Landesfrauenrat Baden-Württemberg

Landesfrauenrat Baden-Württemberg Offizielle Seite des Landesfrauenrats Baden-Württemberg. Die Seite wird von der Öffentlichkeitsbeauft

Mittwoch, 24.6.26: Aktionstag  : Zur Hälfte des Jahres für die Hälfte der Macht! „Männer und Frauen sind gleichberechtig...
24/06/2026

Mittwoch, 24.6.26: Aktionstag : Zur Hälfte des Jahres für die Hälfte der Macht!

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ (Art.3., S.2 Grundgesetz)

In Artikel 3, Absatz 2, Satz 2 formuliert unser Grundgesetz nicht nur die formale Gleichberechtigung von Frau und Mann, sondern verpflichtet den Staat explizit zum Abbau existierender Benachteiligung von Frauen. Gleichberechtigung auch de facto umzusetzen, ist für viele Lebensbereiche relevant, in denen Frauen nach wie vor real, sozial oder ökonomisch, benachteiligt werden – vom Arbeitsmarkt über die Aufteilung der Care Arbeit bis hin zur Teilhabe an Macht in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik.

Besonders eklatant klaffen Anspruch und Wirklichkeit mit Blick auf die Politik auseinander: Zwar ist die Hälfte der Bevölkerung weiblich, in Deutschlands Parlamenten sind Frauen jedoch deutlich in der Minderheit. Im Bundestag stellten Frauen aktuell nur 32,4 % der Mandatsträger*innen und auch in den Parlamenten der Länder sowie auf kommunaler Ebene liegt der Frauenanteil ebenfalls knapp unter einem Drittel. De facto werden in Deutschland politische Entscheidungen von einer Überzahl an Männern getroffen – und zwar auf allen Ebenen der deutschen Politik!

Die Initiative – ein solidarischer Zusammenschluss von Menschen aus mehr als 80 verschiedenen Verbänden, Organisationen und Netzwerken – fordert daher Regeln im Wahlrecht, die eine gleichberechtigte politische Teilhabe sicherstellen! Und Veränderung ist möglich: Mit der aktuellen Wahlrechtreformkommission hat die Bundesregierung die Chance, bei der anstehenden Überarbeitung des Wahlrechts endlich die Weichen für gleichberechtigte Teilhabe zu stellen!

Zum Weltflüchtlingstag am 20.6.2026: Frauen und Mädchen aus Krisen- und Kriegsregionen benötigen unseren Schutz und unse...
19/06/2026

Zum Weltflüchtlingstag am 20.6.2026: Frauen und Mädchen aus Krisen- und Kriegsregionen benötigen unseren Schutz und unsere Solidarität.

Im Jahr 2025 befanden sich weltweit knapp 118 Millionen Menschen auf der Flucht, um Verfolgung, Konflikten, Gewalt oder Menschenrechtsverletzungen zu entgehen. Frauen und Kinder stellen mit fast 68% den Großteil an Asylsuchenden und der Frauenanteil allein liegt bei 43%*. Insbesondere Frauen und Mädchen sind geschlechtsspezifischer und sexueller Gewalt, Diskriminierung und Ausbeutung ausgesetzt und erleben damit traumatische Erfahrungen, die sie oft ein Leben lang begleiten.

Umso wichtiger ist es daher, gerade diese Gruppe sowohl in den betroffenen Regionen als auch als Asylsuchende besonders in den Fokus zu nehmen und verlässliche Schutzräume, rechtliche und psychologische Beratung zu entwickeln und diese nachhaltig aufzubauen und zu garantieren.

Am 12.06.2026 ist die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) in Kraft getreten, dass deutlich restriktiver ausgerichtet ist, allerdings können Bundesländer Freiräume aufbauen, die konsequent auch für den Schutz geflüchteter Frauen und Mädchen genutzt werden könnten. Der Landesfrauenrat Baden- Württemberg fordert daher die neue Landesregierung auf, solche Freiräume zu überprüfen und sie konsequent für den Schutz geflüchteter Frauen und Mädchen einzusetzen.

* Mediendienst-Integration Berlin 2026, Stand 11.6.2026

Die Dokumentation steht ab sofort zur Verfügung. Gedruckte Exemplare können über die Geschäftsstelle des LFR BW unter in...
17/06/2026

Die Dokumentation steht ab sofort zur Verfügung. Gedruckte Exemplare können über die Geschäftsstelle des LFR BW unter [email protected] bestellt werden.

Die im Grundgesetz verankerten Werte der Freiheit, Gleichheit und Solidarität werden erst durch das tägliche gemeinsame ...
22/05/2026

Die im Grundgesetz verankerten Werte der Freiheit, Gleichheit und Solidarität werden erst durch das tägliche gemeinsame Engagement von Menschen in der Gesellschaft mit Leben gefüllt, ist Heike Fiestas Cueto, Schatzmeisterin des LFR BW, überzeugt.

Der erste bundesweite Ehrentag lädt Menschen in ganz Deutschland dazu ein, sich aktiv für die Gemeinschaft einzusetzen. Bundespräsident Frank Walter Steinmeier, Initiator und Schirmherr des Ehrentags, unterstreicht: „Demokratie lebt von Menschen, die mitmachen, Verantwortung übernehmen und unsere Gesellschaft mitgestalten.“ Der LFR BW unterstützt diese Initiative konsequent. Gerade in Zeiten spürbarer gesellschaftlicher Polarisierung und gezielter digitaler Desinformation brauche es eine Zivilgesellschaft, die aktive und konstruktive Teilhabe lebt. Es gälte, sich einzumischen, um Vertrauen untereinander zurückzugewinnen, eigene Perspektiven einzubringen und ein verbindliches Gefühl der Gemeinsamkeit zu entwickeln.

Der LFR BW erneuert seine zentrale Forderung nach Parität in den Parlamenten, aktuell ins-besondere im Landtag Baden Württemberg. Mit einem Frauenanteil von lediglich 33,8 % in der neu gewählten Landesregierung bleibt Baden Württemberg weiterhin eines der Schlusslichter im Bundesvergleich und verfehlt damit deutlich das Ziel einer gleichberechtigten politischen Repräsentation. „Solange Frauen in den Parlamenten und Führungsetagen unseres Landes strukturell unterrepräsentiert sind, bleibt die Gleichberechtigung das ungelöste Versprechen unserer Verfassung und unsere Demokratie unvollständig,“ so Ute Mackenstedt, Erste Vorsitzende des LFR BW. Sie betont, dass die Verantwortung insbesondere bei den Parteien liege, ihre Listen und Wahlkreise paritätisch zu besetzen. Aber auch in Gremien, Ausschüssen und Führungsstrukturen sind Frauen und Männer paritätisch miteinzubeziehen. Eine Forderung, die den LFR BW seit seiner Gründung begleitet.

Die kostenintensivste Ursache für die höheren Gesundheitskosten-pro-Kopf bei Frauen ist die fehlende Diagnose. Dies ist ...
21/05/2026

Die kostenintensivste Ursache für die höheren Gesundheitskosten-pro-Kopf bei Frauen ist die fehlende Diagnose. Dies ist eine logische Schlussfolgerung ohne Gender Bias (geschlechtsspezifische Verzerrung). Es muss sich etwas in den Köpfen ändern. Aus Fakten werden (auch unbewusst) häufig falsche Schlussfolgerungen gezogen. Ein Beispiel: Die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen ist rund 5 Jahre länger als bei Männern. Kommen Ihnen dabei Gedanken in den Sinn wie: „Frauen leben länger aufgrund ihrer Biologie?“ oder „Prävention bei Frauen ist deshalb weniger notwendig?“ Nein. Das sind falsche Schlussfolgerungen, aber oft der erste Impuls.

Der LFR BW ist Mitglied im Landesausschuss für Gesundheitsförderung und Prävention BW, der heute getagt hat. Heute haben wir darüber aufgeklärt und uns für unsere Forderungen stark gemacht:
- Es gibt geschlechtsspezifische Gesundheitsunterschiede, die allein durch die Differenzierung nach Geschlecht aufzudecken sind.
- Die Kosten in der Frauengesundheit könnten entscheidend gesenkt werden, wenn mehr Diagnosen und weniger falsche Diagnosen bei Frauen gestellt würden.
- Wir brauchen eigenständige Leitlinien für Frauen, schon allein wegen frauenspezifischer Erkrankungen und Erkrankungen, die Frauen häufiger oder anders als Männer betreffen.
- Verbesserte Diagnose und Prävention bei Frauen würden enorme Kosten sparen, aber auch das Bruttoinlandsprodukt steigern.
Von all dem profitierten nicht nur die Frauen, sondern wir alle.
#

Am Freitag, den 17.04.2026 fand der Fachtag zu fairer und gleichberechtigter Mobilität in Stuttgart statt. „Mobilität fa...
22/04/2026

Am Freitag, den 17.04.2026 fand der Fachtag zu fairer und gleichberechtigter Mobilität in Stuttgart statt. „Mobilität fair gestalten. Gleichberechtigt unterwegs. Frauen im Fokus.“

Über 120 engagierte Teilnehmende aus unterschiedlichen Regionen diskutierten über die aktuellen Herausforderungen für eine geschlechtergerechte Mobilität.

Gemeinsam wurde deutlich, dass Mobilität eine grundlegende Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe ist – sei es auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, ins Ehrenamt oder in der Freizeit.

Doch noch immer ist sie nicht für alle gleichermaßen zugänglich. Gerade Frauen sind im Alltag häufig mit komplexeren Wegen und besonderen Anforderungen konfrontiert, etwa durch Sorgearbeit oder unzureichende Angebote im öffentlichen Verkehr, insbesondere im ländlichen Raum und außerhalb der Kernzeiten.

Umso wichtiger ist es, Mobilität konsequent gerecht zu gestalten: sicher, zugänglich und bedarfsgerecht für alle. Der Fachtag machte deutlich, dass es konkrete politische und gesellschaftliche Maßnahmen braucht, um bestehende Ungleichheiten abzubauen und Mobilitätsangebote inklusiver zu gestalten.

Besonders danken möchten wir unseren Referentinnen und Referenten, die mit großer Expertise und Engagement wertvolle Impulse gaben: Staatssekretärin Elke Zimmer MdL vom Verkehrsministerium BW, Meike Spitzner, Jochen Biesinger sowie Mary Dellenbaugh-Losse. Sie beleuchteten unter anderem strukturelle Ungleichheiten, Sicherheitsaspekte im öffentlichen Raum und innovative Ansätze für eine gendergerechte Verkehrsplanung. Verstärkt wurden die Inputs durch praxisnahe Beispiele und Diskussionen in den Workshops. Der gesamte Fachtag wird in einer Dokuementation abgebildet werden, die wir Ihnen gerne zur Verfügung stellen.

Ein großes Dankeschön an alle Mitwirkenden dieser wichtigen Veranstaltung für ihre Impulse und an die vielen Teilnehmenden, die sich für eine faire und gleichberechtigte Mobilität gemeinsam stark machen.

Wir haben zusammen mit interessierten Frauen unserer Mitgliedsverbände die Ausstellung „Frei Schwimmen – Gemeinsam?!“ im...
30/03/2026

Wir haben zusammen mit interessierten Frauen unserer Mitgliedsverbände die Ausstellung „Frei Schwimmen – Gemeinsam?!“ im Haus der Geschichte Stuttgart besucht und setzten uns mit der Frage auseinander, welche gesellschaftliche Realität öffentlicher Bäder als Orte der Begegnung bekleiden. Schon historisch waren Schwimmbäder Räume, in denen sehr unterschiedliche Menschen aufeinandertreffen: verschiedene soziale Milieus, Altersgruppen, Körperbilder und Wertvorstellungen. Die Ausstellung machte deutlich, dass diese Vielfalt nicht nur zu gelebter Gemeinschaft führen kann, sondern auch immer wieder Spannungen erzeugt.

Anhand von Beispielen wurde gezeigt, dass Fragen nach Zugang, Regeln und Verhalten im Schwimmbad häufig auch gesellschaftliche Konflikte widerspiegeln. Wer gilt als „angemessen gekleidet“, wer fühlt sich willkommen, und wer erlebt Ausgrenzung?

Es war sehr schön zu sehen, dass so viele interessierte Frauen gemeinsam mit uns an der Veranstaltung teilgenommen und sich aktiv in Gespräche und Diskussionen eingebracht haben. Die rege Beteiligung hat gezeigt, wie relevant das Thema für viele ist und wie stark es zum Nachdenken und lebendigen Austausch anregt – ein gelungener Anlass, der noch lange nachwirken wird.

Adresse

GymnasiumStr. 43
Stuttgart
70174

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Landesfrauenrat Baden-Württemberg erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen