01/09/2021
Wahlunregelmäßigkeiten bei der Briefwahl der Gemeinde Osteel
Die Wahl im Brookmerland hatte bereits mit der rechtlich fragwürdigen verspäteten Benennung der Wahlleitungen einen unglücklichen Start. Vorkommnisse im Zusammenhang mit vor allem aus der Gemeinde Osteel beantragten Briefwahlunterlagen lassen inzwischen Zweifel aufkommen, das die Wahl in der Samtgemeinde Brookmerland tatsächlich entsprechen den rechtlichen Wahlvorschriften umgesetzt wird.
Warum insbesondere die Samtgemeinde Brookmerland erst in der vergangenen Woche mit dem Versand der Briefwahlunterlagen gestartet ist, ist uns und vielen Wahlberechtigten im Brookmerland unverständlich. Bürger*innen berichten von nun schon 14tägiger Wartezeit. Allen Beteiligten sollte gerade auch im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie klar gewesen sein, dass die Wahlberechtigten bei dieser Wahl vermehrt die Möglichkeit der Briefwahl nutzen werden und die Druckereien für das Drucken der Stimmzettel entsprechend hoch frequentiert werden und vorab gebucht werden. Dies zeigen auch die Antragszahlen aus den Nachbarkommunen aus der letzten Woche. Es wäre also sinnvoll gewesen, einen möglichst großen Zeitraum und entsprechende personelle Ressourcen für die Bearbeitung der Briefwahlanträge durch die Wahlleitung vorzusehen.
Seit dem Wochenende steigt die Zahl der Anrufe und Nachrichten, dass nicht nur für die Gemeinde Osteel die Stimmzettel für die Gemeinderatswahl Upgant-Schott versandt
wurden, sondern auch Stimmzettel fehlen. Anstatt 4 Stimmzettel fanden sich nur 2 Stimmzettel im Umschlag. Es fehlt bei einigen Wähler*innen der Stimmzettel für die Direktwahl und Gemeinderatswahl Osteel. Drei Personen haben sich gemeldet, welche über 80 Jahre alt sind und seit zig Jahrzehnten an ihrem Wohnort in Osteel leben. Da ist kein Umzug o.ä. vorgekommen. Wir fragen uns sehr besorgt, wie viele Unterlagen bereits unvollständig von den Wähler*innen zurückgesendet wurden. In diesen drei Fällen haben sich die Angehörigen gekümmert und waren selbst zweifelnd. Aber uns wurde auch berichtet,
dass Bürger* innen den Fehler bei sich selbst suchten und glaubten nur zwei Wahlzettel sind korrekt und schicken diese ab. Beim Auszählen der Unterlagen kann angenommen werden, es sei Bürgerwille nur zwei Stimmzettel abzugeben, somit fällt es nicht einmal auf.
Fehler können passieren, aber solche Fehler dürfen nicht schöngeredet werden. Es kursieren unterschiedliche Angaben. Sind es nun mögliche 100 Personen, welche unvollständige und/oder falsche Unterlagen erhalten haben? Oder sind es 15 Wahlberechtigte, so wie Herr Wahlleiter Jochen Behrends laut den ON vom 31.08.21 zitiert wird?
Den Bürger*innen können wir als Ratsmitglieder versichern, dass wir an der Auszählung der Briefwahlunterlagen als Beobachter teilnehmen, um zu sehen, wie viele Umschläge nur zwei Stimmzettel enthalten und wie viele falsche Stimmzettel der Gemeinde Upgant-Schott im Wahlbereich Osteel zu finden sind. Wir hoffen, dass der Schaden möglichst gering sein wird und uns weutere Schritte erspart bleiben.
Wenn solche Fehler entstehen, sollte doch allen Beteiligten an einer zügigen Eingrenzung des Schadens, sowohl intern wie extern gelegen sein. Ein Hinweis auf der Homepage der Samtgemeinde Brookmerland und in der Tagespresse ist notwendig, damit alle Wähler*innen sensibilisiert werden genau hinzuschauen und die Anzahl der vier Stimmzettel und den korrekten Stimmzettel für die jeweilige Gemeinderatswahl zu prüfen. Briefwähler müssen erfahren, wie sie sich verhalten, um an die fehlenden und/oder korrekten Unterlagen zu kommen. Dazu bedarf es einer unverzüglichen Meldung des Wahlleiters.