17/05/2025
Die SPD ist in eine ihrer schwierigsten Zeiten angekommen. Unter 20 % bei der Bundestagswahl, die staatspolitische Verantwortung als Motor für eine Koalition mit Kanzler 2. Wahl und mittendrin die Suche nach der Erneuerung. Zum Opfer fallen etablierte und gute Personalien: Hubertus, Saskia, Karl, Rolf, Svenja, etc. Auch wenn sie nicht immer alle der Auffassung der Jusos entsprochen haben, waren sie doch unterstützend: Saskia und Hubertus waren beide auf dem letzten BuKo, stellten sich dem Gegenwind.
Jetzt ist es Saskia, die gegangen wird. Als Co-Parteivorsitzende wird sie als Sündenbock auf die Hinterbank versetzt. Sie ist es, die gänzlich zurückstecken muss: Unter der Beobachtung aller wird sie nicht beachtet, muss gehen, die Unkenrufe der Partei erhallen. Und Lars? Er interessiert sich nicht für sie, lässt sie im Regen stehen, wie eine unliebsame Bekannte, die man loswerden will, um im letzten Moment “Partei” zu ergreifen? Unglaubwürdig lvl over 9000. Die FROLS (“Friend of Lars”) übernehmen den Laden, ohne Rücksicht. Sie stellen sich als Gewinner dar, doch waren auch sie nicht unbeteiligt: Ganz vorne Lars und Matthias. Sie waren genauso Architekten der verpatzten Wahl. Und sie werden belohnt mit Ministeramt und Fraktionsvorsitz?
Das gezeichnete Bild vermittelt: ”Sei ein weißer Cis-Mann und du kannst selbst mit einer Niederlage Gewinner sein. Frauen sind für die Quote da.” Die SPD ist somit offiziell unattraktiv für FINTA*-Personen.
Foto: Sarah Lorenz ._photography_