auf der Liste der CDU antreten. „Gemeinsam sind wir stärker und können unsere Kompetenzen bündeln“ stellte der DCB- Fraktionsvorsitzende Markus Ackermann fest.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Fabian Berger pflichtete seinem Ratskollegen bei und ergänzte „Alles hat seine Zeit, jetzt gehen wir wieder gemeinsam in die Zukunft, um eine starke Politik für Walldürn zu machen“, heißt es in ei- nem gemeinsamen Pressebericht der DCB- und CDU-Fraktionen des Wall- dürner Gemeinderates.
In den vergangenen Jahren habe man im Gemeinderat konstruktiv zusam- mengearbeitet. Daran anknüpfend habe man nach intensiven Gesprächen beschlossen, sich wieder zu vereinen. Zusammen könne man mehr errei- chen. Auch inhaltlich gäbe es viele Gemeinsamkeiten. Für eine starke Wirt- schaft, die Unterstützung der zahlreichen Ehrenamtlichen, die Förderung unserer Kindergarten- und Schullandschaft sowie eine solide Haushaltsführung machten sich beide Fraktionen in der Vergangenheit stark und werden diesen Weg auch weiterverfolgen.
Man wolle eine transparente Politik machen, die nah am Bürger ist und von der alle Walldürner profitieren – für sämtliche Generationen, für Kernstadt und Ortsteile gleichermaßen. Das Ziel Walldürn auch in Zukunft für alle liebens- und lebenswert zu entwickeln hat die Verantwortlichen nach inten- siven Gesprächen darin bestärkt, sich wieder zu vereinen und die Kräfte zu bündeln.
Die Beteiligten sind sich einig, dass man in den Zielsetzungen und Ansätzen in fast allen Bereichen auf einer Linie ist, daher wäre dies der richtige Schritt, um Politik im Interesse der Bürgerinnen und Bürger umzusetzen. Darüber hinaus könne man so das konservativ-bürgerliche Lager im Gemeinderat bestmöglich von rechten Parteien abgrenzen, die anstelle eines inhaltlich-konstruktiven Beitrags lieber durch Abwesenheit bei den Sitzungen auffallen.

Interne Streitigkeiten hatten damals zur Abspaltung einiger Stadträte und zur Gründung der DCB-Fraktion geführt. Durch eine zu starre Einforderung von Fraktionsdisziplin sahen einige die Unabhängigkeit des eigenen Man- dats in Gefahr und beschlossen daraufhin neue Wege zu gehen. Die Zeiten haben sich geändert. Heute sind neue Personen in der Verantwortung und die kommunalpolitische Arbeit hat sich weiterentwickelt. Die Unabhängig- keit einzelner Gemeinderäte bleibt gewahrt, da es auch bei der CDU keinerlei Fraktionszwang gibt, was auch der Blick auf zahlreiche Abstimmungen zeigt. Dass alle Fraktionsmitglieder einer Meinung sind, ist selten der Fall. Gerade die hieraus entstehende, kritische und konstruktive Diskussion führt letzt- endlich zur besten Lösung. Für die laufende Legislaturperiode wird diese Entscheidung nichts ändern. Die gewählten DCB-Gemeinderäte setzen ihre Arbeit entsprechend dem Wählerwillen bis zur neuen Amtszeit des Gemein- derates uneingeschränkt fort.

09/12/2023

Bericht über DCB-Fraktionssitzung in der Gaststätte der Tennishalle

Die DCB-Mitglieder trafen sich zu einer außerordentlichen Fraktionssitzung in der Gaststätte der Tennishalle. Auf Grund der wichtigen Tagesordnungspunkte konnte der Fraktionssprecher Markus Ackermann außer DCB-Mitgliedern auch einige interessierte Bürger willkommen heißen. Für die anstehenden Beratungen und Entscheidungen im Gemeinderat und den Ausschüssen galt es zu informieren. Dabei setzte man sich sehr intensiv mit der überaus problematischen baulichen Situation des Heimatmuseums ebenso auseinander wie mit der Situation der Hauptstraße insgesamt. Um die städtebauliche Entwicklung künftig effizienter zu fördern und bessere Gestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen wurde erneut die Möglichkeit einer städtischen Baugesellschaft diskutiert. Ein diesbezüglicher Prüfantrag wurde in der Vergangenheit immer wieder vergeblich an den Bürgermeister herangetragen.
Größerer Diskussionsbedarf war dann bei der Frage der neuen Welle von unterzubringenden Asylbewerbern gegeben. Besonderes kritisiert wurde, dass die auf Bundesebene nicht gelöste Flüchtlingsproblematik einfach über die Länder und Kreise auf die Gemeinden abgewälzt wird. Obwohl die Stadt an ihrer Aufnahmekapazitätsgrenze angelangt ist, muss sie verpflichtend laufend weitere Flüchtlinge aufnehmen und ist daher gezwungen dringend weitere neue Unterkünfte bereit zu stellen. Man erwartet, dass die hierfür verschiedenen baulichen Investitionen einen Millionenbetrag erfordern werden.
Ein weiterer Schwerpunkt bildete die Diskussion über die Fortschreibung des Regionalplanes und der damit zusammenhängenden neuen Ausweisung von Windkraftflächen. Dabei waren sich die Teilnehmer einig, dass der ländliche Raum erneut die Hauptlast zu tragen hat, ohne dass hierfür adäquate Ausgleichsleistungen durch das Land erfolgen. Der große Flächenbedarf für Vorrangflächen der für die Windkraft und PV-Anlagen zur Verfügung gestellt werden muss und gleichzeitig die Problematik des Abstandes zur Wohnbebauung wurde äußerst kritisch und ablehnend diskutiert. Auch die enorm steigenden Pachtzahlungen der Betreiber von Windrädern an die Grundstückseigentümer wurden kritisch hinterfragt. Einerseits können sich die privaten und kommunalen Verpächter der Grundstücke über saftige Einnahmen freuen, andererseits zahlen aber alle Verbrauch die Zeche über die Stromgebühren.
Schließlich befasste man sich noch mit der Vorbereitung den im kommenden Jahr anstehenden Wahlen zum Gemeinderat und Kreistag. Um die DCB-Mannschaft zu verstärken möchte man weitere kommunalpolitisch Interessierte zur Mitarbeit gewinnen. Hierzu wurde der einvernehmliche Beschluss formuliert unabhängige Kandidatinnen und Kandidaten die Ideen und Gestaltungswillen für unser Gemeinwesen haben zur Mitarbeit einzuladen. Alle DCB-Gemeinderäte- und Mitglieder können jederzeit gerne angesprochen werden.

02/02/2022

Auszug aus der Stellungnahme der DCB-Fraktion zum Haushalt 2022

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
verehrte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

auch die DCB-Fraktion möchte einige Anmerkungen zum
HH-Plan 2022 anfügen. Aus zeitökonomischen Gründen und um Wiederholungen zu vermeiden verzichten wir aber heute auf eine detaillierte Kostenanalyse und beschränken uns auf wenige Bemerkungen zu einigen Entwicklungen und Bereichen ohne jedoch die übrigen HH-Positionen als weniger wichtig einzustufen. Vielmehr werden wir alle HH-Ansätze und das daraus resultierende Verwaltungshandeln weiterhin das Jahr über genau im Auge behalten, und auch jeweils unsere Vorbehalte, trotz möglicher Grundsatzbeschlüsse, zum Ausdruck bringen.
Unser 2022-iger HH startet erfreulicherweise ohne Corona bedingte Altlasten des vergangenen Jahres. Bund und Land haben die Städte und Kreise durch eine nicht geahnte Geldflut abgefedert.
Dass dies aber ein Wechsel auf die kommenden Jahre ist wird geflissentlich übersehen.
Trotzdem liegt uns heute ein HH-Plan vor, der zeigt, dass wir, wie in den Vorjahren auch, stetig über unseren Verhältnissen leben und auch im Jahr 2022 mit einem Verlust im Ergebnishaushalt von über 17 Mio € abschließen werden.
Deshalb richten wir erneut unseren jährlicher Appell an den Bürgermeister, verbunden mit der Frage, wann es gelingt, uns einen ausgeglichenen Haushalt vor zu legen.
Dies ist kein willkürlicher Einfall der DCB, sondern ein von Gesetzgeber postuliertes Gebot, wonach der Resscourcenverbrauch (Aufwendungen) durch das Ressourcenaufkommen (Erträge) gedeckt werden soll.
Nachdem diese Forderung des Gesetzgebers nicht erfüllt ist wird der HH nur noch auf Grund der noch vorhandenen Liquidität durch die Aufsichtsbehörde genehmigt werden können.

Unabhängig vom Ausgabeverhalten muss aber auch fairerweise gesagt werden, dass sich die Haushaltssystematik in diesem Jahr ganz besonders bemerkbar macht.
So fehlen z.B. Einnahmen aus Zuweisungen auf Grund mangelnder Steuerkraft oder dem Umsatzsteueranteil. Gleichzeitig waren höhere Umlagen z.B. bei der FAG-Umlage oder der Kreisumlage fällig.
Bei der Finanzierung des Kreises muss Walldürn allein ca. 9 Mio € aufbringen. Zum Vergleich Buchen 7,7 Mio und Mosbach 11 Mio. Pro Einwohner bedeutet das aber, dass wir mit 767 € den 1. Zahlmeisterplatz einnehmen. Weit abgeschlagen Mosbach mit 474 und Buchen mit 433. Wir erwähnen dies hier um unserem Bürgermeister den Rücken zu stärken und ihn zu Selbstbewusstsein zu ermuntern wenn es um die Etablierung von Kreiseinrichtungen und Unterstützungen für unsere Stadt geht. Mit einem gewissen Unverständnis haben wir noch die schwierigen Verhandlungen über die Errichtung der Atemschutzübungsanlage in Erinnerung.

Auf der Einnahmenseite können wir wieder auf eine bis heute immer sichere Stütze durch unsere Stadtwerke bauen. Wieder gelang es der Geschäftsleitung gemeinsam mit dem qualifizierten gesamten Team ein überaus positives Ergebnis zu erzielen um dem Stadt-HH insgesamt 1,145 Mio € zuführen zu können. Für diesen Einsatz mit diesem Ergebnis allen die dazu beigetragen haben unser ganz besonderer Dank.
Dagegen scheinen wir uns in der Forstwirtschaft an Nullsummenergebnisse gewöhnen zu müssen. Waren es in den vergangenen Jahren Sturmschäden und in deren Folge dann starker Käferbefall, kommen jetzt noch Dürre und Weltmarkteinflüsse hinzu die die Ergebnisse verhageln. Für Walldürn als großer Waldbesitzer besonders schmerzlich. Mit dem Rückgang der Wirtschaftlichkeit muss daher nunmehr die Funktion und Bedeutung des Waldes als Erholungs-, Freizeit und Umweltschutzfaktor in den Vordergrund treten. Das bedeutet eine stärkere Einbeziehung, Ausdehnung und Vermarktung im Rahmen des Fremdenverkehrs. Gleichzeitig aber auch die zusätzliche Einforderung finanzieller Unterstützung durch Bund und Land, ein erster Ansatz ist ja die Bundeswaldprämie, da der Erhalt des Waldes eine überlebenswichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe darstellt.
Allen unseren Forstbediensteten danken wir für ihre nicht immer leichte Arbeit und wissen unseren Wald bei Ihnen in guten Händen.

Auch im Bereich unseres GVV sehen wir Handlungsbedarf und erwarten durch das in Auftrag gegebene Gutachten, das leider sehr lange auf sich warten läßt, auch Erkenntnisse zur Beurteilung des Tätigkeitsumfanges und der Effizienz dieser unteren Verwaltungsbehörde.
Bei einer Verwaltungsbehörde sind naturgemäß die Personalkosten auf der Ausgabenseite eine dominante Größe. Den Fokus hier aber ausschließlich auf Kosteneinsparung zu richten wäre allerdings zu kurz gedacht. Wir müssen immer dafür sorgen, dass sowohl für den Umfang als auch für die Anforderungen der zu erbringenden Arbeiten eine qualifizierte und engagierte Belegschaft an Bord ist. Personalplanung hat sich deshalb primär an Effizienzerhöhung der eigentlichen Verwaltungs- und Leistungserbringung zu orientieren. Dies würde sowohl bei den Mitarbeitern mehr Arbeitszufriedenheit, als auch bei den Bürgern mehr Anerkennung und Einsicht schaffen. Mediale Präsentation, auch wenn sie noch so gut ist, ersetzt nicht die primäre und qualifizierte Verwaltungssacharbeit.
Auf dem richtigen Weg sehen wir die Verwaltungsorganisation und alle Bereiche die sie betreut im Bereich der sukzessiven Umgestaltung und Anpassung an die sich verändernde digitale Umwelt. Wichtig dabei ist aber, die Menschen auf diesem Wege nicht zu vergessen und sie dabei mit zu nehmen. Gleichzeitig wird es in Zukunft notwendig, auch ein stärkeres Augenmerk auf die Ausgabenseite dieses Bereiches zu legen, der heute bereits über
550.000 € verursacht.
Weitere große Ausgabeströme fließen in unsere Kindergärten, Sportstätten und Schulen sowie in die Straßen- und Gebäudeunterhaltungen – und Sanierungen. Wir erhalten und schaffen damit eine lebenswerte Infrastruktur für Kinder, Familien, Senioren und alle Menschen unserer Stadt. Deshalb befürworten wir ausdrücklich die laufenden Ausgaben und Investitionen in diesen Bereichen, die nicht zuletzt auch unter sicherheitstechnischen- und Substanzerhaltungsgesichtspunkten notwendig ja zwingend geboten sind.
Dass wir es gemeinsam geschafft haben die Vereinsförderung zu ertüchtigen und auf ein anderes Niveau zu heben erfreut uns ganz besonders. Die städtischen Investitionsbemühungen werden sichtbar durch die finanzielle Förderung der Vereine und die Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements ergänzt.
Für die weitere Entwicklung unserer Stadt ist es unerlässlich, vorausschauend, bei sich bietender Gelegenheit, Immobilien und Grundstücke zu erwerben und zu erschließen. Wir befürworten ein solches städtisches Engagement in der Kernstadt und den Ortsteilen ausdrücklich, vermissen aber zuweilen das notwendige vorausschauende, planmäßige und professionelle Handeln. Wir erinnern deshalb an unseren jahrelangen Vorschlag die Initiierung einer städtischen Bau- und Grundstücksgesellschaft zu prüfen.
Nach der bald endgültig fertigen Sanierung der Unteren- und Teilen der Oberen Vorstadtstraße sowie Teilen der Kolping Straße steht uns der eigentliche Härtetest und mögliche Lockdown bei der durch Bauarbeiten bedingten langfristigen Schließung der Hauptstraße bevor. Hier fordern wir kreative und unvoreingenommene Lösungen damit das Ende des Prozesses nicht auch das Ende der dort ansässigen Geschäftswelt bedeutet.
Zahlreiche weitere kostenintensive Maßnahmen sind in Durchführung, Vorbereitung und Planung.
Seien es für die Feuerwehr, die Sanierung des Rathauses, des Schlosses, der Schulen, für den Ausbau unseres Geriatriezentrums, für Geländeerwerb, Erschließung und Quartiersanierung, oder Abwassermaßnahmen um nur einige wenige weitere Beispiele heraus zu greifen.
Hinzu kommen noch erhebliche Mittel für Restzahlungen für bereits fertig gestellte Maßnahmen, dabei nicht nur für die neue Turnhalle in der Keimstraße und den Kindergarten St. Martin.
Alles notwendig und wichtig. Angesichts dieser Fülle von Aufgaben sieht die Verwaltung in Übereinstimmung mit dem ATU die Notwendigkeit der Priorisierungspflicht der Maßnahmen. Sie schreibt in der Vorlage zur HH-Einbringung: „Pflichtaufgaben gehen vor freiwilligen Aufgaben, begonnene Maßnahmen müssen zunächst beendet werden, bevor weitere Projekte beplant oder begonnen werden können. Neben den personellen Ressourcen ist die Finanzierbarkeit zu betrachten.“
Nicht in die Folgerichtigkeit dieser auferlegten (Selbst-)Erkenntnis passt aber dann u.E. sowohl der Einstieg in die Sanierung des Rathauses als auch der Neubau des Wallfahrts- und Heimatmuseums. Zumal sich am Horizont bereits die notwendige und wichtigere Sanierung der Nibelungenhalle abzeichnet. Alles Ausgaben in Millionenhöhen.
Diese müssten aus finanziellen Gründen auf spätere Jahre verschoben werden. Es sei erneut betont, dass wir alle diese Projekte unbestritten trotzdem als wünschenswert und mittelfristig auch notwendige ansehen.
Die Aufgaben sind umfassend. Der finanzielle Rahmen und die personellen Ressourcen begrenzt und bei weitem nicht ausreichend. Was in diesem HH-Plan fehlt ist die realistische Abstimmung zwischen dem Wollen und dem Können.
Wir steuern sehenden Auges, das ist bereits jetzt absehbar, im kommenden Jahr auf eine drastische Erhöhung der Kreditaufnahme und Verschuldung zu.
Letztlich gelang es jedoch der Kämmerei, an der Spitze Herr Dörr und Frau Kuhn-Weidner und dem ganzen Team wiederrum einen genehmigungsfähigen Haushalt zu schnüren. Dieser findet zwar, wie dargelegt, nicht unsere ungeteilte Zustimmung und Unterstützung, trotzdem sind wir mit den überwiegenden Haushaltsansätzen einverstanden.
Wir danken den Verantwortlichen für die nicht leichte Aufbereitung des umfangreichen Zahlenwerks sowie die jederzeitige bereitwillige und sachkundige Auskunft.

Abschießend danken wir allen die mitgearbeitet haben um unsere Stadt wieder ein Stück voran zu bringen.
Denn jeder einzelne der das ganze Jahr über pflichtbewusst, verantwortungsvoll und engagiert seine Aufgaben erledigt prägt die Wahrnehmung und das Erscheinungsbild sowie die Akzeptanz der Verwaltung in der Bevölkerung.
Nicht zuletzt aber danken wir unseren Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihren Beitrag für das Gemeinwohl.
Das Zahlenwerk ist nur die eine Seite der Medaille, die tatsächliche und zeitliche Durchführung die andere. Hierbei arbeiten wir gerne und konstruktiv mit.

Die DCB-Fraktion stimmt dem vorgelegten Haushaltsplan zu.

Gestatten Sie mir abschließend noch eine persönliche Anmerkung.
Ich möchte Ihnen zur Kenntnis geben, dass ich die Führung der DCB an meinen Nachfolger Herrn Markus Ackermann übergebe.
Ich bedanke mich bei allen mit denen ich in meiner Zeit als Vorsitzender zusammen gearbeitet habe. Es war weder für Sie noch für mich immer ein Leichtes. Trotzdem engagiere ich mich immer noch gerne für meine Heimatstadt und seine Bürger.
Meinem Nachfolger und unserer parteiunabhängigen Demokratischen Christlichen Bürgerbewegung wünsche ich weiter viel Erfolg zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Jürgen Schmeiser, DCB-Fraktionssprecher

26/01/2021

Stellungnahme der DCB-Fraktion zum Haushalt 2021

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, verehrte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,
Anlässlich der Verabschiedung des HH 2021, nimmt die DCB-Fraktion durch einige nachfolgende Anmerkungen Stellung.

Eingangs sei erwähnt, dass die Kämmerei an der Spitze Herr Dörr und Frau Kuhn-Weidner wiederrum ein umfangreiches Zahlenwerk aufbereitet und vorgelegt hat. Diese nicht leichte Aufgabe wurde erneut gut gemeistert. Dafür unser ausdrücklicher Dank. Unabhängig davon trägt natürlich der Bürgermeister die Verantwortung für die sachlichen und zahlenmäßigen Inhalte dieses Haushaltsplanes und damit für die Schwerpunktsetzung bei den Ausgaben, den Investitionen und der Verschuldung.
Bevor wir einzelne Punkte des Haushaltsplanes ansprechen, ist eine grundsätzliche Feststellung wichtig und zu betonen:
Mit einem Verlust in Höhe von nahezu 3,5 Mio € liegt uns heute erneut ein nicht ausgeglichener Haushalt vor, der sogar den Verlust des letzten Jahres noch um einen Millionenbetrag übersteigt. Es ist somit nunmehr in Folge nicht gelungen, die von der Gemeindeordnung geforderte Gesetzesvorschrift zu erfüllen, wonach die Aufwendungen durch die Einnahmen gedeckt sein müssen.
Die Aussicht, dass der Haushalt trotzdem noch die Genehmigung der Aufsichtsbehörde erhält, da noch Liquidität aus nicht erwarteten Gewerbesteuernachzahlungen früherer Jahre vorhanden sind, hat sicher dazu geführt, dass weitere, eigentlich notwendige, gravierendere Einsparungen unterblieben sind. Die dramatischen Auswirkungen werden allerdings erst im nächsten Haushalt der Stadt offen zu Tage treten.
Darüber hinaus wurden die Länder und Gemeinden und damit auch Walldürn in nicht geringem Maße mit zusätzlich Zuschussmitteln bedacht um coronabedingte Ausfälle bei den Steuereinnahmen und Zusatzausgaben auszugleichen. Ein Schelm der durch die dieses Jahr anstehenden Wahlen schlechtes dabei denkt.
Dabei muss man festhalten , dass sowohl Bund und Land sich nicht an die selbst erlassenen Gesetzesvorschriften bezüglich einer Schuldenbremse halten. Im Gegenteil, das astronomische Schuldenmachen auf EU- Bundes- Landes- und kommunaler Ebene wird den Bürgern als sinnvoll verkauft. Die Rechnung kommt ja erst später.
Das neue Denken mit dem Grundprinzip des Haushaltsausgleichs, beruhend auf dem intergenerativen Gerechtigkeitsprinzip, dass jede Generation die von ihr verbrauchten Ressourcen wieder ersetzt um nicht nachfolgende Generationen zu belasten, wird damit allgemein einer gewissen Willkür und tagespolitischen Opportunität geopfert.
Wenn diese Nichtbeachtung keine unmittelbaren Konsequenzen und Sanktionen zur Folge haben bzw. zu befürchten sind, verhallen Sparappelle natürlich überall in den öffentlichen Verwaltungen, da macht Walldürn leider keine Ausnahme.
Wir verzichten daher auf eine detaillierte Kostenanalyse und beschränken uns auf wenige Bemerkungen zu einigen Entwicklungen und Bereichen.
Die Einnahmensituation der Stadt dürfte sich nicht gravierend verändern, zumal wie bereits eingangs erwähnt neben Zuschüssen auch coronabedingte Mindereinnahmen durch Zuweisungen ausgeglichen werden. Auch die geringere Kreisumlage wirkt sich positiv aus. Auf der anderen Seite dürften aber unerwartete Gewerbesteuernachzahlungen wie in den zurückliegenden Jahren nicht mehr zu erwarten sein.
Ausdrücklich erwähnen möchten wir den sehr stattlichen, positiven finanziellen Beitrag den unsere Stadtwerke wiederum für unseren Haushalt leisten. Für diese erfolgreiche Arbeit möchten wir uns bei der Geschäftsleitung und allen Mitarbeitern herzlich bedanken.
Leider kann der Forsthaushalt nicht mit so erfreulichen Zahlen wie in früheren Jahren aufwarten, als größere Investitionen durch einen Sonderhieb bereitgestellt werden konnten. Das ist sehr bedauerlich. Die aktuelle Marktsituation durch Klimawandel und Schädlinge sind ursächlich für diese Lage. Hoffen wir, dass es gelingt wenigstens noch ein akzeptables Ergebnis zu erzielen. Wir haben aber volles Vertrauen in die Arbeit der Forstbediensteten und danken allen für ihren Einsatz.
Auf der Ausgabenseite sind die Personalkosten die entscheidende Größe. Sie nehmen von Jahr zu Jahr in erheblichem Maße zu.
Wir appellieren daher, zusätzliche Stellen nur zur Effizienzerhöhung der eigentlichen Verwaltungs- und Leistungserbringung zu schaffen. Dies kann zur Entlastung und Motivation der Mitarbeiter beitragen. Vor allem aber haben die Bürger ein Anrecht darauf, dass ihre Anliegen und Anfragen zeitnah, wohlwollend und kompetent bearbeitet werden.
Als richtig erachten wir die geplanten Ausgaben für die Straßenerhaltung sowie insgesamt die Unterhaltung der baulichen Anlagen unserer Stadt. Eine kontinuierliche Sanierung und Instandhaltung ist nicht nur dringend geboten, sie spart langfristig auch Geld und ist für eine Werterhaltung und das Erscheinungsbild unserer Stadt außerordentlich wichtig.
Den sehr ansehnlich städtischen Kostenanteil für die Kindergärten im Stadtgebiet halten wir ebenfalls für gut angelegtes Geld und tragen ihn voll inhaltlich zur Unterstützung unsere Familien gerne mit. Wir freuen uns auf die Fertigstellung der Erweiterung des Kindergartens St. Martin und das damit verbundene größere Angebot.
Die Finanzierung unserer Rettungseinrichtungen, aber auch die Bezuschussung unserer Vereine ist notwendig und richtig, da sie tragende Säulen unseres städtischen Zusammenlebens darstellen.
Mehr als die laufenden Ausgaben sind es aber insbesondere die Investitionen die dem Bürger ins Auge stechen.
Deshalb möchten wir durch eine beispielhafte Auflistung und Bewertung auch für diesen Bereich unsere Stellungnahme abgeben.
Die Ausgaben für den Erwerb von Immobilien, Grundstücken und deren Erschließung sowie Ausgleichsflächen erfordert ganz erhebliche Beträge. Trotzdem befürworten wir ein städtisches Engagement in diesem Bereich, da dieses Grundlage für weitere Entwicklungen darstellt und die Stadt dauerhaftes Vermögen schafft. Außerdem muss die Gelegenheit dann ergriffen werden, wenn sie sich bietet. Das gilt gleichermaßen für neue Bau- wie Sanierungsgebiete. Bei der Professionalität der Vermarktung sehen wir aber noch erheblich Luft nach oben. Als Beispiel möchten wir den Vorgang beim ehemaligen Aldi-Areal anführen. Erst wurde es in einer als vielversprechend verheißenden Veräußerung an einen Investor übertragen. Nach dessen Insolvenz in anderer Angelegenheit konnte es nur mit höheren Kosten zurückgekauft werden. Danach wurde auf unsere Nachfrage erklärt, dass keine anderen Bauträger Interesse zeigten. So entschied man sich für die Ausweisung von Bauplätzen, da diese dringend benötigt würden. Das hatte zur Folge, dass die hohen Erschließungskosten nicht erwirtschaftet werden konnten und so ein Verlust von ca. 50.000 € pro Bauplatz für die Gemeinde entsteht. Diese Situation wäre nur durch die Gesamtvermarktung durch einen Bauträger vermeidbar gewesen. In der weiteren Entwicklung wird nun offenbar, dass nicht genügend Bauinteressenten für alle Bauplätze vorhanden sind und man nun doch teilweise wieder zur ursprünglichen Sichtweise zurückkehrt und ein größeres Projekt zulässt.
Solche sprunghaften Strategiewechsel und Arbeitsweisen schaffen weder für uns noch für die Bürger Vertrauen oder Verlässlichkeit in sachgerechtes Verwaltungshandeln.
Die Maßnahmen im Grundvermögen werden ergänzt durch Straßensanierungen z.B. nach der Unteren Vorstadtstraße nunmehr jetzt die Adolf Kolping Str.. Wir sprechen uns hier für einen soliden aber auch kostengünstigen Ausbau aus und warnen vor überzogenen Gestaltungen. Aber auch die Sanierungszuschüsse an Bauwillige in den Sanierungsgebieten sind wichtiger Bestandteil um ein attraktiveres Stadtbild entstehen zu lassen.
Das Baugebiet Lindig geht seinem Abschluss entgegen. Es ist jetzt vorgesehen die Verschleißdecke aufzubringen. Deshalb möchten wir eindringlich darauf hinweisen, dass nicht durch weitere Ausgrabungsarbeiten im Straßenbereich ein erneutes Aufreißen notwendig wird.
Eine erfreuliche Entwicklung konnte durch den Spatenstich für die Atemschutzübungsanlage eingeleitet werden. Dieser Neubau, ganz wesentlich durch Zuschüsse finanziert, wird die für die Feuerwehr unseres ganzen Landkreises wichtige Einrichtung auf ein aktuelles Niveau für ihre Ausbildung bringen. Wir danken Herrn Hauptamtsleiter Hotzy für seine hartnäckige und letztendlich auch erfolgreiche Verhandlungsführung bei der Bezuschussung und Realisierung dieser Einrichtung. Der Umbau der Werkstatt wird sich dieser Maßnahme anschließen.
Insgesamt setzen wir jedes Jahr wieder ganz erhebliche Mittel für die notwendige Ausstattung unserer Feuerwehren im Stadtgebiet ein. Dies ist für die Sicherheit unserer Bürger unerlässlich. Wir erwarten jedoch von allen Verantwortlichen weiterhin darauf zu achten ob durch zentralisierende Maßnahmen und Ausrichtungen Kosteneinsparungen möglich sind.
Mit großer Erwartung sehen wir der Fertigstellung der Turnhalle in der Keimstraße entgegen und freuen uns, dass damit wieder die notwendige Entspannung bei der Schul- und Vereinssportplanung möglich wird. Trotz der hohen Kosten eine gute und sinnvolle Investition in die Gesundheit unserer Bürger.
Die Investitionen in die Sicherheit der Schulen und anderen städtischen Gebäuden durch Erfüllung der Brandschutzvorschriften und Gebäudeertüchtigung sind unabdingbar und notwendig. Dies ist kein Luxus. Wir unterstützen daher nachhaltig die Investitionen in die Grundschulen Walldürn und Rippberg. Trotzdem müssen wir im Rahmen des Haushalts erneut auf unsere Ablehnung des höheren Kostenrahmens für die Maßnahme in Rippberg hinweisen. Obwohl alle Beteiligten wie Stadt- und Schulverwaltung, Schulleitung, Eltern usw. eine einvernehmliche Planung erarbeitet hatten und diese Grundlage für die Bezuschussung war, hat dieses Gremien mit Mehrheit die immer wieder beschworene Notwendigkeit des Sparens als Lippenbekenntnisse entlarvt. Folge ist, dass die Mehrkosten von über 70.000 € nach ersten Kostenschätzungen in vollem Umfang ohne Fördermittelerhöhung von der Stadt zu tragen sind.
In Zeiten knapper Kassen kann Wünschenswertes erst an zweiter Stelle kommen.
Deshalb sehen wir auch keine Dringlichkeit erster Priorität für Projekte wie die Sanierung und Erweiterung des Wallfahrt- und Heimatmuseums. Die gleiche Einschätzung haben wir bei der Sanierung und Umgestaltung des Rathauses, der Nibelungenhalle und der Realschule. Diese müssen aus finanziellen Gründen leider auf spätere Jahre verschoben werden. Es sei betont, dass wir alle diese Projekte unbestritten trotzdem als wünschenswert und mittelfristig auch notwendige ansehen.
Weitere wichtige Zukunftsprojekte wie Kanalisation im VIP III oder die Haupt- und Obere Vorstadtstraßensanierung sowie Sanierungen im Gebiet Klein Frankreich und vieles mehr stehen ebenfalls an.
Die Aufgaben sind nahezu unüberschaubar. Der finanzielle Rahmen, aber auch die personellen Ressourcen sind begrenzt. Deshalb kommt es darauf an, ganz konsequent Schwerpunkte zu setzen. Dies ist leider auch in diesem Haushalt in unseren Augen nicht in ausreichendem Maße geschehen.
Die Kämmerei hat es aber geschafft einen durch die Aufsichtsbehörde genehmigungsfähigen Haushalt zu schnüren, der aber nicht unsere ungeteilte Zustimmung und Unterstützung findet, mit dessen überwiegenden Haushaltsansätzen wir aber trotzdem einverstanden sind.

Aus unserem Selbstverständnis heraus sehen wir unsere Aufgabe darin, die Verwaltung nicht nur konstruktiv kritisch zu begleiten, sondern auch nach Kräften zu unterstützen.
Deshalb möchten wir an dieser Stelle auch einmal auf unseren Eindruck und ein Anliegen hinweisen.
Für die Entwicklung von Identifikation, Gemeinschaftsgeist und Wir-Gefühl sind bezahlte Moderatorenrunden dann sinnlos, wenn nicht die Bereitschaft bei allen Fraktionen und Verantwortlichen vorhanden ist, Meinungen und Anregungen aller aufzugreifen und in Prozesse zu integrieren. Stetig Ablehnung zu erfahren, weil von der angeblich falschen Seite vorgebracht, sind dabei nicht zielführend. Gute Gedanken und Vorschläge sind nicht einseitig gepachtet sondern sollen zu einem optimalen Ergebnis für unsere Bürger führen. Wir werden weiterhin dazu beitragen und in diesem Geiste arbeiten.
Abschießend möchten wir Ihnen Herr Bürgermeister und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt, sowie in den verbundenen oder angeschlossenen Bereichen für die geleistete Arbeit danken.
Sie alle, die das ganze Jahr pflichtbewusst, verantwortungsvoll und engagiert ihre Aufgaben erledigen prägen die Wahrnehmung und das Erscheinungsbild sowie die Akzeptanz der Verwaltung in der Bevölkerung.
Nicht zuletzt aber danken wir unseren Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihren Beitrag für das Gemeinwohl.
Die DCB-Fraktion wird, trotz der geäußerten Bedenken, in diesem Jahr dem vorgelegten Haushalt zustimmen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Jürgen Schmeiser, DCB-Fraktionssprecher

Adresse

Hauptstraße
Walldürn
74731

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