Merret reicht's -Aus Liebe zu Sylt

Merret reicht's -Aus Liebe zu Sylt Aus Liebe zu Sylt. Wir möchten, dass der "Lebensraum Sylt" im Einklang mit dem "Wirtschaftsraum Sylt" zum Mittelpunkt unseres gemeinsamen Handelns wird!

Nur so können wir Sylt und seine natürliche Schönheit auf lange Sicht erhalten!

Neue Tourismusstrategie für Sylt:Merret Teil der LenkungsgruppeDie Insel Sylt erarbeitet innerhalb der nächsten sechs Mo...
27/04/2026

Neue Tourismusstrategie für Sylt:
Merret Teil der Lenkungsgruppe

Die Insel Sylt erarbeitet innerhalb der nächsten sechs Monate eine neue, inselweite Tourismusstrategie (Kurs Sylt), die als verbindliche Leitlinie für eine nachhaltige Entwicklung zwischen Natur, Wirtschaft und Lebensqualität dienen soll. Der Prozess beinhaltet eine breite Beteiligung von Einwohnern und Experten, um Schwerpunkte in den Bereichen Mobilität, Umwelt und Stadtentwicklung zu setzen. Merret ist dabei.

Für uns als Bürgerinitiative ist klar: Genau hier entscheidet sich, ob Sylt künftig lebenswerter oder noch stärker übernutzt wird.

Erstmals sitzt Merret Sylt als Stimme der Zivilgesellschaft in der Lenkungsgruppe, die den gesamten Beteiligungsprozess zur Tourismusstrategie begleitet. Neben uns sind dort Vertreter von Sozialverbänden/Diakonie, Kultur/Sölring Foriining, Natur- und Umweltschutz/Naturschutzgemeinschaft Sylt, sowie insgesamt 22 weitere Mitglieder aus Tourismuswirtschaft, Politik und Verwaltung vertreten.

Damit werden nicht mehr nur die Interessen der Tourismuswirtschaft gehört, sondern auch jene von Anwohner:innen alt und jung, sozialen und benachteiligten Gruppen sowie Kultur und Naturschutz institutionell eingebunden. Merret versteht diese Rolle als Auftrag, konsequent die Aspekte für Lebensqualität, Klima- und Naturschutz, Tragfähigkeitsgrenzen des Tourismus, Partizipation der Bewohner und gerechte Verteilung der Lasten einbringen.

Wie der Beteiligungsprozess abläuft

Der Beteiligungsprozess ist mehrstufig aufgebaut und erstreckt sich über mehrere Monate.

- Phase 1: Themen erfassen und strukturieren
- Ab 27. April bis 10. Mai: Digitale Umfrage unter Gemeindevertreterinnen und -vertretern, um zentrale Themen und Fragen zu sammeln.
- 18. Mai: Dialogische Themensammlung mit zentralen Akteuren der Insel.
- 27. Mai bis 10. Juni: Öffentliche Online-Beteiligung – eine „Themenlandkarte" wird zur Kommentierung freigegeben.

Ergebnis: Eine Themenlandkarte als inhaltlicher Kompass für die nächste Phase.

- Phase 2: Perspektiven vertiefen und Empfehlungen entwickeln
- 15. bis 19. Juni: Ortsgruppen spiegeln die Sicht der einzelnen Inselorte.
- 15. Juni bis 3. Juli: Fokusgruppen vertiefen spezielle Themen mit Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen.
- Juli: Eine Zufallsbürgergruppe ergänzt den Prozess (siehe nächster Abschnitt).
- Ende August: Übergabeveranstaltung, bei der die gesammelten Ergebnisse vorgestellt werden.

Ab Herbst 2026 sollen die Ergebnisse von den Gemeindevertretungen geprüft, fachlich weiter ausgearbeitet und schließlich als integrierte Tourismusstrategie politisch beschlossen werden. Das klingt gut strukturiert – entscheidend ist aber, wie ernst die Beiträge der Bürger:innen wirklich von den Politikern der fünf Gemeindevertretungen genommen werden.

Zufallsbürger: Bürgerrat statt Stammtisch – ein starkes Signal

Ein besonders starkes Element ist aus unserer Sicht die geplante „Zufallsbürgergruppe" im Juli. Die Teilnehmenden werden per Zufallsauswahl aus den fünf Inselgemeinden ermittelt und nach soziodemografischen Kriterien zusammengesetzt, um die Breite der Inselgesellschaft abzubilden. Zusätzlich sollen auch Menschen einbezogen werden, die auf Sylt arbeiten, aber auf dem Festland wohnen.

Damit entspricht das Konzept einem „repräsentativen, losbasierten Bürgerrat" – ein Format, das in vielen Ländern, in Deutschland schon Bundesweit und in vielen Kommunen eingesetzt wird, um ausgewogene Empfehlungen jenseits von Lobbyinteressen zu entwickeln. Wir begrüßen dieses Segment ausdrücklich, weil es die Chance bietet, dass nicht nur die Lautesten oder Ökonomisch Stärksten bestimmen, sondern ein Querschnitt der Bevölkerung.

Für Merret ist klar:
- Die Zufallsbürgergruppe darf kein dekoratives Element sein, sondern muss mit Zeit, guter Moderation und Zugang zu unabhängiger Expertise ausgestattet werden.
- Ihre Empfehlungen müssen transparent dokumentiert und im weiteren politischen Prozess sichtbar berücksichtigt werden – alles andere wäre eine Entwertung von Bürgerbeteiligung.

Unsere Haltung: Beteiligung ja – aber nicht als PR-Show

Hierzu empfehlen wir unseren aktuellen "Merret-Podcast". https://merret-sylt.de/merret-podcast/

Der Beteiligungsprozess ist eine große Chance, die Bevölkerung wieder für Politik und Teilhabe zu interessieren – und zugleich ein Test, wie ernst es die Initiatoren mit echter Beteiligung meinen.

Was wir positiv sehen:
- Es gibt einen klar strukturierten Fahrplan mit mehreren Formaten – von Online-Beteiligung bis zu Fokus- und Ortsgruppen.
- Die Einbindung einer Zufallsbürgergruppe ist ein demokratisches Qualitätsmerkmal, das weit über klassische Anhörungsverfahren hinausgeht.
- Zivilgesellschaftliche Akteure wie Merret, Sozialverbände, Kultur und Naturschutz sitzen mit in der Lenkungsgruppe.
- der Prozess wird von der ausgesprochen erfahrenen und engagierten Firma NEXUS hochprofessionell begleitet.

Was wir kritisch im Blick behalten werden:
- Wie offen werden kritische Themen wie Übernutzung der Insel, Verkehr, Wohnraum, Verdrängung und Belastung von Natur- und Schutzräumen wirklich diskutiert?
- Werden Empfehlungen aus Bürgerrat, Orts- und Fokusgruppen sichtbar in den Entwürfen der Tourismusstrategie auftauchen – oder im Nachgang weichgespült?
- Bleibt der Prozess transparent, nachvollziehbar und für die Öffentlichkeit verständlich dokumentiert – oder verliert sich Entscheidendes in internen Runden?

Merret wird diesen Prozess konstruktiv-kritisch begleiten – und sich öffentlich melden, wenn Beteiligung zur reinen Legitimationskulisse zu werden droht. Das gesamte Verfahren bietet enorme Chancen, auf Sylt in einer sich seit Jahren verschärfenden gesellschaftlichen wie touristischen Funktionskrise sowohl im Umgang miteinander als auch in der touristischen Ausrichtung entscheidende Korrekturen vorzunehmen.
Befriedung durch Konsensverfahren, Bündelung der Kräfte und Belebung der Demokratie - könnten der große Gewinn sein.
Ein gutes Leben auf Sylt für alle und ein Ort der Erholung für unsere Gäste das Ziel!

Ernsthaftes Engagement

Schon jetzt ist klar: Ohne aktive Bürger:innen wird aus der Tourismusstrategie kein Kurswechsel, sondern nur ein weiteres Papier ohne Wirkung.

Wie kann man mitmachen?
- Nehmt an der Online-Beteiligung zur Themenlandkarte teil, sobald sie zwischen 27. Mai und 10. Juni freigeschaltet ist – wir schicken rechtzeitig den Link und Hinweise, worauf es ankommt.
- Wenn Sie in Orts- oder Fokusgruppen eingeladen werden, nutzen Sie die Gelegenheit und bringen Sie Ihre Perspektive ein – insbesondere zu Natur- und Klimaschutz, Wohnraumsicherung, Verkehr und sozialer Gerechtigkeit.
- Hören Sie unseren Podcast zur Tourismusstrategie und den Zufallsbürgern und leiten Sie ihn an andere interessierte Menschen weiter.

Eine Tourismusstrategie, die diesen Namen verdient, entsteht nur zusammen mit den Menschen auf der Insel – nicht über ihre Köpfe hinweg. Merret wird alles daransetzen, dass ihre Stimmen im Prozess nicht nur gehört, sondern auch wirksam werden.

Packen wir´s an!
Eure Merret

24/04/2026

Durchbruch in der Fewo-Krise? Wie das „Mengengerüst“ den Wohnungsstreit auf Sylt lösen könnte

Seit Jahren ringt die Gemeinde Sylt um eine Frage, die immer drängender wird: Wie kann ausreichend Wohnraum für Insulaner gesichert werden, ohne den Tourismus zu gefährden? Und wie geht man mit den Tausenden Ferienwohnungen um, die heute betrieben werden, ohne dass dafür rechtssichere Genehmigungen vorliegen?
Der Bebauungsplan 28 ist dabei nur ein sichtbarer Teil eines viel größeren Problems. Im Hintergrund wird längst an einer grundsätzlichen Lösung gearbeitet.

+ + + Ein neuer Ansatz aus der Verwaltung + + +

Aus gut unterrichteten Kreisen heißt es, dass ein neuer Ansatz an Bedeutung gewinnt: das sogenannte „Mengengerüst“. Die Idee dahinter ist einfach, aber weitreichend und könnte mehrere Probleme auf einmal lösen.

Im Kern bedeutet das: Die Gesamtzahl der Ferienwohnungen in der Gemeinde Sylt wird auf dem jetzigen Stand eingefroren. Neue Einheiten werden für die Zukunft ausgeschlossen.
Das Mengengerüst funktioniert wie ein festes Budget: Es kann nicht wachsen, sondern nur innerhalb der Insel neu verteilt werden. Was an einer Stelle möglich gemacht wird, muss an anderer Stelle weichen. Genau hier beginnt die eigentliche politische Steuerung.

+ + + Die Zahl, die alles verändert+ + +

Nach aktuellen Erhebungen geht die Baubehörde von rund 9.000 Ferienwohnungen allein in der Gemeinde Sylt aus, zuzüglich einer Dunkelziffer von ca. 1.000 Objekten. Diese Zahl liegt deutlich höher als frühere Schätzungen. Sie markiert künftig die Obergrenze. Die zuständigen Behörden empfehlen, den Bestand auf diesem Niveau festzuschreiben.
Das ist eine Zäsur. Denn bislang fand man auf Sylt immer Mittel und Wege, trotz eindeutiger Beschlüsse, den Bestand laufend auszuweiten. Doch damit soll endgültig Schluss sein, daran lassen Kreis und Land keinen Zweifel.

Wie holt man also die Tausenden Ferienobjekte endlich aus der Illegalität? In der Praxis könnte das so aussehen: Die Insel wird stärker in unterschiedliche Nutzungsbereiche gegliedert. Diese Zonen sind mit den Gebieten, die Bebauungspläne abdecken, nicht unbedingt identisch.

+ + + Ferienzonen: Legalisieren, wo es längst Realität ist + + +

In stark touristisch geprägten Lagen, etwa im Küstenbereich vom Kurzentrum bis zum Dorint-Hotel (nur ein Beispiel!), ist Dauerwohnen heute kaum noch vorhanden. Ferienwohnungen prägen das Bild. Viele dieser Nutzungen als Fewos sind rechtlich nicht genehmigt, lassen sich aber auch kaum in reguläre Genehmigungen überführen.

Hier könnte die Gemeinde künftig gezielt sogenannte „Ferienzonen“ ausweisen. In solchen Gebieten wäre es möglich, bestehende Nutzungen zu legalisieren und Umnutzungen zu genehmigen. Kurz gesagt: Dort, wo sowieso kaum noch jemand fest wohnt, könnte die Feriennutzung prinzipiell erlaubt sein oder sogar noch ausgeweitet werden.

+ + + Schutzräume: Wohnen sichern, wo es noch funktioniert + + +

Im Gegenzug müssten andere Ortsteile bewusst geschützt werden. Orte wie Morsum werden in diesem Zusammenhang häufig genannt. Dort, wo also noch funktionierende Nachbarschaften bestehen, könnte die Feriennutzung deutlich eingeschränkt oder ausgeschlossen werden. Ziel wäre es, diese Gebiete langfristig als Wohnräume für Einheimische zu sichern und die funktionierende Dorfgemeinschaft zu erhalten.
Dort bekämen dann die Eigentümer ungenehmigter Ferienwohnungen keine oder nur vereinzelt Baurechte, da bliebe es dann weitgehend bei der Nutzungsuntersagung als Ferienunterkunft. So kann man das ganze Gemeindegebiet mit seinen Ortschaften über die nächsten zehn Jahre B-Plan für B-Plan abarbeiten. Um festzulegen, in welchen Gebieten künftig welche Nutzung möglich oder unmöglich sein soll, wird derzeit ein städtebaulicher Rahmenplan erarbeitet. Die Politik entscheidet dann, welche Nutzung in welchem Gebiet zulässig sein soll.

Das Prinzip ist klar:
Wenn irgendwo was draufkommt, muss woanders was weg.
Dieses „Mengengerüst“ ersetzt natürlich keinen Bebauungsplan. Es hilft aber sehr praktisch, die vielen anzupassenden Bebauungspläne über die nächsten Jahre mit einem klaren Ziel umzugestalten. Ein „Mehr“ ist ausgeschlossen. Das Mengengerüst ist ein Rechenmodell, mit dessen Hilfe Tausende nicht genehmigungsfähige Ferienobjekte eine rechtssichere Perspektive erhalten könnten.

+ + + Warum der B-Plan 28 so feststeckt + + +

Die Gemeindevertretung hat sich mit ihrem einstimmigen Beschluss an das Beherbergungskonzept gebunden. Damit hat sie einen weiteren Zuwachs an Fewos ausgeschlossen. Genau hier zeigt sich auch, warum die Politik beim B-Plan 28 seit Jahren zu keiner Lösung kommt. Der Versuch, zusätzlich mehr Ferienwohnungen zuzulassen und gleichzeitig Dauerwohnen zu sichern, lässt sich in der Praxis nicht umsetzen. Ohne klare Prioritäten entsteht ein Wirrwarr, das sich nicht auflösen lässt.

+ + + Die Grenze des Systems: Baurecht bleibt Baurecht + + +

Das Mengengerüst kann jedoch nur auf grundsätzlich genehmigungsfähige Objekte angewendet werden. Es greift nicht bei baurechtlichen Verstößen.
Auf der Insel gibt es Hunderte Wohnungen, die in Kellern oder Dachgeschossen zur Beherbergung genutzt werden, obwohl die Räume baurechtlich dafür nicht zugelassen sind. Fehlende Fluchtwege oder unzureichende Raumhöhen sind keine Details, sondern klare Verstöße. In solchen Fällen bleibt die Bauaufsicht konsequent. Diese Nutzungen werden überprüft und, wenn nötig, beendet.
Das kann spürbare Folgen haben. Wenn künftig weniger Betten zulässig sind, weil einzelne Räume oder Etagen nicht mehr zur Beherbergung genutzt werden dürfen, wirkt sich das auch auf den wirtschaftlichen Wert der Immobilie aus.

+ + + Der Zugang zur Genehmigung: Wer zuerst kommt + + +

Bleibt die Frage: Wenn das Mengengerüst kommt, wie erhält man künftig eine Genehmigung für seine Immobilie?
Sollte es in den neuen Ferienzonen feste Kontingente geben, wird nach Angaben aus Verwaltungskreisen vor allem eines entscheidend sein: der Zeitpunkt des Antrags. Wer früh einreicht, kommt zum Zug. Denn die Summe der Objekte ist nach oben hin gedeckelt.

+ + + Widerstand aus der Wirtschaft + + +

Der Verein Sylter Unternehmer hat sich bereits im Vorfeld positioniert, indem er die offiziell durch die Verwaltung erhobenen Zahlen aus dem B-Plan 28-Gebiet bereits öffentlich angezweifelt hat. Man darf also davon ausgehen, dass das „Mengengerüst“ auf heftigen Widerstand stoßen wird bis hin zur Blockade. Mehrfach hatten die Sylter Unternehmer Gutachten und Lösungsvorschläge angekündigt, doch bislang blieb es bei leeren Versprechungen.

Aus Husum ist zu hören, dass es nicht Aufgabe des Staates sei, einzelne Geschäftsmodelle abzusichern, sondern die unterschiedlichen Funktionen einer Gemeinde in ein Gleichgewicht zu bringen. Städtebau müsse den Bedürfnissen aller dienen. Und das sei auf Sylt schon lange nicht mehr der Fall.

+ + + Die unterschätzte wirtschaftliche Realität + + +

Denn die wirtschaftlichen Folgen ungezügelter Expansionspolitik sind komplexer, als sie auf den ersten Blick erscheinen. Während oft vor Einbußen gewarnt wird, zeigen interne Auswertungen, dass fehlender Wohnraum für Beschäftigte in Sylter Betrieben zu erheblichen Problemen in Hotellerie und Gastronomie führt. Wo Personal fehlt, entstehen auch wirtschaftliche Verluste, unabhängig von der Zahl der Ferienwohnungen.

+ + + Der eigentliche Kern der Debatte + + +

Der Ansatz des Mengengerüsts versucht, genau diese widersprüchlichen Entwicklungen zusammenzuführen. Er hilft Politik und Verwaltung, ihre Entscheidungen auf solide Daten zu gründen und diese auch transparent zu machen. Damit wird eine Grundsatzfrage sichtbar, die über den B-Plan 28 und auch über die Gemeindegrenzen hinausgeht. Es geht nicht mehr nur um einzelne Baugebiete, sondern um die langfristige Struktur der Insel. Und um die Frage, ob es gelingt, die begrenzten Flächen so zu verteilen, dass sowohl Tourismus als auch das tägliche Leben auf Sylt dauerhaft möglich bleiben.

Illustration: Google Earth



Warum zweifeln die Sylter Wirtschaftsverbände plötzlich die offiziellen Zahlen zum Wohnungsbestand an? Und warum verweis...
11/03/2026

Warum zweifeln die Sylter Wirtschaftsverbände plötzlich die offiziellen Zahlen zum Wohnungsbestand an? Und warum verweisen sie gleichzeitig auf günstige Immobilien auf dem Festland?

Diese Fragen stehen im Raum, seit die Sylter Unternehmer ihre Stellungnahme zum Bebauungsplan 28 veröffentlicht haben. In der Sylter Rundschau - Nachrichten für die Insel Sylt wurde darüber bereits berichtet. Und darum geht es:

Der B-Plan 28 betrifft zwar nur ein kleines Gebiet in Westerland, doch politisch ist er weit mehr als ein lokaler Bauplan. Er gilt als Testfall für die Zukunft der Insel: Wie viele Ferienwohnungen verträgt Sylt noch, und bleibt hier auch Platz für Menschen, die dauerhaft hier leben und arbeiten?

Die Wirtschaftsverbände – der Verein Sylter Unternehmer, Dehoga und der Sylt Tourismus Verband – kritisieren den Entwurf der Gemeinde deutlich. Ihr Hauptargument: Die Datengrundlage sei falsch. Während die Verwaltung im Gebiet 88 Wohneinheiten zählt, behaupten die Verbände, bei einem Rundgang 104 Nutzungseinheiten gefunden zu haben, von denen etwa die Hälfte faktisch als Ferienwohnungen genutzt werde. Daraus leiten sie die Warnung ab: Sollten diese nicht legalisiert werden, seien wirtschaftliche Existenzen gefährdet.

Damit beginnt der eigentliche Konflikt. Denn gleichzeitig läuft seit Monaten eine systematische Aufnahme des Gesamtbestands der Wohneinheiten der Gemeinde Sylt durch ein externes, neutrales Institut. Diese Untersuchung soll erstmals belastbare Zahlen liefern, auf deren Grundlage Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden. Sollten nun Wirtschaftsvertreter auf eigenen Rundgängen - wie im B-Plan-28-Gebiet - zu anderen Zahlen kommen, entsteht zwangsläufig Misstrauen und Unsicherheit. Für eine ohnehin aufgeheizte Debatte ist das kein konstruktiver Beitrag und wirft Fragen auf, mit welchen Mitteln hier ein demokratisch vereinbarter Prozess torpediert werden soll.

Auffällig ist auch ein anderes Argument der Wirtschaftsverbände. Sie verweisen in ihrer Stellungnahme auf deutlich günstigere Immobilienpreise und Mieten auf dem Festland, etwa im nahen Klanxbüll. Sylt müsse sich im Wettbewerb behaupten, heißt es. Doch genau hier sehen viele Sylter einen Widerspruch. Denn wenn Wohnen auf Sylt durch die ungebremste Umwandlung von Dauerwohnungen in Ferienwohnungen immer teurer wird und Menschen deshalb aufs günstigere Festland ausweichen sollen, bedeutet das in der Praxis eine weitere Verdrängung der Inselbevölkerung.

Der politische Hintergrund macht die Sache noch brisanter. Die Gemeindevertretung hat einen klaren Beschluss gefasst: Der Bestand an Ferienwohnungen soll nicht weiter wachsen. Neue Ferienunterkünfte sollen grundsätzlich nicht mehr entstehen. Diese Entscheidung basiert auf dem Beherbergungskonzept und dem Wohnraumentwicklungskonzept der Gemeinde. Beide verfolgen ein Ziel: Dauerwohnen sichern und den Tourismus besser steuern.

Genau deshalb steht der B-Plan 28 so im Fokus. Wenn aus einem normalen Wohngebiet ein Gebiet wird, in dem die Umnutzung von Dauerwohnen zu Ferienwohnen grundsätzlich möglich wird, stellt sich zwangsläufig die Frage, was politische Beschlüsse in der Gemeinde Sylt noch wert sind.

In der aktuellen Debatte geht es deshalb nicht nur um Zahlen. Es geht auch um Interessen. Tourismus und Immobilienwirtschaft sind zentrale Wirtschaftszweige der Insel. Ole König ist ein Schwergewicht in der Sylter Immobilienbranche. Gleichzeitig ist er Vorsitzender der Sylter Unternehmer und schießt in dieser Funktion scharf gegen die politischen Beschlüsse. Eigeninteresse ist da nicht auszuschließen. Auch ist er vor nicht allzu langer Zeit erst in die CDU eingetreten, die sich in der Gemeinde Sylt heftig gegen Begrenzungen der Ferienvermietung im B-Plan-28-Gebiet wehrt. Mit teuren Gutachten versuchen die Sylter Unternehmer die politischen Bestrebungen einer Begrenzung der touristischen Nutzung zu Fall zu bringen. Bezahlt von den Mitgliedsbeiträgen. Niemand bestreitet, dass Tourismus für Sylt lebenswichtig ist. Die Frage ist nur, wo die Grenze liegt, wenn wirtschaftliche Interessen und die Lebensrealität der Inselbewohner aufeinandertreffen.

Am Ende führt der Streit wieder zu der Frage vom Anfang: Warum werden die offiziellen Zahlen angezweifelt?

Die Antwort könnte einfacher sein, als sie auf den ersten Blick wirkt. Wer das bestehende System möglichst unverändert erhalten möchte, hat ein Interesse daran, Datengrundlagen frühzeitig in Zweifel zu ziehen. Dieses geschieht gerade und sollte allen Beteiligten eine Warnung sein.

Denn unabhängig von wirtschaftlichen Argumenten steht die Insel vor einer grundsätzlichen Entscheidung: Soll Sylt vor allem ein Ort bleiben, an dem Menschen tatsächlich leben können? Mit einer zuverlässigen Daseinsvorsorge. Oder entwickelt sich die Insel endgültig zu einem Ort, an dem nur noch Urlaub gemacht wird? Diese Entscheidung fällt jetzt. Und sie fällt mit dem B-Plan 28.

Liebe Sylterinnen und Sylter, liebe Freundinnen und Freunde dieser Insel, liebe Merrets,wie oft haben wir uns im vergang...
06/01/2026

Liebe Sylterinnen und Sylter, liebe Freundinnen und Freunde dieser Insel, liebe Merrets,
wie oft haben wir uns im vergangenen Jahr gefragt: Geht es politisch auf Sylt wirklich noch einmal nach vorne und nimmt eine positive Wendung?
Und wie oft haben wir im Lebens- und im Urlaubsalltag gespürt, dass etwas massiv aus dem Gleichgewicht geraten ist – schleichend, über Jahre, aber nun deutlich spürbar und erfahrbar. Viele von uns kennen dieses Gefühl: die Sehnsucht nach einem Sylt, das wieder Lebensraum ist und nicht nur Geschäftskulisse. Nach Nachbarschaften statt Leerstand. Nach politischen Entscheidungen, die nachvollziehbar erklärt werden – und nicht einfach so passieren. 2025 war in diesem Sinne kein leichtes Jahr.

+++ Dauerwohnraum immer noch ohne Schutz +++

Wir haben erlebt, wie Zahlen, Fakten und Konzepte ans Licht kamen und noch immer ignoriert werden. Wir haben erlebt, wie politisch ohne jede Diskussion abgestimmt wurde. Wie Dauerwohnraum auch weiterhin keinen Schutz erfährt und weiter unter Druck gerät.
Und doch gab es Momente der Hoffnung.
Denn wir haben auch erlebt, was auf dieser Insel entstehen kann, wenn Menschen nicht wegschauen. Wenn sie sich einlesen, nachfragen, widersprechen. Wenn sie Stellungnahmen schreiben (160 Protestschreiben zum B-Plan 28), diskutieren, sich klar äußern. Wenn Verwaltung mit ihren Fachleuten ungehindert ihre Arbeit tut und die Politik auf sie hört.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis dieses Jahres:
Veränderung entsteht nicht irgendwann. Nicht in einer fernen, besseren Zukunft. Sondern jetzt.
Hier.
Mitten im Unvollkommenen.

𝘿𝙖𝙯𝙪 𝙚𝙞𝙣𝙚 𝙞𝙣𝙩𝙚𝙧𝙚𝙨𝙨𝙖𝙣𝙩𝙚 𝙑𝙚𝙧𝙖𝙣𝙨𝙩𝙖𝙡𝙩𝙪𝙣𝙜 𝙞𝙣 𝙙𝙞𝙚𝙨𝙚𝙧 𝙒𝙤𝙘𝙝𝙚 𝙢𝙞𝙩 𝙅𝙪𝙡𝙞𝙖 𝘾𝙖𝙧𝙨𝙩𝙚𝙣𝙨, 𝙎𝙩𝙖𝙖𝙩𝙨𝙨𝙚𝙠𝙧𝙚𝙩ᴀ̈𝙧𝙞𝙣 𝙞𝙢 𝙒𝙞𝙧𝙩𝙨𝙘𝙝𝙖𝙛𝙩𝙨𝙢𝙞𝙣𝙞𝙨𝙩𝙚𝙧𝙞𝙪𝙢 𝙙𝙚𝙧 𝙇𝙖𝙣𝙙𝙚𝙨𝙧𝙚𝙜𝙞𝙚𝙧𝙪𝙣𝙜, 𝙖𝙢 𝘿𝙤𝙣𝙣𝙚𝙧𝙨𝙩𝙖𝙜, 08.𝙅𝙖𝙣𝙪𝙖𝙧 𝙪𝙢 10:30 𝙐𝙝𝙧 𝙞𝙢 𝙁𝙧𝙞𝙚𝙨𝙚𝙣𝙨𝙖𝙖𝙡 𝙞𝙣 𝙆𝙚𝙞𝙩𝙪𝙢, 𝙛ᴜ̈𝙧 𝙙𝙞𝙚 𝙨𝙞𝙘𝙝 𝙝𝙤𝙛𝙛𝙚𝙣𝙩𝙡𝙞𝙘𝙝 𝙚𝙞𝙣𝙞𝙜𝙚 𝙫𝙤𝙣 𝙚𝙪𝙘𝙝 𝙕𝙚𝙞𝙩 𝙣𝙚𝙝𝙢𝙚𝙣. 𝙏𝙝𝙚𝙢𝙖: "𝙄𝙨𝙩 𝙎𝙮𝙡𝙩 𝙩𝙤𝙪𝙧𝙞𝙨𝙩𝙞𝙨𝙘𝙝 𝙪𝙣𝙙 𝙬𝙞𝙧𝙩𝙨𝙘𝙝𝙖𝙛𝙩𝙡𝙞𝙘𝙝 𝙣𝙤𝙘𝙝 𝙖𝙪𝙛 𝙙𝙚𝙧 𝙃ᴏ̈𝙝𝙚 𝙙𝙚𝙧 𝙕𝙚𝙞𝙩?"

Die Silvesterfeier liegt hinter uns, eine volle Insel entleert sich, es bleibt ein "Winter-Wonderland", und es kommt die Zeit der Ruhe und des Innehaltens… Innehalten heißt, wahrzunehmen, was ist – und daraus Kraft zu ziehen. Für das, was wir schützen wollen.

Und für das, was noch möglich ist.

Was wir tun, wie wir es tun, bringt euch der erste "Merret-Podcast" näher, ein echter Hörgenuss, den Ihr unter https://merret-sylt.de/merret-podcast/ abrufen könnt. Tolles Projekt.

Wir danken euch allen, die 2025 mit uns gegangen sind.
Für eure Zeit, eure Gedanken, eure Kritik, eure Ermutigung.
Ihr habt gezeigt: Diese Insel ist vielen nicht egal.
Lasst uns zum Jahresanfang durchatmen und das Erreichte würdigen.

Und mit klarem Blick und offenem Herzen ins neue Jahr gehen.
Merret reicht’s – aus Liebe zu Sylt.

www.merret-sylt.de

Kammholz meldet Insolvenz an - Dammwärter GmbH zahlungsunfähig. - Vor drei Jahren ließ der Sylter Bauunternehmer Andreas...
30/11/2025

Kammholz meldet Insolvenz an - Dammwärter GmbH zahlungsunfähig. -

Vor drei Jahren ließ der Sylter Bauunternehmer Andreas Kammholz den 200 Jahre alten Gasthof in List ohne Genehmigung abreißen. Was folgte, war eine der größten Protestkundgebungen, die Sylt je gesehen hat. Die Empörung schlug auch bundesweit hohe Wellen. Mit Kammholz war es ausgerechnet ein Einheimischer, der eines der ältesten Friesenhäuser auf der Insel in einer Nacht- und Nebelaktion dem Erdboden gleichmachte, um dort neue Ferienapartments errichten zu können.

Nun soll der Unternehmer pleite sein.

Bis zum heutigen Tage hat sich der Morsumer Kammholz geweigert, seine Tat öffentlich zu rechtfertigen oder sie wenigstens zu erklären. Er reagierte auf keine Anfrage.

Sylt1 - das Sylter Fernsehen berichtet aktuell, dass Andreas Kammholz für seine Dammwärter GmbH Insolvenz angemeldet hat. Nachzulesen ist dies auch im Verbraucherschutzforum.berlin mit Verweis auf das Aktenzeichen 56 IN 387/25. Danach hat das Amtsgericht Flensburg am 24. November 2025 ein Insolvenzverfahren gegen Kammholz und seinen Co-Geschäftsführer Henning Lehmann eröffnet.

Wie Sylt1 TV berichtet, betrug die Bilanzsumme der Dammwärter GmbH zuletzt rund 30,4 Millionen Euro. Damit handelt es sich um die erste größere Insolvenz in der Sylter Immobilienbranche in der derzeitigen Wirtschaftskrise. Beobachter gehen davon aus, dass das nur der Anfang einer scharfen Korrektur im Sylter Immobiliensektor ist.

Klare Kante! Gut erklärt. Auf Sylt stehen so viele Immobilien zum Verkauf wie nie zuvor. Alex Lenz von Sylt1 - das Sylte...
30/11/2025

Klare Kante! Gut erklärt. Auf Sylt stehen so viele Immobilien zum Verkauf wie nie zuvor.
Alex Lenz von Sylt1 - das Sylter Fernsehen fasst zusammen:

Jahrelang galt auf Sylt ein simples Naturgesetz: Preise kennen nur eine Richtung – steil nach oben. „Betongold“ war die sichere Bank für Glücksritter, die oft weniger die Insel liebten als die Rendite. Doch dieses Gesetz ist außer Kraft gesetzt. Ein tödlicher Mix aus gestiegenen Zinsen, explodierenden Baukosten und – als entscheidender Brandbeschleuniger – der konsequenten Durchsetzung des Beherbergungskonzepts hat den Markt gedreht.

Das Rechenexempel des Scheiterns
Warum entwickelt sich die Lage gerade jetzt für Immobilienhändler und Projektentwickler zur Katastrophe? Um das zu verstehen, muss man kein Volkswirt sein – ein Taschenrechner genügt.

Das Geschäftsmodell vieler Entwickler basierte auf einer Wette: Sie kauften Immobilien zu Mondpreisen, finanzierten diese fast vollständig über Bankkredite und kalkulierten die Rückzahlung über die lukrative Ferienvermietung.

Die Rechnung von gestern (Der Traum):

Ein Investor kauft ein Haus für 3 Millionen Euro (finanziert).

Geplante Nutzung: Ferienvermietung.
Erwartete Einnahme: ca. 80.000 € bis 100.000 € pro Jahr.
Fazit: Die hohen Einnahmen decken Zins und Tilgung. Die Bank bewertet das Haus aufgrund des hohen Ertragswerts ebenfalls mit 3 Millionen. Alles scheint sicher.
Die Rechnung von heute (Die Realität):

Der Kreis Nordfriesland greift durch. In dem betreffenden Gebiet ist keine Ferienvermietung zulässig. Das Haus darf nur als Dauerwohnraum genutzt werden.

Reale Nutzung: Dauervermietung.
Reale Einnahme: Bei ortsüblicher Miete vielleicht noch 25.000 € bis 30.000 € pro Jahr.
Das Zins-Desaster: Bei aktuellen Zinsen (ca. 4 % auf 3 Mio. €) fallen allein 120.000 € Zinsen pro Jahr an.
Das Ergebnis: Das Objekt erwirtschaftet keine Gewinne, sondern produziert einen jährlichen Verlust von fast 100.000 €.
Die Falle: Das „Toxische Asset“
Für den Immobilienhändler ist dieses Haus nun eine tödliche Falle.

Er kann es nicht halten, weil der monatliche Verlust ihn auffrisst (Liquiditätskrise).

Er kann es aber auch nicht verkaufen. Denn ein Käufer, der rechnen kann, zahlt für ein Haus, das nur 30.000 € Miete abwirft, keine 3 Millionen Euro mehr, sondern vielleicht nur noch 800.000 Euro (der neue, reale Ertragswert).

Verkauft der Händler nun zum Marktpreis, bleibt er auf einem Schuldenberg von über 2 Millionen Euro sitzen, den die Bank sofort fällig stellt. Das ist der Moment, in dem die Insolvenz unvermeidbar wird.

Das Sylter Immobilien-Beben: Anatomie einer notwendigen Krise
Der Domino-Effekt: Wenn einer fällt, wackeln alle
Diese Situation bleibt nicht isoliert. Wir erleben gerade den Beginn eines Domino-Effekts:

Die Banken ziehen die Reißleine: Da die Sicherheiten (die Häuser) drastisch an Wert verlieren, fordern Banken plötzlich mehr Eigenkapital nach – auch von Entwicklern, die noch nicht pleite sind. Wer keine Reserven hat, kippt als Nächster.
Baustopps treffen das Handwerk: Wenn Projektgesellschaften zahlungsunfähig sind, werden Rechnungen nicht bezahlt. Sylter Handwerker und Gartenbauer bleiben auf Forderungen sitzen.
Fehlende Steuereinnahmen: Wenn keine Gewinne aus Grundstücksgeschäften fließen und Bauprojekte stoppen, bricht die Gewerbesteuer ein. Das spürt die Gemeinde sofort.
Mythos „Tourismus-Kollaps“: Wer wirklich jammert
In dieser Gemengelage werden nun Stimmen laut, die vor einer Katastrophe für den Sylter Tourismus warnen. Doch Vorsicht: Diese Stimmen kommen fast ausschließlich aus der Ecke derer, die sich verspekuliert haben und nun versuchen, ihr privates Scheitern als öffentliches Problem zu verkaufen.

Die Wahrheit ist: Dem Sylter Gast ist es herzlich egal, ob eine Projektgesellschaft pleitegeht.

Für den Tourismus war die eigentliche Katastrophe der letzten Jahre nicht der Mangel an Luxus-Ferienwohnungen, sondern der Mangel an Personal.

Wenn Restaurants Ruhetage einführen müssen oder der Service leidet, weil kein Personal da ist, beschädigt das die Marke Sylt. Und das Personal fehlte, weil jede Besenkammer spekulativ zu Goldpreisen gehandelt wurde.

Schmerzhafte Heilung statt Untergang
Wenn nun durch Insolvenzen und Notverkäufe Immobilien auf den Markt kommen, deren Preise sich wieder an der Realität orientieren (Dauerwohnen statt Zocken), ist das eine Chance.

Hoteliers und Handwerksbetriebe können plötzlich wieder Wohnraum für Mitarbeiter kaufen.
Die Gemeinde oder Genossenschaften erhalten Zugriff auf Bestandsimmobilien.
Was wir erleben, ist keine Katastrophe für die Insel, sondern eine Marktbereinigung. Die „Goldgräber-Stimmung“ ist vorbei. Das Geld fließt nicht mehr automatisch im Schlaf. Zurück bleibt eine Inselwirtschaft, die sich wieder auf reale Werte besinnen muss. Für die Spekulanten ist das das Ende. Für die Struktur der Insel könnte es ein Neuanfang sein.
Autor: Alex Lenz

https://sylt1.tv/das-sylter-immobilien-beben-anatomie-einer-notwendigen-krise/

Zwei Visionen für Sylt – was soll aus unserer Insel werden?In der Sylter Rundschau diskutieren Susanne Matthiessen und O...
31/10/2025

Zwei Visionen für Sylt – was soll aus unserer Insel werden?

In der Sylter Rundschau diskutieren Susanne Matthiessen und Ole König über die Zukunft Sylts: Dauerwohnen oder Ferienluxus? Gemeinwohl oder Rendite?
Wir sagen: Diese Debatte betrifft uns alle!

👉 Beide Beiträge könnt Ihr jetzt hier in voller Länge nachlesen.

📅 Und am 11. November, 19 Uhr im Kursaal am Kliff (Wenningstedt) mitdiskutieren: Wie sichern wir echten Wohnraum? Was muss sich ändern – und wer übernimmt Verantwortung?
Eintritt frei.
Mit dabei:
• Marcus Kopplin (Kommunales Liegenschaftsmanagement)
• Stefan Marquardt (SyltFinanz)
• Stefan Peters (Virtus Bau)
• Helge Feddersen (MEF & Partner)
• Birte Wieda vom Bürgernetzwerk „Merret reicht’s“

Die Moderation übernimmt der Stadt- und Quartiersentwickler Stefan Postert.

Wir freuen uns auf einen sachlichen, offenen und mutigen Austausch – und auf Eure Stimme!

Artikel darf hier erscheinen mit freundlicher Genehmigung der Sylter Rundschau - Nachrichten für die Insel Sylt 👍🏼

Adresse

Sylt-Ost
25980

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