08/05/2026
𝗝𝘂𝗴𝗲𝗻𝗱 𝗶𝗺 𝗕𝗹𝗶𝗰𝗸 – 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲 𝗦𝘁𝗲𝗹𝗹𝘂𝗻𝗴𝗻𝗮𝗵𝗺𝗲 𝘇𝘂𝗺 𝗡𝗗𝗥-𝗕𝗲𝗿𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘂𝗯𝗲𝗿 𝗱𝗮𝘀 𝗤𝘂𝗮𝗿𝘁𝗶𝗲𝗿 𝟭𝟳
Der NDR hat kürzlich über die Situation im Quartier 17 in der Stralsunder Altstadt berichtet. Als Aufsuchende Jugendsozialarbeit des Kreisdiakonischen Werks Stralsund möchten wir einige wichtige Punkte ergänzen.
𝗘𝗶𝗻𝘀𝗲𝗶𝘁𝗶𝗴𝗲 𝗗𝗮𝗿𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝘂𝗻𝗴
Jugendliche, die sich dort treffen, werden im Bericht überwiegend als Problem dargestellt. Diese Sichtweise greift zu kurz. Der weitaus größte Teil der jungen Menschen verhält sich altersgerecht – nur wenige fallen negativ auf. Zudem vermischt der Bericht Jugendliche mit teils alkoholisierten Erwachsenen, was die Wahrnehmung zusätzlich verzerrt.
𝗗𝗶𝗲 𝗣𝗲𝗿𝘀𝗽𝗲𝗸𝘁𝗶𝘃𝗲 𝗱𝗲𝗿 𝗝𝘂𝗴𝗲𝗻𝗱𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗳𝗲𝗵𝗹𝘁
Was im Bericht fehlt: die Stimme der Jugendlichen selbst. Ihre Wünsche sind konkret – ein warmer Raum im Winter, kostenlose Toiletten, ein Treffpunkt in vertrauter Runde. Keine überzogenen Forderungen, sondern nachvollziehbare Bedürfnisse junger Menschen in ihrer Stadt.
𝗝𝘂𝗴𝗲𝗻𝗱𝗽𝗼𝗹𝗶𝘁𝗶𝗸 𝘀𝘁𝗮𝘁𝘁 𝗢𝗿𝗱𝗻𝘂𝗻𝗴𝘀𝗽𝗼𝗹𝗶𝘁𝗶𝗸
Dass Jugendliche sich in der Innenstadt treffen, ist keine ordnungspolitische Frage, sondern eine jugendpolitische Notwendigkeit. Es braucht Aufsuchende Jugendsozialarbeit und niedrigschwellige Treffpunkte – als Angebot, nicht als Verdrängungsmaßnahme.
📄 𝗩𝗼𝗹𝗹𝘀𝘁𝗮̈𝗻𝗱𝗶𝗴𝗲 𝗦𝘁𝗲𝗹𝗹𝘂𝗻𝗴𝗻𝗮𝗵𝗺𝗲:
https://kdw-hst.de/aktuelles/jugend-im-blick
📺 𝗡𝗗𝗥-𝗕𝗲𝗶𝘁𝗿𝗮𝗴:
https://www.ardmediathek.de/video/nordmagazin/stralsund-aerger-mit-jugendlichen-und-trinkern-im-quartier-17/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS8xNTM0Zjc2MC0yMjBmLTRkNWEtODhjOS1iNWNiYjk2NGY4YTQ
👉 𝗞𝗿𝗲𝗶𝘀𝗱𝗶𝗮𝗸𝗼𝗻𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝘀 𝗪𝗲𝗿𝗸 𝗦𝘁𝗿𝗮𝗹𝘀𝘂𝗻𝗱 𝗲.𝗩. – 𝗔𝘂𝗳𝘀𝘂𝗰𝗵𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗝𝘂𝗴𝗲𝗻𝗱𝘀𝗼𝘇𝗶𝗮𝗹𝗮𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁
Auch Erwachsene trinken hier gern einen über den Durst. Andere Räume sollen Abhilfe schaffen - zum Beispiel ein Skatepark.