10/08/2023
Der Krieg gegen die Drogen ist verloren, so wie er aktuell geführt wird.
Nach zig Jahren der weltweit erfolglosen Prohibition müsste nun eigentlich den letzten überzeugten Kriminalisierungsbefürworten Zweifel bezüglich der Wirksamkeit kommen. Solange wir ständig Konsumenten und Kleinkriminelle drangsalieren, selten große Fische fangen und so gut wie nie die Köpfe der kriminellen Organisationen ausschalten können, ist der Drogenkrieg nicht zu gewinnen! Wir schießen quasi auf die eigenen Leute und unterstützen die Kartelle, indem wir ihnen das Feld und die Kontrolle über den Drogenhandel überlassen – steuerfrei, ohne jeglichen Verbraucherschutz.
Die Kartelle erschießen nicht nur in Ecuador unbequeme Leute! Sie sitzen teilweise sogar schon in südamerikanischen „demokratisch“ gewählten Parlamenten.
Alle Substanzen müssen staatlich kontrolliert, versteuert, prozesssicher produziert, verfügbar sein! Ob uns das passt, oder nicht. Bei Alkohol und Nikotin funktioniert das ja auch. Trotzdem gefällt mir nicht, dass täglich - nur in Deutschland - 200 Menschen an den Folgen von Alkohol sterben, 0 Menschen (weltweit) an Cannabis und unter 2.000/Jahr an anderen illegalen Drogen.
Nach einer Wahlkampfveranstaltung eröffnen Unbekannte das Feuer auf Fernando Villavicencio. Mehrere Menschen werden verletzt.