Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg

Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg Die grüne politische Stiftung in Baden-Württemberg Wir stehen für eine offene und solidarische Gesellschaft. Zivile Konfliktlösung leitet unser Handeln.

Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte sind für uns zentrale Werte. Wir unterstützen die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen - unabhängig von Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Religion. Wir setzen uns für Klimagerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein. Baden-Württemberg bietet für eine zukunftsfähige Entwicklung hervorragende Voraussetzungen - an diese Potenziale knüpfen wir an. Wir wollen ein starkes Europa mit globaler Verantwortung. Wir wollen

- zu einem gesellschaftlichen Wandel beitragen, der soziale Gerechtigkeit fördert und eine lebenswerte Umwelt und Zukunft ermöglicht.
- die Auseinandersetzung mit grünen Ideen und Initiativen voranbringen,
- eine Werkstatt neuer Ideen für Gesellschaft und Politik sowie Wirtschaft und Kultur sein,
- Impulse setzen und Platz für Kontroversen bieten,
- Begegnung, Austausch und Vernetzung ermöglichen,
- zu Teilhabe und aktiver Teilnahme befähigen. Mit unserer Bildungsarbeit möchten wir die politische Willensbildung der Menschen in Baden-Württemberg fördern und sie zur gesellschaftlichen Teilhabe ermutigen. Dafür öffnen wir Räume für aktuelle gesellschaftspolitische Debatten.

Der Hass in den sozialen Netzwerken bleibt nicht nur dort. Ob auf TikTok, Facebook oder anderen Plattformen, diese Disku...
11/09/2026

Der Hass in den sozialen Netzwerken bleibt nicht nur dort. Ob auf TikTok, Facebook oder anderen Plattformen, diese Diskurse haben reale Auswirkungen: Sie entscheiden Wahlkämpfe, fördern die Unterstützung der Öffentlichkeit für antidemokratische Initiativen oder verbreiten einfach Angst bei bestimmten Gruppen.

95% der Menschen sind im Internet aktiv; es ist mehr als offensichtlich, dass gesellschaftliche und politische Debatten dort stattfinden und dass auch rechtsextreme Meinungen dort einen größeren Raum finden, um sich auszubreiten. Wir dürfen nicht zulassen, dass sie diese Räume ohne unseren Widerstand betreten.

Die Fähigkeiten zu erlangen, um hier handeln zu können und ihnen entgegenzuwirken, ist heute eine Grundkompetenz für alle, die sich für eine demokratische Gesellschaft einsetzen.

Online-Workshop
Hate Speech erkennen, Counter Speech einsetzen
Strategien gegen digitale Hetze und für eine vielfältige Debattenkultur

Sa, 26. September
09.30 Uhr

Mit dem Workshop, verstehst du, wie Hassrede funktioniert und nach welchen Mustern sie operiert, und du hast Strategien zur Hand, mit denen du souverän und gezielt reagieren kannst.

Mit Said Rezek Said Rezek

Weitere Infos und Anmeldung auf unserer Website.

Ähhh???? Was hat sie gesagt? Und das Schwierigste: Was soll ich jetzt machen?Rechte und diskriminierende Äußerungen bege...
09/09/2026

Ähhh???? Was hat sie gesagt?
Und das Schwierigste: Was soll ich jetzt machen?

Rechte und diskriminierende Äußerungen begegnen dir zunehmend in alltäglichen Situationen.

Dieser Workshop unterstützt dich dabei, eine klare Haltung einzunehmen und dein Handwerkszeug für konkrete Situationen zu erweitern, um mehr Souveränität zu erlangen.

Mit praxisnahen Situationen kannst du dein Vertrauen in deine Argumentation stärken und lernen, wie du am besten darauf reagierst.

Online-Workshop
Gegenargument im Alltag.
Ein Argumentations- und Handlungstraining gegen (extrem) rechte und diskriminierende Aussagen.

Do., 17. September
09 Uhr

Anmeldung via Link in Bio.

Intersektionalität ist nicht nur ein Trendwort. Ungleichheiten wirken zusammen. Und genau deshalb müssen wir sie auch zu...
07/09/2026

Intersektionalität ist nicht nur ein Trendwort. Ungleichheiten wirken zusammen. Und genau deshalb müssen wir sie auch zusammen denken.

Für wen kämpfst du und wer fehlt dabei?

Neugierig? Komm vorbei!

Online-Workshop.
1×1 der Intersektionalität

Mi., 23. September, 10 Uhr

Mit queer_topia

Anmeldung via Link in Bio.

04/09/2026

Eine Falschmeldung über Babyflaschen. Ein Wahlkampf. Und ein Zweifel, der blieb.

Im brasilianischen Wahlkampf 2018 kursierte in sozialen Netzwerken die Nachricht, die Arbeiterpartei um Fernando Haddad wolle Trinkflaschen mit Saugern in Pen*sform an staatliche Kitas verteilen, um Kindern eine homosexuelle Ideologie aufzuzwingen. Die Meldung war falsch. Verbreitet hatte sie sich da längst. Sie säte Zweifel und beschädigte das Ansehen der Partei.

Der Schauspieler Wagner Moura sagte nach dem Amtsantritt, Brasilien habe keinen Präsidenten gewählt, sondern eine Babyflasche.

Aus der Kampagne wurde Regierungshandeln. Unter der Formel Gott, Vaterland, Familie setzte Bolsonaro LGBTIQ+ Themen mit der Zerstörung der Familie gleich und schloss queere Menschen aus den Leitlinien zur Förderung der Menschenrechte aus. Das Kulturministerium schaffte er als eine der ersten Amtshandlungen ab. Minderheiten, so hatte er es formuliert, sollten sich dem Willen der Mehrheit beugen. Schwarze Menschen machen in Brasilien 56 Prozent der Bevölkerung aus.

Getragen wird dieser Kulturkampf von einer eigenen Infrastruktur. Das 2016 gegründete Medienunternehmen Brasil Paralelo produziert Filme zu Geschichtsrevisionismus und Kulturkampf, gab zwischen 2020 und 2024 rund 25 Millionen Reais, etwa 4,2 Millionen Euro, allein für Anzeigen bei Meta aus und verteilt rechte Inhalte an Schulen und NGOs.
Der Widerspruch bleibt.

Brasilien hat die Ehe für alle seit 2013, seit 2019 ist Queerfeindlichkeit dem Rassismus strafrechtlich gleichgestellt, und zugleich verzeichnet das Land weltweit die höchste Zahl an Morden an trans Personen.

Bolsonaro wurde 2025 wegen des versuchten Staatsstreichs verurteilt. Im Oktober 2026 tritt sein Sohn Flávio gegen Lula da Silva an, mit derselben Strategie: Desinformation, Massenmanipulation, Verbreitung von Hass.

Valéria Silva Fekete analysiert den Fall in „Gott, Vaterland, Familie. Der Kulturkampf der Rechten in Brasilien". Der Text erschien zuerst im iz3w, Heft 414, und ist Teil unseres Dossiers Kulturkampf, einem Kooperationsprojekt mit

Link in der Bio.

Vor 35 Jahren vereinbarte Heidelberg eine Städtepartnerschaft mit Simferopol auf der Krim. Seit 2014 hält Russland die H...
31/08/2026

Vor 35 Jahren vereinbarte Heidelberg eine Städtepartnerschaft mit Simferopol auf der Krim. Seit 2014 hält Russland die Halbinsel besetzt und verfolgt die Krimtataren systematisch.

Im September kommen die Stimmen und aktuellen Infos aus der Krim sowie über die Krimtataren nach Heidelberg!

Wann und wo?

Veranstaltung
Die Krimtataren, Geschichte, Kultur, Politik.
Eine besondere Beziehung zu Heidelberg

Sa, 12.09 - 19 Uhr
DAI Heidelberg

Durch den Abend führt Elnara Nuriieva-Letova Elnara Nuriieva-Letova, Krimtatarin, Autorin und Aktivistin, die dabei auch ihre eigene Arbeit vorstellt. Sie bringt die beiden Herausgebenden des neu erschienenen Buches „Die Krimtataren, Geschichte, Kultur, Politik“ (ibidem-Verlag ibidem.Verlag) ins Gespräch: Dr. Mieste Hotopp-Riecke, Leiter des ICATAT Das Institut für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan- Studien und Krimtataren-Experte, sowie Sarah Reinke, die berichtet, wie es um die Menschenrechte auf der Krim steht. Dazu laufen Ausschnitte einer Dokumentarfilm-Serie über krimtatarische Spuren in Deutschland, und Irena Brežná, vielfach ausgezeichnete Journalistin, Schriftstellerin und Publizistin, liest aus ihren Texten.

In Kooperation mit der Gesellschaft für bedrohte Völker Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)
und dem ICATAT/Institut für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien Das Institut für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan- Studien

Antisemitische und rassistische Gewalt nimmt in unserem Alltag zu. Die Zahlen zeigen es. Die Gründe hinter diesen Angrif...
28/08/2026

Antisemitische und rassistische Gewalt nimmt in unserem Alltag zu. Die Zahlen zeigen es. Die Gründe hinter diesen Angriffen konfrontieren uns mit schwierigen und unbequemen Fragen zu unserer Gesellschaft, unserer Geschichte und unserem Verhältnis zu den aktuellen Entwicklungen.

Vor diesen Fragen entscheiden sich manche Menschen oft dafür, sich zurückzuziehen und zu schweigen. Wir nicht. Wir möchten einen Raum bieten, um das Thema mit Empathie und Austausch zu behandeln.

Genau darum geht es in dem Comic „Wie geht es dir?“

In 60 Comics präsentieren uns 48 Künstler*innen Gespräche mit betroffenen Menschen nach dem. 7. Oktober 2023 und der humanitären Krise im Gazastreifen. Die Geschichten bieten uns einen vielfältigen Blick auf das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven und vermitteln eine klare Botschaft gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus.

Gegen das Schweigen und die Polarisierung kommt die Comic-Ausstellung vom 22.09. bis 24.10 nach Reutlingen.

Vernissage am 22.09. um 18 Uhr.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg u.a. mit der Ev. Landeskirche Württemberg.

Die Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg zeigt die Ausstellung des Internationalen Comic-Salons Erlangen (Comic-Salon Erlangen) mit Partnern im Land und möchte damit Gespräche und Begegnung ermöglichen. Mehr Infos zur Ausstellung: www.wiegehtesdir-comics.de

Was, wenn alles, was du über „Männlichkeit“ gelernt hast, dich eigentlich einsperrt, statt frei macht?Es geht immer ande...
21/08/2026

Was, wenn alles, was du über „Männlichkeit“ gelernt hast, dich eigentlich einsperrt, statt frei macht?

Es geht immer anders.

Wir wollen dir nicht vorschreiben, wie du sein sollst. Ganz im Gegenteil: Wir laden dich ein, all das zu überdenken, was dir gesagt wurde oder was du dir selbst einredest, wie du sein solltest.

Wo?
Online-Workshop mit queer_topia

Von Normen zu Möglichkeiten: Männlich*keiten kritisch sehen.
Mi., 16. September, 10 Uhr.

Anmeldung via Link in Bio.

Welchen Satz darüber, wie ein Mann zu sein hat, hast du für dich gestrichen?

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 116 016
Hilfetelefon Gewalt an Männern: 0800 1239900
Beratung für Männer, die Gewalt ausüben: bag-taeterarbeit.de

Was glaubst du, warum Markus die Wohnung bekommen hat und die anderen zehn nicht? Er weiß es selbst nicht, und das ist d...
20/08/2026

Was glaubst du, warum Markus die Wohnung bekommen hat und die anderen zehn nicht?

Er weiß es selbst nicht, und das ist der Punkt: Privilegien merkt man vor allem daran, dass man sich bestimmte Fragen nie stellen muss. Wer keinen Namen trägt, der auf Bewerbungslisten durchgestrichen wird, kommt gar nicht erst auf die Idee, dass der Name eine Rolle spielt.

Im Online-Workshop am Mo, 14. September, 17 Uhr, arbeiten Aşkın-Hayat Doğan Aşkın Hayat Doğan und Rita Zobel Rita Zobel mit euch daran, die eigenen Privilegien zu erkennen und bewusst damit umzugehen.

Anmeldung über den Link in Bio, schreibt uns gern in die Kommentare, wo euch das Thema zuletzt begegnet ist.

„Aber früher gab es doch auch heiße Sommer!"Diesen Satz hast du schon gehört. Am Familientisch, im Kollegenkreis oder in...
15/08/2026

„Aber früher gab es doch auch heiße Sommer!"
Diesen Satz hast du schon gehört. Am Familientisch, im Kollegenkreis oder in den Kommentaren.

Er ist kein Zufall. Er folgt einem Muster.

➡️ Klimadesinformation arbeitet mit fünf Strategien: Pseudo-Experten, Logik-Fehler, Unerfüllbare Erwartungen, Rosinen-Pickerei und Verschwörungs-Mythen. Kurz: PLURV.

Mal wird eine Forscherin wegen ihrer Biografie angegriffen statt wegen ihrer Daten. Mal soll ein einziger kalter Winter eine Messreihe von siebzig Jahren aushebeln. Mal steckt angeblich ein Plan der UNO dahinter.

Diese Strategien überzeugen niemanden. Sie sollen verunsichern und den Umbau unseres Energie- und Konsumsystems ausbremsen.

Im Karussell findest du zu jeder der fünf Techniken ein Beispiel und woran du sie erkennst.

Welche dieser fünf Techniken begegnet dir am häufigsten? P, L, U, R oder V?

Schreib ihn in die Kommentare ⬇️

11/08/2026

Japans erste Premierministerin will verhindern, dass Frauen nach der Heirat ihren Nachnamen behalten dürfen.

Sanae Takaichi gilt selbst für ihre konservative Partei als ultra-rechts. Sie leugnet Japans Kriegsschuld seit Jahrzehnten und wettert gegen Migrantinnen.

Getragen hat sie eine rechtsextreme Online-Szene, die es seit den frühen 2000ern gibt und die sie gezielt umwarb. Sogar die erfundene Geschichte eines YouTubers übernahm sie, chinesische Touristinnen hätten im Nara-Park Rehe angegriffen. Nara ist ihr Wahlkreis. Im Februar holte ihre Partei die absolute Mehrheit.

Wie stark diese Netzwerke wirklich wirken, bleibt umstritten. Nur ein Fünftel der japanischen Öffentlichkeit bezieht politische Informationen aus sozialen Medien.

➡️ Den ganzen Fall analysieren Hans Martin Krämer und Yiftach Har-gil in „Von bösen Chinesen und unschuldigen Rehen. Rechtspopulismus und Fake News in Japan" auf unserer Website. Teil des Dossiers Kulturkampf, gemeinsam mit

Das nächste Reel schließt unsere Reihe zu Kultur und rechtsextremen Strategien ab.

Welche Geschichte aus deinem Feed erinnert dich an die Rehe von Nara?

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KernerStr. 43
Stuttgart
70182

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