01/02/2026
Kommunalpolitik im Dialog - Frühschoppen und Kandidatenvorstellung der Liste CSU-Freie Wählerschaft
Im Rahmen der bevorstehenden Kommunalwahl lud die Liste „CSU-Freie Wählerschaft“ am letzten Sonntag zu einem politischen Frühschoppen in das örtliche Pfarrheim ein. Das große Interesse an der Lokalpolitik war deutlich spürbar - das Pfarrheim war bis auf den letzten Platz gefüllt.
In seinem Grußwort hieß der CSU-Ortsvorsitzende Peter Zöller neben Bürgermeister Stefan Scheibenzuber und seinem Vize Ludwig Thoma alle Gäste herzlich willkommen. Er betonte die sachorientierte politische Kultur in Wörth und hob hervor, dass der „Wahlkampf“ hier traditionell in einem fairen und gemütlichen Rahmen bei „Würstl und Bier“ geführt werde. Zöller informierte anschließend über einige Änderungen, die die kommende Wahl für Wörth mit sich bringt: Aufgrund des Bevölkerungswachstums auf über 3.000 Einwohner wird der Gemeinderat künftig von 14 auf 16 Sitze erweitert. Jeder Wähler verfügt über so viele Stimmen, wie Kandidaten pro Liste antreten, wobei einem Kandidaten bis zu maximal drei Stimmen gegeben werden können. Mit Blick auf das Wahlprogramm betonte Zöller, dass die Liste CSU-Freie Wählerschaft auf eine ausgewogene Mischung aus Beständigkeit und Erneuerung setze. Er zeigte sich zuversichtlich, dass das Team mit einem engagierten und zukunftsorientierten Programm an die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre anknüpfen werde. Als zentrale Herausforderung wurde der Abschluss bereits begonnener Großprojekte definiert. Hierzu zählen unter anderem die Erweiterung des Kindergartens, der Ausbau der Feuerwehr, die Fertigstellung des Ärztehauses, der Bikepark sowie der Neubau der Trauerhalle. Zugleich sollen neue Akzente gesetzt werden: Geplant ist eine zeitnahe Nachnutzung des alten Schulareals. Im Bereich Mobilität sieht die Liste Handlungsbedarf bei der Ladeinfrastruktur, etwa an der Isarhalle oder beim Rathaus. Ein Kernanliegen bleibt die Stärkung des Ehrenamts: Durch ein überparteiliches „Jugendparlament“ – inspiriert durch Erfahrungen aus der Partnergemeinde Illasi/Italien – soll Jugendlichen künftig eine Stimme in der Gemeindepolitik verliehen werden. Im Anschluss hatten alle Kandidatinnen und Kandidaten der Liste die Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen. Den Verantwortlichen ist es gelungen, einen repräsentativen Querschnitt aus der Bevölkerung zu gewinnen. Die Bewerberinnen und Bewerber im Alter zwischen 22 und 67 Jahren spiegeln mit ihren ganz unterschiedlichen beruflichen Hintergründen die Vielfalt der Gemeinde wider. Besonders wichtig war der Liste, Frauen als künftige Entscheidungsträger stärker einzubinden. Sechs Kandidatinnen stehen daher auf der Liste – dies entspricht einem Frauenanteil von 37 Prozent. In kurzen Statements erläuterten alle Bewerber ihre Beweggründe für die Kandidatur. Dabei wurde deutlich, dass sie mit hoher Motivation und Überzeugung bereitstehen, die Zukunft der Gemeinde aktiv mitzugestalten.
Bürgermeister Stefan Scheibenzuber, der sich erneut um das Amt im Rathaus bewirbt, nutzte sein Grußwort, um sich und seine Ziele für die nächsten Jahre vorzustellen. Nach 24 Jahren im Gemeinderat und 12 Jahre als Bürgermeister, wäre es laut Scheibenzuber eigentlich an der Zeit gewesen, den Platz für die jüngere Generation frei zu machen. Da jedoch kein Nachfolger gefunden wurde und beide in Wörth antretende Listen seine erneute Kandidatur unterstützen, habe er sich für eine weitere Bewerbung entschieden. „Wir haben in Wörth, gerade im Bereich der Infrastruktur, in den letzten Jahren viel erreicht und es gibt auch weiterhin viel zu tun. Das Hausaufgabenheft des Gemeinderats ist prall gefüllt“, betonte Scheibenzuber. Besonders am Herzen liegt ihm, die begonnenen Zukunftsprojekte erfolgreich bis zur Umsetzung zu begleiten. Als ganz wesentlichen Punkt in seiner Arbeit sieht der Rathauschef das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Arbeit des Gemeinderats. Durch Transparenz und den ständigen Dialog im Ort muss dieser Prozess intensiv begleitet werden. Weitere Schwerpunkte in den kommenden Jahren sind u.a. der zukunftsorientierte Aufbau der Rathausverwaltung als ständiger „Dienstleister“ der Bürger und die Fortsetzung der konstruktiven Teamarbeit im Gemeinderat.
Im Anschluss nutzte Martin Huber (CSU) aus Weng die Gelegenheit, als Listenführer einige Kandidaten der Kreistagsliste „Junge Liste“, die im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Wörth ansässig sind, vorzustellen. Er unterstrich, wie wichtig eine starke Vertretung der VG im Kreistag für die nachhaltige Entwicklung der Region sei.
Nach den Schlussworten des CSU-Ortsvorsitzenden Peter Zöller, bei denen er sich für den zahlreichen Besuch bedankte und darauf hinwies, dass der gesamte Erlös der Veranstaltung an die Kinder-Palliativ-Hilfe Niederbayern gespendet wird, nutzten viele Gäste die Gelegenheit, um mit den Kandidatinnen und Kandidaten persönlich ins Gespräch zu kommen. Für einen weiteren Austausch stehen die Kandidaten der Liste CSU-Freie Wählerschaft am Samstag, 21. Februar 2026, in der Zeit von 11 bis 16 Uhr an einem Informationsstand mit kleinem Imbiss beim Edeka-Markt zur Verfügung.