19/04/2022
In diesen Stunden beginnt offenbar die nächste russische Offensive in der Ukraine.
Während Sozialdemokrat:innen wie Sigmar Gabriel, Ralf Stegner und andere sich noch daran abarbeiten, dass Botschafter Melnyk unfreundlich sei, und während Kanzler Scholz in der Öffentlichkeit weiterhin seltener gesehen wird als der Yeti, beginnt keine 1000 Kilometer entfernt von uns der nächste Schlag gegen Zivilisten, gegen Kinder, Frauen, Alte - und wohl auch wieder gegen Tracks von Geflüchteten.
Das "Die Waffen nieder" der diesjährigen Ostermärsche lässt mir keine Ruhe. Selbstverteidigungskurse für Frauen werden abgelehnt, weil Gewalt keine Lösung sei und die Frau mit ihrer extrovertierten Garderobe schließlich selbst ursächlich für die Eskalation an ihrer Seele sei: Schuld muss das Opfer sein, damit man selbst nicht zum Täter wird. Genau so funktioniert Faschismus! Wie sehr im eigenen Todestrieb gefangen muss man eigentlich sein, um die Ursache für das Leiden in der Ukraine in der Ukraine zu sehen? Glauben wir ernsthaft, wir könnten in unserem Wohlstand und mit unserer veganen Biobratwurst weiterleben, wie bisher, wenn das bisschen Ukraine jetzt endlich mal aufgibt?
Dass gerade die SPD, und das glaube ich wirklich!, gerade das nächste Trauma erlebt, den nächsten Raub an Glauben, den nämlich, wir seien Russland immer Versöhnung und Ausgleich schuldig, ist mir insofern egal, als dass ich nie Sozialdemokrat war. In geradezu masochistischer Allmachtsphantasie versuchen deutsche Friedensbewegte noch immer, die Schuld bei uns zu suchen, geradezu so, als würde Russland hungern an Friedensangeboten, die von uns Bösen, Bösen, nicht kommen.
Nein! Schuld am Faschismus sind Faschisten - und nie deren Opfer! Gerade das sollten wir Deutsche begriffen haben, oder verzeihen manche "Linke" Selenskyi auch im Jahr 2022 noch nicht, dass er Jude ist?
Der militärischen Gewalt Russlands mit all ihren epischen Verbrechen an der Zivilbevölkerung kann derzeit nur militärisch begegnet werden. Dies anzuerkennen und der Ukraine militärisch bestmögliche Unterstützung zu bieten, ist das einzige Gebot der Stunde, das Menschenleben und den Weltfrieden rettet.
Wer das nicht sieht, dem ist nicht zu helfen.