17/05/2026
Rettungshunde im Hubschrauber - braucht's das? Wir finden: Ja! Deshalb üben wir es seit vielen Jahren, am Samstag gemeinsam mit der DRK Rettungshundebereitschaft Ulm/Alb-Donau. Seit 2010 begleiten uns Lothar Olm, selbst Rettungshundeführer beim ASB Rettungshundestaffel Starnberg/Weilheim, und sein Unternehmen flying emotions dabei.
Warum?
🚁 Im Rettungshundeeinsatz begegnen unsere Teams immer wieder Hubschraubern – sei es, weil Polizeihubschrauber parallel zur Suche mit den Hunden aus der Luft suchen oder weil nach dem Auffinden einer Person ein Rettungshubschrauber zum Fundort kommt. Landende und startende Hubschrauber erzeugen jedoch viel Abwind. Dieser "Downwash" sorgt für enorme Windgeschwindigkeiten in Bodennähe. Dazu kommen das hohe Surren der Turbinen und der sich schnell drehende Hauptrotor. In der Summe wirken landende oder startende Hubschrauber auf viele Hunde anfangs bedrohlich. Dass sie im Einsatz trotzdem gelassen bleiben, ist aber essenziell.
🧑🚒Auch die Menschen an ihrer Seite müssen wissen, wie sie sich richtig verhalten und worauf es beim Einweisen von Hubschraubern oder bei der Auswahl eines Landeplatzes ankommt. Das ist ebenfalls Teil der Ausbildungstage mit Lothar.
🐕 Ein Hubschraubertransport von Rettungshundeteams im Einsatz ist in unserer Region in der Regel nicht zu erwarten, in Ausnahmefällen aber denkbar. Deshalb üben wir auch das Fliegen, damit die Vierbeiner im Ernstfall entspannt am Einsatzort ankommen und für ihre wichtige Aufgabe bereit sind.
💪 Zugleich soll der Tag die Bindung der Teams stärken. Im Einsatz müssen sich Mensch und Hund blind aufeinander verlassen können. Auch dann, wenn es anstrengend oder belastend wird, wenn an einer Einsatzstelle Lärm, Hektik und der Druck, schnellstmöglich Vermisste zu finden, hinzukommen. Je mehr Hundeführer und Hund im Rahmen ihrer Ausbildung gemeinsam meistern, desto besser können sie im Ernstfall auch unter herausfordernden Bedingungen zusammenarbeiten.
😎 Und Ja: Hubschrauberfliegen macht auch riesigen Spaß! Unsere erfahrenen Rettungshunde warten zwar mustergültig auf das Signal, in die Kabine zu springen, können es dann aber kaum erwarten, dass es losgeht! Im Flug verfolgen sie interessiert die Aussicht.
💶 Wer bezahlt's? Jeder Hundeführer privat aus eigener Tasche. Deshalb sind derartige Ausbildungstage nur möglich, weil Lothar und sein Team uns unglaublich entgegenkommen und wir nur den bei den Flügen verbrauchten Kraftstoff bezahlen müssen.