Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung Trier

Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung Trier Zusammenschluss junger Wissenschaftler:innen | Forschung, Wissenstransfer, Koop. w/ Zivilgesellschaft

🗓📢 𝟒. 𝐓𝐫𝐢𝐞𝐫𝐞𝐫 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐰𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐠𝐮𝐧𝐠 - 𝐏𝐚𝐧𝐞𝐥 𝟕: 𝐏𝐞𝐫𝐬𝐩𝐞𝐤𝐭𝐢𝐯𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐆𝐫𝐞𝐧𝐳𝐞𝐧 𝐚𝐧𝐭𝐢𝐬𝐞𝐦𝐢𝐭𝐢𝐬𝐦𝐮𝐬𝐤𝐫𝐢𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐁𝐢𝐥𝐝𝐮𝐧𝐠𝐬𝐚𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭Wie kann antise...
11/09/2026

🗓📢 𝟒. 𝐓𝐫𝐢𝐞𝐫𝐞𝐫 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐰𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐠𝐮𝐧𝐠 - 𝐏𝐚𝐧𝐞𝐥 𝟕: 𝐏𝐞𝐫𝐬𝐩𝐞𝐤𝐭𝐢𝐯𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐆𝐫𝐞𝐧𝐳𝐞𝐧 𝐚𝐧𝐭𝐢𝐬𝐞𝐦𝐢𝐭𝐢𝐬𝐦𝐮𝐬𝐤𝐫𝐢𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐁𝐢𝐥𝐝𝐮𝐧𝐠𝐬𝐚𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭

Wie kann antisemitismuskritische Bildungsarbeit wirksam gestaltet werden? Welche Potenziale bieten persönliche Begegnung, videobasierte Fallarbeit oder Virtual Reality – und wo liegen die theoretischen, pädagogischen und ethischen Grenzen solcher Ansätze?

Diesen Fragen widmet sich am 18. September von 9:00 bis 11:15 Uhr das siebte und abschließende Panel unserer Nachwuchstagung.

📌 Sebastian Gräber (Universität Trier) fragt nach einer Neubewertung kontaktpädagogischer Ansätze. Während die gezielte Begegnung mit Jüdinnen:Juden in der antisemitismuskritischen Pädagogik lange grundsätzlich skeptisch betrachtet wurde, weisen empirische Studien unter bestimmten Bedingungen auf präventive Wirkungen hin. Der Vortrag diskutiert deshalb, wann solche Formate sinnvoll sein können – und warum zwischen Antisemitismusprävention und der Arbeit mit bereits geschlossenen antisemitischen Weltbildern unterschieden werden muss.

📌 Jana Lassen (Tikvah Institut gemeinnützige UG haftungsbeschränkt, Berlin, Deutschland) stellt Video-Vignetten als Instrument antisemitismuskritischer Lehrkräftebildung vor. Anhand des Projekts VIMPLA zeigt sie, wie typische antisemitische Vorfälle realitätsnah und multiperspektivisch aufbereitet werden können, um Lehrkräften geschützte Räume für Analyse, Reflexion und das Erproben von Handlungsoptionen zu eröffnen.

📌 Andreas Paschenko (Jewish Claims Conference) untersucht die Potenziale und Ambivalenzen von Virtual Reality für Shoah Education und antisemitismuskritische Bildungsarbeit. Am Beispiel des Projekts „Inside Pogromnacht“ fragt er, ob immersive Erfahrungen neue Zugänge eröffnen können – und welche Risiken mit emotionaler Nähe, Überidentifikation und der Inszenierung historischer Erfahrung verbunden sind.

🎙 Moderiert wird das Panel von Samuel Schmelzer (Universität Trier).

📅 18. September 2026 | 9:00–11:15 Uhr
📍 Universität Trier
💻 Teilnahme vor Ort und online möglich
➡️ Programm und Anmeldung: https://www.uni-trier.de/universitaet/fachbereiche-faecher/fachbereich-iii/faecher/geschichte/studium-und-lehre/initiative-interdisziplinaere-antisemitismusforschung/projekte-1/tagungen/konferenzen/4-trierer-nachwuchstagung-fuer-interdisziplinaere-antisemitismusforschung

🗓📢 𝟒. 𝐓𝐫𝐢𝐞𝐫𝐞𝐫 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐰𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐠𝐮𝐧𝐠 - 𝐏𝐚𝐧𝐞𝐥 𝟔: 𝐀𝐧𝐭𝐢𝐬𝐞𝐦𝐢𝐭𝐢𝐬𝐦𝐮𝐬 𝐢𝐧 𝐩𝐨𝐬𝐭𝐤𝐨𝐥𝐨𝐧𝐢𝐚𝐥𝐞𝐧 𝐆𝐞𝐬𝐞𝐥𝐥𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭𝐞𝐧Wie verändern sich antisemitisch...
09/09/2026

🗓📢 𝟒. 𝐓𝐫𝐢𝐞𝐫𝐞𝐫 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐰𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐠𝐮𝐧𝐠 - 𝐏𝐚𝐧𝐞𝐥 𝟔: 𝐀𝐧𝐭𝐢𝐬𝐞𝐦𝐢𝐭𝐢𝐬𝐦𝐮𝐬 𝐢𝐧 𝐩𝐨𝐬𝐭𝐤𝐨𝐥𝐨𝐧𝐢𝐚𝐥𝐞𝐧 𝐆𝐞𝐬𝐞𝐥𝐥𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭𝐞𝐧

Wie verändern sich antisemitische und antijudaistische Deutungsmuster in unterschiedlichen historischen und postkolonialen Kontexten? Wie verbinden sich europäische Traditionen des Antisemitismus mit lokalen politischen, religiösen und kolonialen Konfliktgeschichten – und wie wandern Begriffe und Deutungsmuster zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten?

Diesen Fragen widmet sich am 17. September von 15:45 bis 18:00 Uhr das sechste Panel unserer Nachwuchstagung.

📌 Luis Heine (Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk) untersucht die Persistenz des christlichen Antijudaismus in Mexiko von seinen kolonialen Ursprüngen bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie antijudaistische Motive während der spanischen Kolonisierung in lokale Kosmologien und Kulturproduktionen Eingang fanden und über Jahrhunderte hinweg tradiert wurden.

📌 Tom Khaled Würdemann (Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg) zeichnet antisemitische Narrative in unterschiedlichen Strömungen modernen arabischen politischen Denkens nach. Anhand von arabischem Nationalismus, antiimperialistischen Linken und Islamismus untersucht er, wie europäischer Verschwörungsantisemitismus mit dem Konflikt um Palästina verbunden und der Sieg über Israel zum Bestandteil unterschiedlicher politischer Erlösungsvorstellungen werden konnte.

📌 Paul Diedrich (Universität Jena) fragt nach der Begriffsgeschichte des Siedlerkolonialismus im australischen Antizionismus. Ausgehend von den australischen „History Wars“ rekonstruiert er, wie ein ursprünglich auf die koloniale Gewalt gegen Aboriginal and Torres Strait Islander bezogener Begriff erweitert, theoretisch verallgemeinert und schließlich auf Israel übertragen wurde.

🎙 Moderiert wird das Panel von Felix Kronau (Universität Innsbruck).

📅 17. September 2026 | 15:45–18:00 Uhr
📍 Universität Trier
💻 Teilnahme vor Ort und online möglich
➡️ Programm und Anmeldung: https://www.uni-trier.de/universitaet/fachbereiche-faecher/fachbereich-iii/faecher/geschichte/studium-und-lehre/initiative-interdisziplinaere-antisemitismusforschung/projekte-1/tagungen/konferenzen/4-trierer-nachwuchstagung-fuer-interdisziplinaere-antisemitismusforschung


📖 𝐉𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐚𝐮𝐜𝐡 𝐛𝐞𝐢 𝐮𝐧𝐬 𝐢𝐦 𝐑𝐞𝐠𝐚𝐥: „𝐀𝐮𝐬𝐧𝐚𝐡𝐦𝐞𝐳𝐮𝐬𝐭𝐚𝐧𝐝“Unser Belegexemplar ist angekommen! 🙌Im Sammelband „Ausnahmezustand. Hoc...
09/09/2026

📖 𝐉𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐚𝐮𝐜𝐡 𝐛𝐞𝐢 𝐮𝐧𝐬 𝐢𝐦 𝐑𝐞𝐠𝐚𝐥: „𝐀𝐮𝐬𝐧𝐚𝐡𝐦𝐞𝐳𝐮𝐬𝐭𝐚𝐧𝐝“

Unser Belegexemplar ist angekommen! 🙌

Im Sammelband „Ausnahmezustand. Hochschulen im deutschsprachigen Raum seit dem 7. Oktober – Zeugnisse von Betroffenen“, herausgegeben von Julia Bernstein, Alfred Bodenheimer und Elisabeth Schilling im Wallstein Verlag, sind auch die IIA-Mitglieder Lennard Schmidt und Salome Richter mit einem Beitrag vertreten.

Unter dem Titel „Dem sozialen Frieden nicht zuträglich“. Bildungsideal, institutionelle Abwehr und die Zumutung der Antisemitismuskritik setzen sie sich kritisch mit der Institution Universität, ihrem Bildungsideal und der Abwehr von Antisemitismuskritik auseinander. Dabei reflektieren sie auch die Erfahrungen und Herausforderungen junger antisemitismuskritischer Wissenschaftler:innen im Hochschulbetrieb am Beispiel der IIA.

Wir freuen uns sehr, den Band nun auch ganz analog in den Händen zu halten. 📚

🔗 Mehr Informationen zum Sammelband gibt es beim Wallstein Verlag: https://www.wallstein-verlag.de/9783835361928-ausnahmezustand.html

🗓📢 𝟒. 𝐓𝐫𝐢𝐞𝐫𝐞𝐫 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐰𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐠𝐮𝐧𝐠 - 𝐏𝐚𝐧𝐞𝐥 𝟓: 𝐊𝐫𝐢𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐆𝐞𝐬𝐞𝐥𝐥𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭𝐬𝐭𝐡𝐞𝐨𝐫𝐢𝐞 𝐝𝐞𝐬 𝐀𝐧𝐭𝐢𝐬𝐞𝐦𝐢𝐭𝐢𝐬𝐦𝐮𝐬Wie lässt sich Antisemitismus ...
08/09/2026

🗓📢 𝟒. 𝐓𝐫𝐢𝐞𝐫𝐞𝐫 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐰𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐠𝐮𝐧𝐠 - 𝐏𝐚𝐧𝐞𝐥 𝟓: 𝐊𝐫𝐢𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐆𝐞𝐬𝐞𝐥𝐥𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭𝐬𝐭𝐡𝐞𝐨𝐫𝐢𝐞 𝐝𝐞𝐬 𝐀𝐧𝐭𝐢𝐬𝐞𝐦𝐢𝐭𝐢𝐬𝐦𝐮𝐬

Wie lässt sich Antisemitismus gesellschaftstheoretisch erklären und kritisieren? Welche Rolle spielen Projektion, Identitätsbildung und die Abwehr gesellschaftlicher Vermittlung – und welches Potenzial bieten unterschiedliche Traditionen kritischer Theorie für die Analyse gegenwärtiger Formen des Antisemitismus?

Diesen Fragen widmet sich am 17. September von 13:00 bis 15:15 Uhr das fünfte Panel unserer Nachwuchstagung.

📌 Dr. Jonas Erulo (Universität Münster) untersucht Antisemitismus als Ressentiment gegen die „Aufgabe der Vermittlung“. Aus psychoanalytischer und gesellschaftskritischer Perspektive fragt er danach, wie das Versprechen einer unmittelbaren Aufhebung gesellschaftlicher Widersprüche antisemitisch mobilisierbar wird und welche Rolle der christliche Antijudaismus bei der historischen Fixierung dieser Struktur auf Jüdinnen:Juden spielt.

📌 Jakob Hoffmann (Universität Hamburg) widmet sich der „jüdischen Nase“ als visuellem Topos von bemerkenswerter historischer Kontinuität. Anknüpfend an Theodor W. Adorno interpretiert er sie als „mikrologisches“ Moment des modernen Antisemitismus und fragt, wie sich rassifizierende Distinktion, verdrängte Sinnlichkeit und pathische Projektion in einem scheinbar banalen visuellen Merkmal verschränken.

📌 Philipp Roggenkamp (JFDA - Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus) fragt in seinem Vortrag „Castoriadis lesen in Gaza“ nach dem Potenzial der Gesellschaftstheorie Cornelius Castoriadis’ für eine Kritik des zeitgenössischen linken Antisemitismus. Ausgehend von Castoriadis’ Auseinandersetzung mit der iranischen Revolution, Palästina sowie seiner Identitäts- und Religionskritik untersucht der Vortrag, wie Antisemitismus als gesellschaftlich produzierte Ideologie begriffen werden kann.

🎙 Moderiert wird das Panel von Marc Seul (IIA, Universität Trier).

📅 17. September 2026 | 13:00–15:15 Uhr
📍 Universität Trier
💻 Teilnahme vor Ort und online möglich
➡️ Programm und Anmeldung: https://www.uni-trier.de/universitaet/fachbereiche-faecher/fachbereich-iii/faecher/geschichte/studium-und-lehre/initiative-interdisziplinaere-antisemitismusforschung/projekte-1/tagungen/konferenzen/4-trierer-nachwuchstagung-fuer-interdisziplinaere-antisemitismusforschung

🗓📢 𝟒. 𝐓𝐫𝐢𝐞𝐫𝐞𝐫 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐰𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐠𝐮𝐧𝐠 - 𝐏𝐚𝐧𝐞𝐥 𝟒: 𝐉𝐮𝐝𝐞𝐧𝐛𝐢𝐥𝐝𝐞𝐫 𝐢𝐧 𝐊𝐮𝐧𝐬𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐊𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫Wie entstehen und tradieren sich antisemitische ...
07/09/2026

🗓📢 𝟒. 𝐓𝐫𝐢𝐞𝐫𝐞𝐫 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐰𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐠𝐮𝐧𝐠 - 𝐏𝐚𝐧𝐞𝐥 𝟒: 𝐉𝐮𝐝𝐞𝐧𝐛𝐢𝐥𝐝𝐞𝐫 𝐢𝐧 𝐊𝐮𝐧𝐬𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐊𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫

Wie entstehen und tradieren sich antisemitische Bilder und Vorstellungen in Kunst und Kultur? Welche Funktionen erfüllen Darstellungen von Jüdinnen:Juden – und wie verändern sich solche visuellen und kulturellen Codes über historische Epochen hinweg?

Diesen Fragen widmet sich am 17. September von 10:00 bis 11:30 Uhr das vierte Panel unserer Nachwuchstagung.

📌 Gina Krewer (IIA, Universität Trier) untersucht die Funktion jüdischer Figuren im bürgerlichen Theater des 18. Jahrhunderts. Am Beispiel von Shylock und seiner Darstellung durch August Wilhelm Iffland zeigt sie, wie stereotype Vorstellungen einer vermeintlichen „Judennatur“ auf der Bühne hergestellt und zugleich mit der Konstruktion einer deutschen „Nationalkultur“ verbunden wurden.

📌 Mira Anneli Naß (IGmA, Universität Stuttgart) nimmt Antisemitismus als visuellen Code in den Blick. Ausgangspunkt ist die lange Geschichte antisemitischer Bilder und Projektionen im Kunstfeld. Der Vortrag fragt danach, wie sich „Judenbilder“ über Epochen, Medien und gesellschaftliche Ordnungen hinweg fortschreiben und anpassen – und wie Antisemitismus über visuelle Chiffren Wahrnehmungen, Feindbilder und gesellschaftliche Zugehörigkeiten strukturiert.

🎙 Moderiert wird das Panel von Lennard Schmidt (IIA, Universität Trier).

📅 17. September 2026 | 10:00–11:30 Uhr
📍 Universität Trier
💻 Teilnahme vor Ort und online möglich
➡️ Programm und Anmeldung: https://www.uni-trier.de/universitaet/fachbereiche-faecher/fachbereich-iii/faecher/geschichte/studium-und-lehre/initiative-interdisziplinaere-antisemitismusforschung/projekte-1/tagungen/konferenzen/4-trierer-nachwuchstagung-fuer-interdisziplinaere-antisemitismusforschung

🗓📢 𝟒. 𝐓𝐫𝐢𝐞𝐫𝐞𝐫 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐰𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐠𝐮𝐧𝐠 - 𝐏𝐚𝐧𝐞𝐥 𝟑: 𝐀𝐧𝐭𝐢𝐬𝐞𝐦𝐢𝐭𝐢𝐬𝐦𝐮𝐬 𝐮𝐧𝐝 𝐑𝐞𝐜𝐡𝐭Welche Möglichkeiten bietet das Recht, um gegen antisem...
03/09/2026

🗓📢 𝟒. 𝐓𝐫𝐢𝐞𝐫𝐞𝐫 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐰𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐠𝐮𝐧𝐠 - 𝐏𝐚𝐧𝐞𝐥 𝟑: 𝐀𝐧𝐭𝐢𝐬𝐞𝐦𝐢𝐭𝐢𝐬𝐦𝐮𝐬 𝐮𝐧𝐝 𝐑𝐞𝐜𝐡𝐭

Welche Möglichkeiten bietet das Recht, um gegen antisemitische Äußerungen vorzugehen? Wie werden moderne Erscheinungsformen des Antisemitismus von Gerichten erfasst – und wo stößt rechtlicher Schutz an strukturelle Grenzen?

Diesen Fragen widmet sich das dritte Panel unserer Nachwuchstagung aus zwei unterschiedlichen rechtswissenschaftlichen Perspektiven.

📌 Greta Göbel untersucht am Beispiel des juristischen Streits um das antijudaistische Relief an der Wittenberger Stadtkirche den persönlichkeitsrechtlichen Schutz gegen antisemitische Äußerungen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gerichte mit kollektivbezogenem Antisemitismus umgehen, wenn Äußerungen nicht unmittelbar gegen eine einzelne Person gerichtet sind. Dabei nimmt der Vortrag auch problematische rechtliche Konstruktionen eines vermeintlich einheitlichen jüdischen „Selbstverständnisses“ in den Blick.

📌 Carolin Kainka (Tikvah Institut gemeinnützige UG haftungsbeschränkt, Berlin, Deutschland) fragt grundsätzlicher nach der Strafbarkeit antisemitischer Erscheinungsformen und den Grenzen rechtlicher Intervention. Anhand aktueller Gerichtsentscheidungen zeigt sie Leerstellen in der rechtlichen Erfassung von Antisemitismus auf – insbesondere bei israelbezogenem Antisemitismus, antisemitischen Vorfällen im öffentlichen Raum und politischen Versammlungen. Zugleich thematisiert sie das Spannungsverhältnis zwischen grundrechtlich geschützter Freiheit und dem Schutz vor Antisemitismus.

Damit richtet Panel 3 den Blick nicht nur auf die Möglichkeiten rechtlicher Intervention, sondern auch auf die Frage, ob bestehende rechtliche Kategorien der Komplexität gegenwärtiger antisemitischer Erscheinungsformen überhaupt gerecht werden können.

Moderiert wird das Panel von Christoph Fischer (Universität Trier / London Centre for the Study of Contemporary Antisemitism).

📅 16.–18. September 2026 | Universität Trier
💻 Teilnahme vor Ort und online möglich
➡️ Programm und Anmeldung: https://www.uni-trier.de/universitaet/fachbereiche-faecher/fachbereich-iii/faecher/geschichte/studium-und-lehre/initiative-interdisziplinaere-antisemitismusforschung/projekte-1/tagungen/konferenzen/4-trierer-nachwuchstagung-fuer-interdisziplinaere-antisemitismusforschung

🇵🇱📸 𝐈𝐈𝐀 𝐚𝐭 𝐭𝐡𝐞 𝟏𝟕𝐭𝐡 𝐂𝐨𝐧𝐟𝐞𝐫𝐞𝐧𝐜𝐞 𝐨𝐟 𝐭𝐡𝐞 𝐄𝐮𝐫𝐨𝐩𝐞𝐚𝐧 𝐒𝐨𝐜𝐢𝐨𝐥𝐨𝐠𝐢𝐜𝐚𝐥 𝐀𝐬𝐬𝐨𝐜𝐢𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧 𝐢𝐧 𝐖𝐚𝐫𝐬𝐚𝐰Last week, IIA members Salome Richter a...
02/09/2026

🇵🇱📸 𝐈𝐈𝐀 𝐚𝐭 𝐭𝐡𝐞 𝟏𝟕𝐭𝐡 𝐂𝐨𝐧𝐟𝐞𝐫𝐞𝐧𝐜𝐞 𝐨𝐟 𝐭𝐡𝐞 𝐄𝐮𝐫𝐨𝐩𝐞𝐚𝐧 𝐒𝐨𝐜𝐢𝐨𝐥𝐨𝐠𝐢𝐜𝐚𝐥 𝐀𝐬𝐬𝐨𝐜𝐢𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧 𝐢𝐧 𝐖𝐚𝐫𝐬𝐚𝐰

Last week, IIA members Salome Richter and Marc Seul (Universität Trier) presented their current research at the 17th Conference of the European Sociological Association (ESA) in , held under the theme “Strengthening Democracies: Social Action, Solidarity, and Sustainable Futures”.

▪️ 𝐒𝐚𝐥𝐨𝐦𝐞 𝐑𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞𝐫 presented her research on discourses surrounding Israel and Palestine within Native American Studies. Her contribution critically examined the ways in which the Israeli-Palestinian conflict is framed within this academic field as part of the panel “Antisemitism in Academia and Higher Education”.

▪️ 𝐌𝐚𝐫𝐜 𝐒𝐞𝐮𝐥 presented his paper “Anti-Zionism as a Left-Populist Field of Mobilisation After October 7: The Case of Germany’s Die Linke”. His contribution examined how the German party Die Linke responded to the October 7 massacre, the subsequent Israel–Hamas war, and the surge in antisemitism in Germany.

Both presentations were part of the programme organized by ESA Research Network 31 “Ethnic Relations, Racism and Antisemitism”, coordinated by Dr. Kim Robin Stoller (IIBSA) and Dr. Elke Rajal (University of Passau).

Beyond the panels themselves, the conference offered valuable opportunities to connect with colleagues from across Europe, discuss current research on antisemitism and racism, and strengthen existing as well as establish new academic networks.

We were also very pleased to learn that the next RN31 Mid-Term Conference will take place in Pilsen next year – and are already looking forward to continuing these conversations there.

Many thanks to the organizers, fellow panelists and everyone we met in Warsaw for the stimulating discussions and exchange!

🗓📢 𝟒. 𝐓𝐫𝐢𝐞𝐫𝐞𝐫 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐰𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐠𝐮𝐧𝐠 - 𝐏𝐚𝐧𝐞𝐥 𝟐: 𝐀𝐧𝐭𝐢𝐬𝐞𝐦𝐢𝐭𝐢𝐬𝐦𝐮𝐬 𝐢𝐦 𝐝𝐢𝐠𝐢𝐭𝐚𝐥𝐞𝐧 𝐑𝐚𝐮𝐦 (𝐛𝐞𝐤ä𝐦𝐩𝐟𝐞𝐧)Wie verbreiten sich antisemitische ...
01/09/2026

🗓📢 𝟒. 𝐓𝐫𝐢𝐞𝐫𝐞𝐫 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐰𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐠𝐮𝐧𝐠 - 𝐏𝐚𝐧𝐞𝐥 𝟐: 𝐀𝐧𝐭𝐢𝐬𝐞𝐦𝐢𝐭𝐢𝐬𝐦𝐮𝐬 𝐢𝐦 𝐝𝐢𝐠𝐢𝐭𝐚𝐥𝐞𝐧 𝐑𝐚𝐮𝐦 (𝐛𝐞𝐤ä𝐦𝐩𝐟𝐞𝐧)

Wie verbreiten sich antisemitische Deutungsmuster in digitalen Öffentlichkeiten? Welche Rolle spielen soziale Medien für die Mobilisierung anti-israelischer Protestmilieus – und wie kann antisemitischen Inhalten in Kommentarspalten begegnet werden?

Diesen Fragen widmet sich am 16. September von 14:00 bis 16:15 Uhr das zweite Panel unserer Nachwuchstagung.

📌 Corinne Heuer (CeMAS) untersucht die anti-israelische Protestszene auf Instagram mit einer Kombination aus Netzwerk- und Inhaltsanalyse. Im Mittelpunkt stehen die digitale Vernetzung zentraler Akteur:innen, ihre Mobilisierungsstrategien sowie antisemitische Projektionen innerhalb geteilter Inhalte.

📌 Sophie Tadeuš (Universität Potsdam) analysiert anhand von 199 Instagram-Beiträgen, wie linke Bewegungsakteur:innen kollektive Deutungen des Nahostkonflikts hervorbringen. Ihre Kritische Diskursanalyse fragt nach dem Verhältnis von kollektiver Identität, Antizionismus und Antisemitismus und zeigt, welche Funktion antisemitische Elemente für die Stabilisierung gemeinsamer Erzählungen und Feindbilder übernehmen können.

📌 Tila de Almeida Mendonça (Drudel 11 e.V.) richtet den Blick auf die Praxis der Antisemitismusbekämpfung in sozialen Medien. Anhand des Projekts „deras_on – Deradikalisierung Antisemitismus Online“ untersucht sie, wie rollenbasierte dialogische Interventionen antisemitische Deutungsmuster irritieren können, welche Anschlusskommunikation dadurch entsteht – und wo die Grenzen solcher Ansätze liegen.

🎙 Moderiert wird das Panel von Luca Zarbock (IIA, Universität Trier).

📅 16.–18. September 2026 | Universität Trier
💻 Teilnahme vor Ort und online möglich
➡️ Programm und Anmeldung: https://www.uni-trier.de/universitaet/fachbereiche-faecher/fachbereich-iii/faecher/geschichte/studium-und-lehre/initiative-interdisziplinaere-antisemitismusforschung/projekte-1/tagungen/konferenzen/4-trierer-nachwuchstagung-fuer-interdisziplinaere-antisemitismusforschung


🗓📢 4. 𝐓𝐫𝐢𝐞𝐫𝐞𝐫 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐰𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐠𝐮𝐧𝐠 - 𝐏𝐚𝐧𝐞𝐥 1: 𝐏𝐫𝐨𝐛𝐥𝐞𝐦𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐖𝐢𝐬𝐬𝐞𝐧𝐬𝐩𝐫𝐨𝐝𝐮𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧 𝐳𝐮 𝐀𝐧𝐭𝐢𝐬𝐞𝐦𝐢𝐭𝐢𝐬𝐦𝐮𝐬 𝐮𝐧𝐝 𝐣ü𝐝𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐦 𝐋𝐞𝐛𝐞𝐧Wie wird Wi...
31/08/2026

🗓📢 4. 𝐓𝐫𝐢𝐞𝐫𝐞𝐫 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐰𝐮𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐠𝐮𝐧𝐠 - 𝐏𝐚𝐧𝐞𝐥 1: 𝐏𝐫𝐨𝐛𝐥𝐞𝐦𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐖𝐢𝐬𝐬𝐞𝐧𝐬𝐩𝐫𝐨𝐝𝐮𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧 𝐳𝐮 𝐀𝐧𝐭𝐢𝐬𝐞𝐦𝐢𝐭𝐢𝐬𝐦𝐮𝐬 𝐮𝐧𝐝 𝐣ü𝐝𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐦 𝐋𝐞𝐛𝐞𝐧

Wie wird Wissen über Antisemitismus und jüdisches Leben produziert? Welche Perspektiven werden dabei sichtbar – und welche Leerstellen, Vorannahmen und methodischen Probleme prägen Forschung und Bildungsarbeit?

Mit diesen Fragen eröffnet am Mittwoch, 16. September, um 10:30 Uhr das erste Panel der 4. Trierer Nachwuchstagung für interdisziplinäre Antisemitismusforschung.

📌 Jonas Hessenauer und Moritz Golombek (Tikvah Institut gemeinnützige UG haftungsbeschränkt, Berlin, Deutschland) untersuchen in ihrem Vortrag wiederkehrende Probleme aktueller Studien zu Antisemitismus. Im Mittelpunkt stehen die Auswahl und Operationalisierung antisemitischer Einstellungen, Verzerrungen von Stichproben sowie die wissenschaftliche Einordnung antiisraelischer Proteste. Der Beitrag fragt damit zugleich nach der Bedeutung von Methodenkritik für eine antisemitismuskritische Forschung.

📌 Miriam Yosef diskutiert Antisemitismus als historisch gewachsene normative Ordnung. Ausgehend von Gesellschaftsvertrags- und Dominanztheorien untersucht sie am Beispiel der Aschkenormativität, wie antisemitische und rassifizierte Ordnungen ineinandergreifen und auch innerjüdische Hierarchien und Deutungshoheiten strukturieren können.

📌 Henning Gutfleisch nimmt den zunehmenden Rückgriff auf jüdische Perspektiven kritisch in den Blick. Er fragt, wie jüdische Erfahrungen in Forschung und Bildungsarbeit berücksichtigt werden können, ohne sie zu verdinglichen oder zu instrumentalisieren – und wie sich dieser Anspruch zu einer universalistischen Antisemitismusforschung verhält.

🎙 Moderiert wird das Panel von Moritz Y. Meier (Universität Bielefeld).

Die 4. Trierer Nachwuchstagung findet vom 16. bis 18. September 2026 an der Universität Trier statt. Eine Teilnahme ist vor Ort sowie online möglich – die Anmeldung ist geöffnet.

➡️ Programm und Anmeldung: https://www.uni-trier.de/universitaet/fachbereiche-faecher/fachbereich-iii/faecher/geschichte/studium-und-lehre/initiative-interdisziplinaere-antisemitismusforschung/projekte-1/tagungen/konferenzen/4-trierer-nachwuchstagung-fuer-interdisziplinaere-antisemitismusforschung

📢 𝐍𝐨𝐜𝐡 𝐤𝐧𝐚𝐩𝐩 𝐞𝐢𝐧 𝐌𝐨𝐧𝐚𝐭: 𝐉𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐳𝐮𝐦 𝟐. 𝐓𝐑𝐈𝐀𝐒-𝐅𝐚𝐜𝐡𝐭𝐚𝐠 𝐚𝐧𝐦𝐞𝐥𝐝𝐞𝐧!Am 25. September 2026 findet an der Universität Trier der zw...
24/08/2026

📢 𝐍𝐨𝐜𝐡 𝐤𝐧𝐚𝐩𝐩 𝐞𝐢𝐧 𝐌𝐨𝐧𝐚𝐭: 𝐉𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐳𝐮𝐦 𝟐. 𝐓𝐑𝐈𝐀𝐒-𝐅𝐚𝐜𝐡𝐭𝐚𝐠 𝐚𝐧𝐦𝐞𝐥𝐝𝐞𝐧!

Am 25. September 2026 findet an der Universität Trier der zweite -Fachtag zum Umgang mit in der statt. Eingeladen sind Lehrkräfte aus der Region und darüber hinaus sowie Lehramtsstudierende der Universität Trier.

👉 Der Fachtag bietet Input-Vorträge und Workshops zur Thematisierung von Antisemitismus im Schulunterricht, die Möglichkeit, quellenbasierte Lehrmaterialien kennenzulernen, zu erproben und weiterzuentwickeln, sowie Raum für den Austausch über Erfahrungen und Herausforderungen im Schulalltag.

📅 25. September 2026
🕙 08:30–16:15 Uhr
📍 Universität Trier

📩 Jetzt anmelden:
https://www.uni-trier.de/universitaet/fachbereiche-faecher/fachbereich-iii/faecher/geschichte/studium-und-lehre/initiative-interdisziplinaere-antisemitismusforschung/forschung-1/trias-thematisieren-reflektieren-intervenieren-antisemitismus-in-schulen-begegnen/trias-fachtage

Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Fachtag mit neuen Impulsen, praxisnaher Arbeit und Austausch über den Umgang mit Antisemitismus im schulischen Kontext!

🤝 TRIAS („Thematisieren, Reflektieren, Intervenieren: Antisemitismus in Schulen begegnen“) ist ein Kooperationsprojekt der Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung (IIA) mit der Juniorprofessur für Papyrologie, der Juniorprofessur für Mittelalterliche Geschichte mit Schwerpunkt in der Jüdischen Geschichte, dem Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden sowie der Forschungs- und Dokumentationsstelle SEAL. Gefördert wird das Projekt von der Nikolaus Koch Stiftung und dem Freundeskreis Trierer Universität e. V.

Adresse

Universitätsring 15
Trier
54296

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