25/10/2024
Die Kettenhaube:
War eine Art schützende Kopfbedeckung, die aus kleinen, ineinandergreifenden Metallringen besteht. Es wurde entwickelt, um Kopf, Nacken und Schultern vor Hieb- und Stichangriffen zu schützen. Die Haube wurde oft unter einem Helm oder einzeln getragen, je nach erforderlichem Schutzniveau.
Kettenhemdhauben wurden häufig von mittelalterlichen Rittern und Soldaten getragen, insbesondere in Europa im 12. bis 14. Jahrhundert. So ganz sicher auch von den Henneberger Herren und ihren Gefolgsleuten im 13. Jhdt. auf Burg Strauph. Es war Teil der größeren Kettenpanzerung (Halsberge) und bot flexiblen und dennoch starken Schutz. Die Haube ermöglichte eine bessere Beweglichkeit als starre Helme und konnte die Wucht von Schlägen absorbieren.
Die Haube wurde so entworfen, dass sie eng an Kopf und Hals anliegt und oft bis zu den Schultern reicht. Es war vielseitig einsetzbar und konnte problemlos mit anderen Rüstungsarten wie Helmen oder gepolsterten Mützen kombiniert werden. Obwohl sie einen guten Schutz gegen Hiebe bot, war die Kettenhaube anfällig für vernichtende Schläge mit stumpfen Waffen wie Streitkolben und heftige Stöße von Lanzen sowie Pfeile.