25/03/2026
Unerwarteter Fraktionswechsel sorgt für Irritation und Enttäuschung
Mit großem Erstaunen und deutlicher Irritation reagieren wir auf den überraschenden Austritt eines Ratsmitglieds aus unserer gemeinsamen Fraktion GrüF. Die Fraktion war ursprünglich von den
Ratsmitgliedern der Grünen und Der Partei gebildet worden, deren gewählte Vertreterinnen und Vertreter sich bewusst zusammengeschlossen hatten, um ihre politischen Inhalte gemeinsam und verlässlich im Rat zu vertreten. Dieser Zusammenschluss beruhte auf Vertrauen, Transparenz und
gemeinsamen inhaltlichen Themen.
Umso befremdlicher ist das plötzliche Verlassen der Fraktion durch das betreffende Ratsmitglied – ohne vorherige Ankündigung, ohne Gespräch und ohne den Versuch, Differenzen intern zu klären.
Besonders irritierend ist, dass der Austritt unmittelbar mit dem Zusammenschluss mit einem Einzelratsmitglied einer anderen Partei verbunden wurde. Dieser Schritt erfolgte hinter dem Rücken
der bisherigen Fraktionspartner und widerspricht dem Geist einer offenen und fairen Zusammenarbeit.
Wir sehen in diesem Vorgehen nicht nur einen Bruch des politischen Vertrauens innerhalb der Fraktion, sondern auch eine Täuschung der Wählerinnen und Wähler. Sie haben ihre Stimmen in der Erwartung abgegeben, dass die gewählten Vertreterinnen und Vertreter die angekündigten politischen Ziele und Bündnisse verlässlich vertreten. Ein derartiger Wechsel – ohne nachvollziehbare Begründung und ohne vorherige Kommunikation – unterläuft diesen demokratischen Auftrag.
Gelegentliche Parteienwechsel sind kein gänzlich ungewöhnlicher Vorgang. Diskutabel ist jedoch in diesem speziellen Fall die Art und Weise, wie dieser Wechsel abgelaufen ist. Einen solchen Schritt in
dieser Art und Weise zu vollziehen, stärkt in gesellschaftlich fragilen Zeiten jedenfalls nicht das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Demokratie und ihre Institutionen.
Besonders schwer wiegt der Eindruck, dass ein Mitglied unserer Fraktion aktiv abgeworben wurde.
Ein solches Verhalten beschädigt das Vertrauen in die politische Kultur im Rat und wirft Fragen nach der Integrität des Vorgehens auf. Demokratische Zusammenarbeit lebt von Offenheit, Respekt und Verlässlichkeit – Werte, die durch diesen Schritt erheblich infrage gestellt wurden.
Wir werden die Situation sorgfältig analysieren und unsere politische Arbeit weiterhin transparent, verantwortungsvoll und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger fortsetzen. Unser Ziel bleibt es, stabile und verlässliche Strukturen im Rat zu gewährleisten und den Wählerauftrag ernst zu nehmen.