29/07/2024
"Auf ihr, so die Idee, soll [...] sie eine Grund- und Oberschule sowie eine gymnasiale Oberstufe bieten. Gerne mit internationaler Ausrichtung. Kinder und Jugendliche sollten so lange wie möglich gemeinsam lernen können, sagt Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos)." Quelle: https://www.lr-online.de/lausitz/spremberg/schule-in-spremberg-neue-ideen-fuer-altes-oberstufenzentrum-auf-dem-schomberg-77415093.html
Was Bürgermeisterin Christine Herntier hierals "Ihre" Idee zu verkaufen versucht ist aus dem "Masterplan Schomberg" unserer Wählergruppe abgeschrieben. Schon 2019 haben wir genau das vorgeschlagen und für die modernste Oberschule Brandenburgs mit potenziellem Internat und viel Erweiterungspotenzial geworben. Wir waren es, die kurzfristig das Parlament zum Rückkaufsrecht aus der anstehenden Auktion des alten OSZ überzeugten. Fraktionsübergreifend konnten wir für die Idee eines großen Bildung und Sportstandortes Schomberg damals die Mehrheit der Abgeordneten begeistern. Herntier haderte und hatte weder Gestaltungswillen noch Engagement für den Schomberg.
Die Spremberg hatte hingegen ebenfalls 2019 schon die Idee nach alten Vorbild eine durchgängige Schule von Klasse 1 bis zum Abitur auf dem Schomberg zu entwickeln. In interfraktionellen Gesprächen hat sich dies dann auch immer mehr verfestigt. Jetzt soll dies alles also plötzlich die Idee der Bürgermeisterin sein?
Herntier war es, die unbedingt die BOS-Erweiterung in der Innenstadt durchsetzen wollte. Obwohl Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen den Schomberg als bessere Option bewiesen. Statt schon in 2019 - ohne Beeinträchtigung des laufenden Schulbetriebs - einfach auf dem Schomberg neu zu bauen, wurden Flächen teuer angekauft und die Planung mit einem stetigen Versprechen von Fördermitteln in der Innenstadt vorangetrieben. Fördermittel gibt es bis heute aber keine.
Ein teurer politischer Fehler, denn schon immer war klar: die Innenstadtlösung ist eine (teure) Notlösung, es braucht eigentlich deutlich mehr Platz als dort jemals zu generieren wäre. Viele Kompromisse werden den Standort Wirthstraße prägen, einzig der benachbarte Busbahnhof bleibt ein Bonus in der Innenstadt.
Wir werden den Bau an der Wirthstraße jetzt trotzdem mittragen, denn für unsere Schülerinnen und Schüler ist bereits viel zu viel Zeit verloren. Es muss jetzt also wenigstens das erstmal gebaut werden. Damit's am Ende nicht noch ausgeht wie bei der Schwimmhalle.
Das System Herntier, sich nicht interfraktionell auf innovative, nachhaltige und wirtschaftliche Lösungen zu Problemen abzustimmen und daraus einen tragfähigen politischen Mehrheitskonsens zu erreichen schadet der Stadt Spremberg. Ihre teure Bastapolitik für ihre politischen Träumerein (BOS Innenstadt zum Beispiel sollte jahrelang ein riesiger Bildungscampus werden - übrig geblieben ist ein teurer Erweiterungsbau der schon beim Einzug dann zu klein sein wird ) bezahlen die Spremberger Bürgerinnen und Bürger abermals mit Millionen. Auch das kurz vor der abermaligen Eröffnung stehende mehr als 13 Millionen teure "Bürgerhaus", welches außer einem pompösen Verwaltungssitz in den oberen Etagen für die Bürger kaum Mehrwert und wohl auch kaum die als Begründung für dieses Millionenprojekt versprochene Innenstadtbelebung generieren wird ist Ergebnis des Systems Herntier. Verantwortlich will dafür am Ende dann aber wohl auch keiner sein.
Bleibt zu hoffen das die Mehrheiten im neuen Parlament diese Strategien unserer vermeintlichen "Macherin" durchschauen und die SVV künftig selbst wieder die Gestaltung unserer Stadt über konkrete Ideen und Anträge übernimmt, statt sich von einer Bürgermeisterin immer wieder mit substanzlosen Förderversprechen zu weiteren millionenteuren Placebos und Zeitverschwendung verführen zu lassen.
Foto: Masterplan Schomberg der DNG / Die Spremberg aus 2019. Nr. 5. / 6. war der damalige Vorschlag zur neuen Schule, Nr. 8 die große neue Turnhalle mit Option als Messe/Veranstaltungshalle.