06/04/2025
Gedrucktes Amtsblatt? Ein Rückschritt in die Vergangenheit
Friedrichsthal, 5. April 2025 – Die FDP Friedrichsthal spricht sich entschieden gegen eine Rückkehr zum gedruckten Amtsblatt aus. In der jüngsten Sitzung des Stadtrates wurde auf Antrag der SPD-Fraktion über eine stärkere Präsenz der Stadt in den sozialen Medien diskutiert. Im Zuge dessen brachte die AfD überraschend eine Wiederbelebung des alten Amtsblattes ins Spiel. Für die Freien Demokraten ist das nicht nur rückwärtsgewandt, sondern schlichtweg ineffizient.
„Die Wiedereinführung des gedruckten Amtsblatts löst keines der bekannten Probleme – im Gegenteil“, erklärt Franziska Schreiner, Ortsvorsitzende der FDP Friedrichsthal. „Die Kritik an der unzuverlässigen Verteilung war ein maßgeblicher Grund für die Einstellung des Blattes. Auch die AfD hatte sich seinerzeit darüber beklagt. Dass sie nun dessen Rückkehr fordert, ist schlicht widersprüchlich.“
Neben der weiterhin nicht gewährleisteten flächendeckenden Zustellung sprechen vor allem finanzielle und personelle Gründe gegen eine Neuauflage. „Die Kosten werden eher steigen als sinken, eine verlässliche Zustellung ist nicht in Sicht, und der Aufwand für Verwaltung und Verlag bleibt hoch. Ein gedrucktes Amtsblatt ist ein teures Relikt vergangener Jahrzehnte“, so Schreiner weiter.
Gleichzeitig verweist die FDP auf die zahlreichen bestehenden Informationsquellen in Friedrichsthal. Lokale Printmedien, eine Tages und eine Wochenzeitung, sowie die eigene städtische Homepage bieten ausreichend Raum für Mitteilungen, Hinweise und Bekanntmachungen. Auch eine vorsichtige Erweiterung in Richtung Social Media sei aus Sicht der FDP sinnvoll – jedoch nur dann, wenn sie organisatorisch tragbar ist.
„Statt veraltete Kommunikationswege wiederzubeleben, sollten wir moderne Lösungen stärken, die möglichst viele Bürgerinnen und Bürger erreichen – und das kosteneffizient“, betont Franziska Schreiner. Die FDP Friedrichsthal erwartet, dass sich die anstehende Kosten- und Aufwandsermittlung durch die Verwaltung klar gegen eine Rückkehr zum gedruckten Amtsblatt aussprechen wird. „Was wir brauchen, ist Transparenz und Bürgernähe – nicht den nächsten Papierstapel im Briefkasten.“