13/11/2024
So meine Lieben,
zum vorhin geposteten „lustigen Bericht in der Zeitung“ natürlich wieder etwas Aufklärung von mir. Nicht dass ich mich damit rechtfertigen möchte. Ich denke aber schon, man sollte mal sehen, was für abstruses Zeug von manchen oft in der Zeitung verbreitet wird.
Von mir allerdings auch diesmal nur sachliche Argumente. Auf das Niveau manch anderer komm ich einfach nicht runter, so sehr ich mich auch bemühe…
Wie so oft hätte auch hier ein Blick ins Gesetz ganz stark bei der Meinungsfindung helfen können. Warum das bei manchen aber nicht in den Kopf rein gehen will, kann ich nach wie vor nicht verstehen. Ein solcher Blick hätte diese würde- und niveaulose Diskussion nämlich ganz einfach erübrigt.
Aber egal. Here we go:
1. Ein „Rücktritt“ wie der von mir ist sogar tatsächlich sehr einfach. Eine ausführliche Begründung, wie es z.B. Walter Prechtel oder Rudi Röder meinen fordern zu müssen, ist bereits seit 2012 nicht mehr notwendig. Ist also jetzt schon ganze 12 Jahre her, scheint sich aber wohl noch nicht ganz bis Uehlfeld zu den beiden herumgesprochen zu haben…
2. Die Begründung für meinen Entschluss habe ich aber ja trotzdem sowohl bei der Mitgliederversammlung der Freien Wähler, hier auf unserer facebook-Seite und auch telefonisch gegenüber dem Bürgermeister abgeliefert.
Also bei den Menschen, die für mich wichtig sind. Ich bin nämlich der Meinung, dass ich „meine Wähler“ hier auf unserer Seite am besten erreiche.
Herr Prechtel kann sich also diesbezüglich wieder etwas entspannen, denn ich denke, ich habe damit meine Schuldigkeit meinen Wählern gegenüber schon erfüllt, bevor er es überhaupt bemerkt hat.
3. Ob Frau Wio oder Frau Stimper meine Begründung anerkennen oder nicht, ist mir völlig egal, denn eine solche Entscheidung muss eben jeder für sich selbst treffen.
Und wie gesagt: Es ist ja eigentlich überhaupt keine Begründung (in Worten: NULL!) erforderlich.
Den Rest ihrer unwürdigen Bemerkungen kommentiere ich besser mal nur gedanklich für mich selbst.
4. Was allerdings Herrn Winkler zu seinen Anmerkungen veranlasst hat, schockiert mich dann doch etwas.
Denn selbstverständlich muss sich die Gemeinde um die Listennachfolge kümmern, wer denn auch sonst?
Sein Vorschlag, dass wir uns „einfach mal intern auf einen Nachfolger einigen sollten“ ist ja geradezu aberwitzig und würde eklatant gegen geltendes Wahlrecht verstoßen. Denn wie im übrigen Bayern sind halt nun mal auch in Uehlfeld die Wahlgesetze einzuhalten. Und demnach ist halt in solchen Fällen die Gemeinde die Herrin des Verfahrens. Im Gegenteil wäre insofern vielmehr sein Vorschlag ein wirkliches „Kasperletheater“.
Übrigens wurden alle verfahrensrelevanten Informationen zur Listennachfolge von uns ausschließlich intern weitergegeben, was man jetzt nicht unbedingt als Populismus bezeichnen kann. Dies aber jetzt in einer solchen Art und Weise in der Presse breit zu treten und noch dazu uns Populismus vorzuwerfen, ist übrigens Populismus in seiner reinsten Form!
5. Der Listennachfolger hätte übrigens sehr wahrscheinlich schon in der Sitzung am vergangenen Freitag vereidigt werden können, denn mein Schreiben lag ja bereits seit Kerwa-Montag im Briefkasten der Gemeinde. Im Zeitpunkt der Sitzung war meine Amtsniederlegung somit also bereits seit 18 Tagen bekannt gewesen.
In diesem gesamten Zeitraum hatte mein Listennachfolger auf Nachfrage aber keinerlei Nachricht von der Gemeinde erhalten. Und selbst wenn dieser abgelehnt hätte (was ja nun mal seine eigene Entscheidung ist), hätte man in dieser langen Zeit ganz leicht sogar auch noch den zweiten Listennachfolger informieren und befragen können.
Den Beschluss über meine Niederlegung muss man dazu nämlich nicht erst abwarten, es hätte durchaus ein „nahtloser Übergang“ erfolgen können. Man muss dazu aber halt auch mal tätig werden und wenigstens irgendwas tun.
Die Schuld aber wieder mal auf die anderen zu schieben und gleichzeitig auch wieder die „Populismus-Keule“ zu schwingen, ist zwar leider üblich, aber nach wie vor einfach nur schäbig und inzwischen auch langweilig!
Mehr fällt mir dazu echt nicht mehr ein. Die gesetzlichen Bestimmungen hänge ich wie immer ebenfalls an, damit sich jeder selber informieren kann.
Liebe Grüße,
euer Norbert Stoll