09/09/2021
Der Weihnachtsmarkt in Tornesch wird ohne Rücksprache mit der Politik einfach von der Bürgermeisterin abgesagt und scheinbar in professionelle Hände gegeben.
In 2020 mussten wir alle wegen Corona auf unseren Weihnachtsmarkt verzichten. Davor hatte die Politik für einen Weihnachtsmarkt im Zentrum von Tornesch gekämpft und war trotz schlechter Finanzlage bereit, die notwendigen finanziellen Mittel weiterhin zur Verfügung zu stellen. Unser eintägiger Weihnachtsmarkt ist geprägt von den Ständen der Vereine und Verbände und stellt die Vielfalt in Tornesch dar.
Allen Vereinen und Verbänden der Stadt Tornesch sowie den vielen Hobbykünstlern wurde von der Verwaltung eine Einladung zur Teilnahme am Weihnachtsmarkt 2021 am POMM 91 zugesandt. Nun erfahren die Teilnehmer aus der Presse, dass der Weihnachtsmarkt am POMM 91 wegen Corona nicht stattfinden wird und außerdem hätte die Verwaltung nicht das Personal für die Organisation.
Die Politik wurde lediglich im Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Bildung kurz informiert, dass der Markt nicht stattfindet und der Gastronom am Torneum stattdessen einen Weihnachtsmarkt über 4 Tage organisieren wird. Über die Presse erfährt die Politik von der Bürgermeisterin Frau Kählert, dass auch noch eine Ausfallbürgschaft beschlossen werden muss.
Zunächst ist festzustellen, dass die betroffenen Vereine und Verbände kaum in der Lage sein werden, für 4 Tage ehrenamtliche Helfer für die Stände zu organisieren, da viele dies aus beruflichen Gründen nicht leisten können. Insbesondere Essen und Getränke wurden auf dem Weihnachtsmarkt verkauft, welchen Sinn soll das noch haben neben professionellen Buden? Wohin mit all den Hobbykünstlern? Vielleicht in die Soccerhalle? Allerdings dürfen sich dort stets nur 72 Personen aufhalten und gerade im Winter wird hier Fußball gespielt.
Der Tornescher Weihnachtsmarkt ist eine freiwillige Leistung der Stadt und die Mittel hierzu werden seitens der Politik zur Verfügung gestellt. Wenn sich die Verwaltung plötzlich nicht mehr in der Lage sieht einen Weihnachtsmarkt zu organisieren, dann muss die Politik auch keine freiwilligen Mittel, in Form einer Ausfallbürgschaft, zur Verfügung stellen! Eine Verlagerung oder Absage des Weihnachtsmarktes hätte die Bürgermeisterin Frau Kählert mit der Politik vorab abstimmen müssen!
Übrigens am Mittwoch wurden die Teilnehmer des Weihnachtsmarktes (über eine Woche nach der Ausschusssitzung) informiert! Der Verkauf von Glühwein und Spezialitäten soll mit dem neuen Organisator abgesprochen werden. Der Weihnachtsmarkt soll Donnerstag, den 25.11.2021 von 14 - 21 Uhr, Freitag, den 26.11.2021 von 14 - 22 Uhr, Samstag, den 27.11.2021 von 11 - 22 Uhr und Sonntag, den 28.11.2021 von 11 - 19 Uhr stattfinden. Wir dürfen als Teilnehmer auch einzelne Tage buchen, wie soll das funktionieren? Bisher hat der Bauhof den Auf- und Abbau erledigt, doch diese städtischen Mitarbeiter werden sicherlich nicht für einen Unternehmer tätig werden?
Es bleiben viele Fragen offen. Vielleicht hätte es auch noch eine andere Lösung gegeben, aber leider hat Bürgermeisterin Frau Kählert ohne Rücksprache mit der Politik entschieden und bemängelt in einem weiteren Presseartikel, es hätte auch keine alternative Vorschläge seitens der Politik gegeben. Dieses unabgestimmte Vorpreschen war unnötig und passiert leider nicht zum ersten Mal.
Sabine Werner
Ortsverbandsvorsitzende