31/08/2026
Wir alle haben Wünsche und Visionen, möchten Gesundheit, Geld, Freude oder Anerkennung im Beruf. Die Liste ist bei vielen von uns lang. Für die Fraktionsvorsitzende von „Wir für Wahlstedt“ Bärbel Schwarz, steht ein ganz anderer Wunsch an erster Stelle. „Ich wünsche mir bezahlbaren Wohnraum in Wahlstedt“, sagt sie. Dabei richtet sich ihr Apell besonders an die Vermieter von Wohnungen und Häuser. „Muss das denn alles so teuer sein, dass es sich junge Menschen nicht mehr leisten können hier zu leben“, stellt sie sich oft diese Frage. Gerade in Wahlstedt, einer Stadt mit einer so guten Infrastruktur, seien junge Menschen doch so gut aufgehoben. „Bei uns gibt es genügend Ärzte, Apotheken, Schulen und Kindergärten, Einkaufsmöglichkeiten, Friseure, ein tolles Schwimmbad, einen vielseitigen Sportverein und sogar ein Theater“, zählt die Fraktionsvorsitzende nur einen Teil der Infrastruktur auf. Die meisten Vermieter würden leider nur auf Profit aus sein. Dabei werde kaum an den Gewinn von jungen Menschen gedacht, die Schwung und frischen Wind in eine Stadt bringen. „Ob Feuerwehr oder Vereinsarbeit, überall ist Nachwuchs herzlich willkommen“, betont sie. Bürgernähe aufzubauen und sich die Wünsche und Sorgen des Einzelnen anzuhören war schon immer für sie sehr wichtig. „Die Mieten sind einfach ungerecht hoch und daran kann jeder Vermieter etwas ändern und mit gutem Beispiel voran gehen.“ Auch der Wunsch nach einem vereinfachten Verfahren für Bauherren und eine wesentlich schnellere Baugenehmigung steht bei Frau Schwarz ganz oben auf ihrer Liste. „Man verliert einfach die Lust am Bauen, wenn Anträge und Fördergelder mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden sind. „Die Bauherren müssen auf die Barrikaden gehen und dürfen sich so viel Bürokratie einfach nicht mehr gefallen lassen“, fordert sie alle auf, die gerade ein Haus bauen oder bauen wollen. „Es gibt inzwischen Familien, die bereits über ein Jahr auf ihre Baugenehmigung warten“, erzählt die Wahlstedterin. Ein Zustand,
der nicht zumutbar ist. Dennoch hofft sie weiterhin, dass sich noch viele Dinge zum Guten wenden und in Wahlstedt junge Familien glücklich leben können, ohne in ein finanzielles Loch zu fallen.
Von Helga Jaacks
Freie Journaliistin