28/05/2026
🤔Was passiert eigentlich im Katastrophenfall – und welche Rolle spielt das Regierungspräsidium?
Wenn z.B. Hochwasser oder Starkregen mehrere Landkreise betreffen, bekämpfen wir im Regierungspräsidium die Katastrophe im effizienten Zusammenwirken mit allen beteiligten Stellen und Organisationen, insbesondere den Landratsämtern, dem Bürgermeisteramt Ulm, den Feuerwehren und Hilfsorganisationen sowie dem THW und ggf. der Bundeswehr.
Ein schnelles, koordiniertes und routiniertes Handeln kann im Ereignisfall nur durch das Training von Abläufen und Entscheidungsprozessen sichergestellt werden. Es gilt der Grundsatz: Was nicht geübt wird, kann im Ernstfall nicht funktionieren.
Daher gibt es im Regierungsbezirk Tübingen regelmäßige Übungen der Verwaltungsstäbe. Bspw. die KÜKEX 2025, bei der mit rund 1.300 Mitwirkenden unter Beteiligung der Landkreise, einiger Kommunen sowie eines Unternehmens über zwei Tage hinweg realitätsnah ein Szenario mit Starkregen und Hochwasser geübt wurde.
Ziele der KÜKEX 2025 waren insbesondere:
- die Verbesserung des strategischen Zusammenwirkens zwischen Regierungspräsidium, unteren Katastrophenschutzbehörden sowie Gemeinden im Regierungsbezirk Tübingen innerhalb ihrer jeweiligen Stabsstrukturen,
- vorausschauendes und gemeinsames Handeln im Sinne eines koordinierten Krisenmanagements sowie
- eine gemeinsame, Ebenen-übergreifende Krisenkommunikation und Medienarbeit („One message, many voices“).
🎤Mehr dazu erklärt Regierungsvizepräsident Dr. Utz Remlinger im Interview.
🌊 Katastrophenschutz beginnt nicht erst im Einsatz – sondern lange davor.
Genau das war übrigens vor einigen Tagen auch Thema unserer Jahresinformationsveranstaltung „Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement“ – mit rund 120 Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen, Behörden und Einsatzorganisationen im Regierungspräsidium Tübingen.