30/03/2026
🚨 *Helfer vor Ort für Stegen und St. Peter - quo vadis?*
Die geplante Einschränkung der HvO-Alarmierung in Baden-Württemberg wirft ernsthafte Fragen auf. Ziel soll eine „zielgerichtete und effiziente Alarmierung“ sein – doch in der Praxis droht genau das Gegenteil: eine Verschlechterung der Patientenversorgung.
Die DRK-Bereitschaft Stegen betreibt seit einigen Jahren eine Helfer-vor-Ort-Gruppe, die in Stegen und St. Peter bei Notfalleinsätzen zur Verfügung steht. Sie sind gut ausgebildete und erfahrene Sanitäter aus unserer Bereitschaft, mit rettungsdienstlicher Ausbildung und Einsatzerfahrung. Ihre Aufgabe ist es, im Ernstfall die therapiefreie Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes/Rettungsdienstes zu überbrücken. Damit übernehmen die First Responder, die ausschließlich ehrenamtlich arbeiten, eine wichtige Funktion in der Rettungskette.
👉 HvO retten Zeit – und damit Leben
HvO sind oft **deutlich vor dem Rettungsdienst vor Ort**. Sie überbrücken das therapiefreie Intervall, leisten qualifizierte Ersteinschätzung und können frühzeitig lebensrettende Maßnahmen einleiten oder weitere Kräfte nachfordern.
👉 Der neue Einsatzstichwortkatalog greift zu kurz
Wichtige und häufig lebensbedrohliche Einsatzlagen (Starke Blutungen, Kollaps, Verkehrsunfälle und Unklare Lage) fehlen oder werden nicht ausreichend berücksichtigt.
👉 Die Praxis zeigt: Einsätze sind nicht planbar
Aus vermeintlich harmlosen Lagen werden regelmäßig lebensbedrohliche Situationen: Ohne HvO vor Ort geht hier wertvolle Zeit verloren. Auch wir konnten diese Erfahrung über Jahre machen.
👉 Ehrenamt ist keine Belastung – sondern ein Gewinn
HvO arbeiten *freiwillig*. Sie entscheiden selbst, ob sie Einsätze übernehmen können. Eine „Überlastung“ durch Alarmierungen ist daher kein schlüssiges Argument für Einschränkungen.
👉 Bedarfsgerechte Alarmierung - nicht nach Häufigkeit
HvO fahren Einsätze, wann immer sie können. Wir kommen auch nach dem dritten Einsatz *freiwillig*.
👉 Sicherheit ist gewährleistet
Eigenschutz ist fester Bestandteil der Ausbildung. HvO sind in der Lage, Einsatzsituationen eigenständig zu bewerten und Risiken zu minimieren.
➡️ Eine Reduzierung der HvO-Alarmierung bedeutet nicht mehr Effizienz – sondern *weniger Versorgungssicherheit*.
➡️ HvO müssen weiterhin bedarfsgerecht alarmiert werden – immer dann, wenn sie einen Zeitvorteil und damit einen medizinischen Nutzen bringen können.
➡️ Denn am Ende zählt nur eines:
Jede Minute kann über Leben und Tod entscheiden. ⏱️❤️
Wir stellen uns klar dagegen – und brauchen eure Unterstützung:
https://www.change.org/p/minuten-entscheiden-%C3%BCber-leben-helfer-vor-ort-erhalten?utm_source=share_petition&utm_medium=mobileNativeShare&utm_campaign=share_petition&recruited_by_id=5edab4e0-2a14-11f1-956f-65ac90a9626f&share_id=q6DYdFhqdw&fbclid=IwT01FWAQ01zNleHRuA2FlbQIxMABzcnRjBmFwcF9pZAwzNTA2ODU1MzE3MjgAAR71ado-8wkcjtnxCZiL4B-giYPJJsW79dpKa-WgyWY6I_VZ1Jkm8LdBOv2QCA_aem_NVi5oNDTADu8FfgrM_EdIA