28/05/2026
Wenn die Politik sich nicht einigt, stehen Vereine, Busse und Projekte plötzlich vor dem Aus.
Im Kreistag in Grimmen ging es am vergangenen Montag nicht um irgendwelche Zahlen,
es ging um die Arbeitsfähigkeit des Landkreises.
Es ging um das Geld für Schulen, Jugendhilfe, Straßen, Busverkehr und viele Vereine bei uns vor Ort.
Dem Landkreis Vorpommern-Rügen fehlen 85 Millionen Euro.
Das Innenministerium als kommunales Aufsichtsgremium hat darum unseren Haushaltsplan für dieses Jahr nicht genehmigt.
Darum brauchte es jetzt eine erneute Entscheidung im Kreistag, um das Finanzloch wenigstens etwas zu stopfen.
Wir als SPD haben einen Kompromiss unterstützt: eine Erhöhung der Kreisumlage von 42,09 % auf 43,5 Prozent.
Doch dafür gab es keine Mehrheit. Auch eine Erhöhung auf 45% wurde abgelehnt.
Jetzt liegt alles wieder beim Innenministerium in Schwerin.
Und bis dort entschieden wird, hängen viele Projekte, Veranstaltungen und Förderungen in der Luft.
Mich enttäuscht diese fehlende Bereitschaft der Kreistagsmitglieder, Verantwortung zu übernehmen und statt dessen
unsere Probleme weiter zu schieben nach Schwerin.
Wir als Verantwortungsträger habe es in der Hand, das der Laden läuft.
Denn Vereine, Familien und Ehrenamtliche brauchen kein Schulterzucken, sondern Verlässlichkeit.