27/08/2026
Vom CO2-Speicher zur CO2-Quelle? Was gerade mit unseren Wäldern passiert!
Die Ergebnisse der 4. Bundeswaldinventur, veröffentlicht im Oktober 2024, haben es deutlich gemacht: Deutschlands Wälder standen im vergangenen Aufnahmezeitraum massiv unter Druck. Dürre, Hitze, Stürme und Borkenkäfer haben dazu geführt, dass die Wälder insgesamt mehr Kohlenstoff freigesetzt als gebunden haben.
Um die Entwicklung genauer zu erfassen, läuft seit Frühjahr 2026 bundesweit die Kohlenstoffinventur. Sie wird vom Thünen-Institut koordiniert und im Auftrag. des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) durchgeführt.
Auch im Forstamt Bad Sobernheim sind derzeit Aufnahmetrupps unterwegs. In Zweierteams - wie hier Thorsten Schulz und Gerd Ohm-Hermann - werden die wichtigen Daten aufgenommen.
Was genau wird gemessen?
Die Kohlenstoffinventur erfasst Daten durch ein digitales Gitternetz, bei dem Zweierteams 150 Meter große Trakt-Quadrate per GPS ansteuern. Mittels forstlichen Inventurverfahren werden lebende Bäume und Totholz vermessen. Anschließend werden die Daten vom Thünen-Institut ausgewertet.
Das Speicher-Dilemma:
Wälder können große Mengen CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen und in Biomasse speichern. Besonders wachsende und bewirtschaftete Walder spielen dabei eine wichtige Rolle. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Entwicklung: Ein Wald ist nicht automatisch dauerhaft eine CO,-Senke.
Wenn Bäume durch Dürre, Hitze, Krankheiten oder Schädlinge geschädigt werden und absterben, kann gespeicherter Kohlenstoff wieder freigesetzt werden.
Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie schaffen wir Wälder, die gleichzeitig klimastabil, artenreich und leistungsfähig als Kohlenstoffspeicher sind?
Jetzt seid ihr gefragt!
Was ist eure Meinung zu einer effektiven CO,-Speicherung im Wald?
Tun Forst und Bund genug, um dem Waldsterben und dem Klimawandel entgegenzuwirken?
Reicht der Waldumbau aus oder müssen wir radikaler umdenken?
Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!