14/07/2022
𝗛𝗮𝘁 𝗗𝗶𝗽𝗹𝗼𝗺𝗮𝘁𝗶𝗲 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗖𝗵𝗮𝗻𝗰𝗲?
Wir sehen die tagtäglichen Bilder des sinnlosen Mordens unschuldiger Kinder, Frauen und Männer auf unseren Fernsehern. Plötzlich sind wir Teil eines Konfliktes, in dem wie in vielen Ländern dieser Erde Ressourcen eine Waffe sind. Wir müssen hilflos zusehen, wie der Hunger zur Waffe wird. Menschen aus derselben Region, denselben Dörfern, wird das Gift des Hasses und des Egoismus in die Köpfe geträufelt.
Bei allen Analysen und Betrachtungen, ob die NATO durch ihre Osterweiterung Grenzen überschritten und damit Russland dazu provoziert haben soll, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass der Ausgang des Krieges auch einen beträchtlichen Einfluss auf die zukünftige Weltordnung hat und damit das brutale Vorgehen der russischen Armee keinesfalls von der Weltgemeinschaft akzeptiert werden kann.
Dieser Krieg hat zudem den Kampf gegen den weltweiten Hunger und den Klimawandel um Jahrzehnte zurückgeworfen. Ob und wie damit das gesetzte Ziel, den Klimawandel zu begrenzen, überhaupt noch erreichbar ist, ist mehr als fraglich.
Es gibt also viele zwingende Gründe, weshalb die Kriegsparteien sofort an den Verhandlungstisch zurückkehren müssen. Aktuell muss man sich aber die Frage stellen, ob dies mit einem Präsidenten Putin, der die Welt zu Geiseln seiner atomaren Drohkulisse macht und unverrückbar an die Erreichung seiner Kriegsziele festhält, überhaupt möglich ist.
Mit der Ausnahme der Kuba-Krise stand die Menschheit noch nie so nahe am Abgrund. Warum es trotz dieser martialischen Drohungen wichtig ist, sich dem diktatorisch-imperialen Chauvinismus von Putin, der offensichtlich die Vorstellung eines kolonial-faschistoiden Reiches in den Grenzen von Peter dem Großen hat, sich mit allen Mittel und Möglichkeiten entgegen zu stellen, wird durch die deutsche Geschichte bewusst: Hätten sich die Alliierten nicht mit aller Kraft dem expansionistisch-rassistischen Dritten Reich entgegengestellt, würden wir heute in einer nationalsozialistischen Welt leben.
Sicherlich ist Putin nicht Adolf Hi**er, aber er ist ein Diktator einer Militärdiktatur im Krieg. Die russische Politik ist auf dem besten Weg in eine faschistoide Struktur.
Es sind Worte, die die Welt verändern, deshalb möchten wir an dieser Stelle an ein Gedicht von Wolfgang Borchert erinnern, das er aus seiner Erfahrung uns allen als Mahnung im Jahr 1947 geschrieben hat. Das Gedicht, “Dann gibt es nur eins!” ist eine Aufforderung und Absage an alle Kriege dieser Welt:
“𝘋𝘦𝘯𝘯, 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘸𝘪𝘳 𝘥𝘪𝘦𝘴 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘵𝘶𝘯 – 𝘥𝘢𝘯𝘯 𝘸𝘪𝘳𝘥 𝘥𝘦𝘳 𝘭𝘦𝘵𝘻𝘵𝘦 𝘔𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩, 𝘮𝘪𝘵 𝘻𝘦𝘳𝘧𝘦𝘵𝘻𝘵𝘦𝘯 𝘎𝘦𝘥ä𝘳𝘮𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘷𝘦𝘳𝘱𝘦𝘴𝘵𝘦𝘵𝘦𝘳 𝘓𝘶𝘯𝘨𝘦, 𝘢𝘯𝘵𝘸𝘰𝘳𝘵𝘭𝘰𝘴 𝘶𝘯𝘥 𝘦𝘪𝘯𝘴𝘢𝘮 𝘶𝘯𝘵𝘦𝘳 𝘥𝘦𝘳 𝘨𝘪𝘧𝘵𝘪𝘨 𝘨𝘭ü𝘩𝘦𝘯𝘥𝘦𝘯 𝘚𝘰𝘯𝘯𝘦 𝘶𝘯𝘥 𝘶𝘯𝘵𝘦𝘳 𝘸𝘢𝘯𝘬𝘦𝘯𝘥𝘦𝘯 𝘎𝘦𝘴𝘵𝘪𝘳𝘯𝘦𝘯 𝘶𝘮𝘩𝘦𝘳𝘪𝘳𝘳𝘦𝘯, 𝘦𝘪𝘯𝘴𝘢𝘮 𝘻𝘸𝘪𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘥𝘦𝘯 𝘶𝘯ü𝘣𝘦𝘳𝘴𝘦𝘩𝘣𝘢𝘳𝘦𝘯 𝘔𝘢𝘴𝘴𝘦𝘯𝘨𝘳ä𝘣𝘦𝘳𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘦𝘯 𝘬𝘢𝘭𝘵𝘦𝘯 𝘎ö𝘵𝘻𝘦𝘯 𝘥𝘦𝘳 𝘨𝘪𝘨𝘢𝘯𝘵𝘪𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘣𝘦𝘵𝘰𝘯𝘬𝘭𝘰𝘵𝘻𝘪𝘨𝘦𝘯 𝘷𝘦𝘳ö𝘥𝘦𝘵𝘦𝘯 𝘚𝘵ä𝘥𝘵𝘦; 𝘥𝘦𝘳 𝘭𝘦𝘵𝘻𝘵𝘦 𝘔𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩, 𝘥ü𝘳𝘳, 𝘸𝘢𝘩𝘯𝘴𝘪𝘯𝘯𝘪𝘨, 𝘭ä𝘴𝘵𝘦𝘳𝘯𝘥, 𝘬𝘭𝘢𝘨𝘦𝘯𝘥 𝘶𝘯𝘥 𝘴𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘧𝘶𝘳𝘤𝘩𝘵𝘣𝘢𝘳𝘦 𝘒𝘭𝘢𝘨𝘦: 𝘞𝘈𝘙𝘜𝘔? 𝘸𝘪𝘳𝘥 𝘶𝘯𝘨𝘦𝘩ö𝘳𝘵 𝘪𝘯 𝘥𝘦𝘳 𝘚𝘵𝘦𝘱𝘱𝘦 𝘷𝘦𝘳𝘳𝘪𝘯𝘯𝘦𝘯, 𝘥𝘶𝘳𝘤𝘩 𝘥𝘪𝘦 𝘨𝘦𝘣𝘰𝘳𝘴𝘵𝘦𝘯𝘦𝘯 𝘙𝘶𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘸𝘦𝘩𝘦𝘯, 𝘷𝘦𝘳𝘴𝘪𝘤𝘬𝘦𝘳𝘯 𝘪𝘮 𝘚𝘤𝘩𝘶𝘵𝘵 𝘥𝘦𝘳 𝘒𝘪𝘳𝘤𝘩𝘦𝘯, 𝘨𝘦𝘨𝘦𝘯 𝘏𝘰𝘤𝘩𝘣𝘶𝘯𝘬𝘦𝘳 𝘬𝘭𝘢𝘵𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯, 𝘪𝘯 𝘉𝘭𝘶𝘵𝘭𝘢𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘧𝘢𝘭𝘭𝘦𝘯, 𝘶𝘯𝘨𝘦𝘩ö𝘳𝘵, 𝘢𝘯𝘵𝘸𝘰𝘳𝘵𝘭𝘰𝘴, 𝘭𝘦𝘵𝘻𝘵𝘦𝘳 𝘛𝘪𝘦𝘳𝘴𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪 𝘥𝘦𝘴 𝘭𝘦𝘵𝘻𝘵𝘦𝘯 𝘛𝘪𝘦𝘳𝘦𝘴 𝘔𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩 – 𝘢𝘭𝘭 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦𝘴 𝘸𝘪𝘳𝘥 𝘦𝘪𝘯𝘵𝘳𝘦𝘧𝘧𝘦𝘯, 𝘮𝘰𝘳𝘨𝘦𝘯, 𝘮𝘰𝘳𝘨𝘦𝘯 𝘷𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵, 𝘷𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘩𝘦𝘶𝘵𝘦 𝘕𝘢𝘤𝘩𝘵 𝘴𝘤𝘩𝘰𝘯, 𝘷𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘩𝘦𝘶𝘵𝘦 𝘕𝘢𝘤𝘩𝘵, 𝘸𝘦𝘯𝘯 – – 𝘸𝘦𝘯𝘯 – – 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘪𝘩𝘳 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘕𝘌𝘐𝘕 𝘴𝘢𝘨𝘵.”
.. so endet die Mahnung an uns von Borchert.