Die Grünen Sinzig

Die Grünen Sinzig Hier erfahren Sie Informationen und Neuigkeiten über den Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Sinzig. Bitte beachten Sie dabei die Netiquette. Vielen Dank.

🌈 Ein starkes Zeichen für Vielfalt, Demokratie und Zusammenhalt in SinzigDer Tag der Vielfalt in Sinzig war für uns Sinz...
31/08/2026

🌈 Ein starkes Zeichen für Vielfalt, Demokratie und Zusammenhalt in Sinzig

Der Tag der Vielfalt in Sinzig war für uns Sinziger Grüne mehr als eine gelungene Veranstaltung: Er war ein sichtbares Zeichen für eine offene, vielfältige und demokratische Stadtgesellschaft.

Wir erlebten den Tag als Ort der Begegnung, des Austauschs und gemeinsamen Engagements. Viele Menschen zeigten, wie wichtig ihnen ein respektvolles und solidarisches Miteinander ist – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Religion, Lebensweise oder Überzeugung.

Besonders beeindruckt hat uns das Engagement von „Eltern gegen Rechts Sinzig“. Die parteiunabhängige Initiative macht deutlich: Demokratie und Menschenwürde gehen uns alle an.

Das Bekenntnis zu Freiheit, Gleichheit und der unantastbaren Würde jedes Menschen ist gerade heute wichtig. Rechtsextreme, rechtspopulistische und demokratiefeindliche Bestrebungen dürfen nicht zur Normalität werden. Ihnen muss eine starke Zivilgesellschaft entschieden und zuversichtlich entgegentreten.

Sinzig hat gezeigt: Demokratie wird hier gelebt. Von Menschen, die miteinander ins Gespräch kommen, Verantwortung übernehmen und Haltung zeigen.

Wir danken allen, die diesen Tag organisiert, unterstützt und mit ihrer Beteiligung zu diesem starken Zeichen beigetragen haben. Wir nehmen gute Gespräche und die Gewissheit mit, dass Sinzig eine starke demokratische Mitte hat, die für Vielfalt, Toleranz und Menschenwürde einsteht.

Für ein Sinzig, in dem Vielfalt selbstverständlich ist.
Für eine Gesellschaft, in der jeder Mensch seinen Platz hat.
Und für eine Demokratie, die wir gemeinsam verteidigen. 💚🌈

Vielfalt verbindet. Demokratie verbindet. Sinzig hält zusammen.

Wir begrüßen die Absage des Kirmes-Feuerwerks!Die aktuelle Entscheidung der Stadt Sinzig bestätigt unsere Forderung: Sic...
10/08/2026

Wir begrüßen die Absage des Kirmes-Feuerwerks!

Die aktuelle Entscheidung der Stadt Sinzig bestätigt unsere Forderung: Sicherheit und Umwelt müssen Vorrang haben

Die Stadtverwaltung Sinzig hat entschieden, das traditionelle Feuerwerk zum Abschluss der Sinziger Kirmes in diesem Jahr aufgrund der anhaltenden hohen Temperaturen und der damit verbundenen Brandgefahr abzusagen. Wir begrüßen diese Entscheidung ausdrücklich. „Die Entscheidung der Stadtverwaltung ist angesichts der aktuellen Wetterlage und der erhöhten Brandgefahr richtig und verantwortungsvoll“. „Natürlich wissen wir, dass das Feuerwerk für viele Menschen ein beliebter Bestandteil der Kirmes ist. Aber wenn die Gefahr für Menschen, Gebäude und Natur steigt, muss die Sicherheit Vorrang haben.“ Bürgermeister Andreas Geron hatte mitgeteilt, dass die Entscheidung nach Rücksprache mit der Sinziger Wehrleitung getroffen wurde. Die Durchführung des Feuerwerks sei unter den derzeitigen Bedingungen nicht zu verantworten.

Aus unserer Sicht zeigt die aktuelle Situation zugleich, dass die bereits im vergangenen Jahr angestoßene Diskussion über die Zukunft des Kirmesfeuerwerks richtig und notwendig war. Unsere Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Sinzig hatten damals angeregt, das klassische Feuerwerk kritisch zu hinterfragen und als mögliche Alternative auch ein modernes Drohnenfeuerwerk zu prüfen. „Wir haben bereits im vergangenen Jahr darauf hingewiesen, dass sich die Rahmenbedingungen verändern und die Frage nach der Zukunft eines klassischen Feuerwerks gestellt werden muss. Die jetzige Situation zeigt sehr deutlich, warum diese Diskussion notwendig ist“. Dabei geht es nicht ausschließlich um die aktuelle Brandgefahr. Pyrotechnische Feuerwerke verursachen Feinstaub und Lärm, hinterlassen Abfälle sowie chemische Rückstände in der Umwelt und können Wildtiere, Vögel und Haustiere erheblich beeinträchtigen. Gerade in Zeiten zunehmender Hitze- und Trockenperioden kommt die Frage der Brandgefahr durch Funkenflug und brennende Bestandteile der Pyrotechnik hinzu. „Ein Feuerwerk muss nicht zwangsläufig einen Brand verursachen. Aber wenn Böden und Vegetation außergewöhnlich trocken sind, verändert das die Risikobewertung. Verantwortungsvolle Politik muss solche Entwicklungen berücksichtigen“. Die Absage in diesem Jahr sollte deshalb aus unserer Sicht nicht lediglich als einmalige Reaktion auf eine außergewöhnliche Wetterlage verstanden werden. Vielmehr biete sie die Chance, rechtzeitig über eine zukunftsfähige Gestaltung des Kirmesabschlusses nachzudenken.

Als mögliche Alternative hatten wir bereits im vergangenen Jahr ein Drohnenfeuerwerk vorgeschlagen. Eine solche Show könne mit Musik, Licht und spektakulären Bildern ebenfalls einen besonderen Höhepunkt schaffen – ohne den für klassische Feuerwerke typischen Funkenflug und mit deutlich weniger Lärm, Feinstaub und pyrotechnischen Rückständen. Natürlich stellt sich dabei auch die Frage der Finanzierung. Ein Drohnenfeuerwerk kann mit zusätzlichen Kosten verbunden sein. Unser Vorschlag war deshalb ausdrücklich nicht, der Stadt einfach weitere finanzielle Belastungen aufzubürden. Vielmehr wurde angeregt zu prüfen, ob für eine solche besondere Attraktion Sponsoren gewonnen werden könnten. „Uns geht es nicht darum, der Stadt zusätzliche Kosten aufzuerlegen. Wir wollen vielmehr, dass ergebnisoffen geprüft wird, welche Möglichkeiten es gibt und ob sich beispielsweise Unternehmen oder andere Sponsoren an der Finanzierung einer solchen besonderen Attraktion beteiligen könnten“, erklären die Grünen. Dabei gehe es nicht darum, eine bestimmte Alternative ungeprüft festzulegen. Vielmehr sollten unterschiedliche Möglichkeiten hinsichtlich Kosten, Sicherheit, Umweltwirkungen und Akzeptanz in der Bevölkerung miteinander verglichen werden. „Traditionen sind wichtig. Aber Tradition bedeutet nicht, dass etwas immer auf dieselbe Weise gemacht werden muss. Wenn sich die klimatischen Bedingungen verändern, müssen auch etablierte Veranstaltungsformate auf ihre Zukunftsfähigkeit überprüft werden. Sie bietet die Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie wir den Kirmesabschluss auch in Zukunft attraktiv gestalten können – sicher, umweltverträglich und den veränderten klimatischen Bedingungen angemessen.“ Wir wollen deshalb die Diskussion über mögliche Alternativen weiterführen und uns dafür einsetzen, dass rechtzeitig vor den kommenden Kirmesveranstaltungen geprüft wird, welche Möglichkeiten für einen attraktiven und zugleich zukunftsfähigen Kirmesabschluss bestehen.

Ahr verbreitern, Leben schützen: Wir werben für eine sachliche Debatte.Zum fünften Jahrestag der Flutkatastrophe 2021 wu...
29/07/2026

Ahr verbreitern, Leben schützen: Wir werben für eine sachliche Debatte.

Zum fünften Jahrestag der Flutkatastrophe 2021 wurde erneut deutlich, dass beim Hochwasserschutz und bei der Gestaltung der Ahr weiterhin dringender Handlungsbedarf besteht. Wenn zukünftige Schäden und weitere Todesopfer verhindern werden sollen, muss die Bereitschaft sein, Veränderungen zuzulassen. Es liegt in der Natur des Menschen, Eingriffe in Vertrautes zunächst kritisch zu sehen. Dennoch dürfen notwendige Entscheidungen nicht aus Angst vor Veränderungen unterbleiben.
Die am 7. Mai 2026 vorgestellten Pläne zur Gewässerwiederherstellung eröffnen für Sinzig eine einmalige Chance. Durch die Verbreiterung der Ahr auf nahezu das Dreifache und die Befreiung des Flusses aus seinem im vergangenen Jahrhundert künstlich eingeengten Bett kann künftig ein hundertjährliches Hochwasser im Stadtgebiet weitgehend schadlos abfließen. Für den Abschnitt zwischen der Ehlinger Ley und dem Spessartsteg ist zusätzlich ein zweiter Flutkanal vorgesehen. Dadurch kann der bestehende Flusslauf dort schmaler ausgebaut werden, ohne die angestrebte Hochwassersicherheit zu beeinträchtigen. Auch in diesem Bereich wird künftig ein hundertjährliches Hochwasser sicher abgeführt werden können. Die Planung ist das Ergebnis eines mehrjährigen fachlichen Abstimmungsprozesses zwischen den beteiligten Ingenieurbüros, dem Landkreis als Genehmigungsbehörde und der Stadt Sinzig. Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und die Bürgerinitiative um Ingo Binnewerg und Hardy Rehmann haben frühzeitig auf die Potenziale für einen besseren Hochwasserschutz hingewiesen. Stadtverwaltung und Stadtrat haben den Planungsprozess kontinuierlich begleitet und die Zwischenergebnisse wiederholt beraten. Allen Beteiligten war bewusst, dass ein wirksamer Hochwasserschutz Veränderungen an den Ahrufern, den Rad- und Fußwegen sowie vorübergehende Eingriffe in den Baumbestand und die Vegetation des künftigen Flussbettes mit sich bringen wird.
Die Ratsmitglieder waren sich mehrheitlich dieser Konsequenzen sehr bewusst. Die Auswirkungen wurden auch in den Stadtratssitzungen am 7. Mai und am 18. Juni ausdrücklich thematisiert. Dem Verlust einzelner Bäume steht ein erhebliches ökologisches Entwicklungspotenzial gegenüber. Durch die Verbreiterung der Ahr entstehen neue Kiesbänke und naturnahe Lebensräume. Eine abwechslungsreiche Gestaltung des Niedrigwassergerinnes schafft wertvolle ökologische Nischen. Familienfreundliche Zugänge zur Ahr verbessern die Aufenthaltsqualität und lenken Besucherinnen und Besucher gezielt an geeignete Stellen, um sensible Bereiche zu schützen. Auch die Neubepflanzung bietet große Chancen: Erfahrungen aus der Flut 2021 und die Folgen des Klimawandels können bei der Auswahl geeigneter Baum- und Pflanzenarten berücksichtigt werden. So entsteht langfristig ein widerstandsfähiger und ökologisch wertvoller Auenraum. Ein wichtiger Erfolg der Beratungen ist zudem die Bereitschaft des Landesbetriebs Mobilität (LBM), sich für einen Neubau der Brücke Kölner Straße einzusetzen. Eine moderne Brückenkonstruktion kann den Wasserdurchfluss an dieser Engstelle zusätzlich verbessern. Voraussetzung hierfür war die Zustimmung des Stadtrates zur Verbreiterung der Ahr. Die Planung eines solchen Infrastrukturprojekts benötigt Zeit. Dem LBM bereits wenige Wochen nach dem Ratsbeschluss vom 7. Mai in der Presse vorzuwerfen, dass er noch keinen konkreten Zeitplan benennen kann, wird den tatsächlichen Planungsabläufen nicht gerecht. Vielmehr ist zu begrüßen, dass der LBM bereit ist, dieses wichtige Projekt gemeinsam mit der Stadt voranzubringen.
Für die Sinziger Grünen endet der Hochwasserschutz jedoch nicht mit den jetzt beschlossenen Maßnahmen. Die künftig sicher abführbaren Wassermengen liegen weiterhin deutlich unter denen der Flut von 2021. Deshalb haben die Sinziger Grünen mehrfach darauf hingewiesen, dass zusätzliche Maßnahmen geprüft werden sollten. Dazu gehören eine Schutzmauer am Grünen Weg, eine Anhebung der Radwege sowie die Nutzung des anfallenden Aushubs zum Bau von Hochwasserdeichen im Bereich Bodendorf nördlich der Ahr. Ob und in welcher Form diese Maßnahmen sinnvoll und umsetzbar sind, muss durch ein Fachbüro untersucht werden. Die Fraktion hat die Stadtverwaltung deshalb erneut aufgefordert, entsprechende Voruntersuchungen einzuleiten. Die Sinziger Grünen setzen sich dafür ein, Eingriffe in bestehende Gehölzstrukturen auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken. Wo Baumfällungen unvermeidbar sind, müssen sie durch hochwertige ökologische Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden. Dies betrifft unter anderem zahlreiche große Bäume entlang der Ahr, die aufgrund ihres Alters und erheblicher Fäulnisschäden bereits heute ein Verkehrssicherheitsrisiko darstellen und unabhängig von der Renaturierung hätten entfernt werden müssen.
Für die Sinziger Grünen ist deshalb klar: Der neue Ahrkorridor ist die bedeutendste Hochwasser- und Renaturierungsmaßnahme für Sinzig. Er verbessert den Schutz der Bevölkerung, stärkt die ökologische Qualität der Ahr und schafft neue Aufenthaltsräume für die Menschen in Sinzig. Dieses Projekt verdient Unterstützung und eine sachliche und faktenbasierte Information der Bürger unserer Stadt.

Foto: Die Fraktion der Sinziger Grünen vor dem Areal des neu zu gestaltenden Ahr-Korridors.

„betrifft:SINZIG“: PikoPark-Führung begeistert trotz Sommerhitze – Natur, Klima und Bildung im Fokus. Im Rahmen der Vera...
27/06/2026

„betrifft:SINZIG“: PikoPark-Führung begeistert trotz Sommerhitze – Natur, Klima und Bildung im Fokus.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „betrifft:SINZIG“ haben wir am Mittwochabend zu einer geführten Tour durch den Sinziger PikoPark eingeladen. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen fanden sich 22 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein, um die besondere innerstädtische Grünanlage kennenzulernen. Geleitet wurde die Führung von der Diplom-Biologin Dr. Anke Wallraff-Beck, die die Planung und Gestaltung des Pikoparks verantwortete und so den Anwesenden anschaulich die ökologischen Zusammenhänge und die besondere Bedeutung des Parks erläutern konnte. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit für zahlreiche Fragen, die von der Referentin ausführlich und kompetent beantwortet wurden.
Besonders eindrucksvoll zeigte sich an diesem heißen Sommerabend die klimatische Wirkung des PikoParks. Der leichte, vom Ziemert kommende Wind wurde durch die Schneise des Parks spürbar in die Innenstadt geleitet und sorgte für eine angenehme Abkühlung. Auch die bewusst gewählte Bepflanzung mit ausschließlich heimischen und vorwiegend trockenresistenten Arten trug zur Verbesserung des Mikroklimas bei und vermittelte einen lebendigen Eindruck naturnaher Stadtgestaltung. Ein weiterer zentraler Aspekt des Projekts ist die konsequente Verwendung überwiegend recycelter Materialien beim Aufbau des PikoParks. So wurden unter anderem Holzbalken aus abgerissenen Gebäuden wiederverwendet und in die Gestaltung integriert. Ebenso entstanden Trockenmauern aus ehemaligen Bausteinen des Geländes, wodurch Ressourcen geschont und gleichzeitig gestalterisch wie ökologisch wertvolle Strukturen geschaffen wurden.

Der Sinziger PikoPark – ein Beispiel moderner, ökologisch orientierter Stadtentwicklung – wurde als Fläche konzipiert, die ausschließlich mit heimischen Pflanzenarten gestaltet ist. Diese Entscheidung folgt einem klaren ökologischen Konzept: Nur einheimische Pflanzen bieten der lokalen Tierwelt, insbesondere Insekten, Vö**ln und Kleinreptilien, geeignete Lebens- und Nahrungsräume. Standortfremde oder invasive Arten hingegen können heimische Arten verdrängen und so das ökologische Gleichgewicht stören. Ergänzt wird das naturnahe Konzept durch eine eigens installierte, funktionstüchtige Wasserpumpe, die Besucherinnen und Besucher aktiv einbindet. Sie lädt dazu ein, bei Bedarf selbstständig zur Bewässerung der Pflanzen beizutragen und so einen unmittelbaren Bezug zur Pflege des Stadtgartens zu entwickeln.

Besonderen Wert legt das Projekt auch auf seine soziale und pädagogische Dimension: Kinder sind im PikoPark nicht nur ausdrücklich willkommen, sondern werden aktiv eingeladen, die Pflanzenwelt spielerisch zu entdecken, zu erforschen und Naturzusammenhänge unmittelbar zu erleben. Damit wird der Park zugleich zu einem außerschulischen Lernort, der bereits von Schulklassen im Rahmen des Unterrichts genutzt wird. Darüber hinaus wurden auch die Bewohnerinnen und Bewohner Sinzigs ausdrücklich eingeladen, den PikoPark aktiv mitzugestalten und bei der Planung und Bepflanzung mitzuwirken. Dieses Angebot wurde von der Bürgerschaft mit großer Begeisterung aufgenommen. Die hitze- und trockenheitsresistente Pflanzenauswahl wurde zudem so getroffen, dass über das gesamte Jahr hinweg unterschiedliche Arten blühen, während der Pflegeaufwand gering ist. Die Referentin betonte zudem die Übertragbarkeit des Konzepts auf weitere Grünflächen im Stadtgebiet Sinzigs. Neben einer deutlichen Reduzierung von Kosten und Pflegeaufwand bietet das Konzept einen hohen ökologischen Mehrwert sowie einen bedeutenden pädagogischen Nutzen. Insgesamt zeigte die Veranstaltung eindrucksvoll, wie naturnahe Stadtentwicklung, Klimaanpassung und Umweltbildung im PikoPark auf beispielhafte Weise zusammengeführt werden – mitten in der Innenstadt und mit direktem Nutzen für Mensch und Natur.

Die bisher größte Renaturierungsmaßnahme in Sinzig ist ein wichtiger Schritt für Natur und Klima. Gleichzeitig pochen wi...
08/06/2026

Die bisher größte Renaturierungsmaßnahme in Sinzig ist ein wichtiger Schritt für Natur und Klima. Gleichzeitig pochen wir auf sichere Schulwege.

Die derzeit laufenden Bauarbeiten im Bereich der B9 lassen erstmals das volle Ausmaß des geplanten Ahrkorridors in Sinzig erkennen. Wir begrüßen die Umsetzung dieses Vorhabens ausdrücklich und bewerten es als die bedeutendste Hochwasser- und Renaturierungsmaßnahme in der Geschichte der Stadt. Mit der deutlichen Erweiterung des Gewässerraums wird die Ahr künftig in der Lage sein, erheblich größere Wassermengen sicher abzuleiten. Die Planungen basieren auf umfangreichen fachlichen Untersuchungen und gelten als zentrale Konsequenz aus der Flutkatastrophe von 2021. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass nach Abschluss der Sicherungsarbeiten an der B9-Brücke die Umgestaltung nun sichtbar und zügig voranschreitet.

Über den Hochwasserschutz hinaus eröffnet das Projekt aus unserer Sicht erhebliche Chancen für Naturschutz und Klimaanpassung. Die geplante naturnahe Entwicklung der Auenflächen kann als „Schwammlandschaft“ wirken, die Hochwasserspitzen abpuffert und in Trockenphasen Wasser speichert. Gleichzeitig trägt eine vielfältig gestaltete Ufervegetation zur Abkühlung des Gewässers bei und schafft wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Wir setzen uns dafür ein, die Renaturierung konsequent ökologisch auszurichten. Bestehende Gehölzstrukturen sollen, wo immer möglich, erhalten bleiben. Unvermeidbare Eingriffe sind durch hochwertige und funktional wirksame Ausgleichsmaßnahmen zu kompensieren. Dabei kommt der frühzeitigen und kontinuierlichen Einbindung von Fachwissen aus der Auen- und Feuchtgebietsökologie besondere Bedeutung zu.

Auch die geplante Wiederherstellung beziehungsweise Verlegung des Ahr-Radweges wird ausdrücklich begrüßt. Sie stärkt die nachhaltige Mobilität, verbessert die touristische Attraktivität und erhöht die Aufenthaltsqualität entlang der Ahr deutlich. Für die uns steht fest: Der neue Ahrkorridor ist weit mehr als ein klassisches Hochwasserschutzprojekt. Er bietet die einmalige Chance, Sicherheit, Klimaanpassung und ökologischen Mehrwert miteinander zu verbinden und die Ahr langfristig wieder zu einem naturnahen Flusssystem zu entwickeln.

Gleichzeitig blicken wir mit großer Aufmerksamkeit auf die verkehrlichen Auswirkungen der Bauphase. Mit dem voraussichtlich rund zweijährigen Wegfall des Christinenstegs entfällt eine zentrale und bislang sichere Verbindung für viele Schülerinnen und Schüler auf ihrem täglichen Schulweg. In der jüngsten Stadtratssitzung hat Ratsmitglied Ralf Urban auf die daraus resultierenden Risiken deutlich hingewiesen und betont: „Die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen muss in dieser Übergangszeit oberste Priorität haben – insbesondere dann, wenn sie auf stark belastete Ausweichrouten wie die Brücke der Kölner Straße verwiesen werden.“ Durch das Fehlen des Christinenstegs wird ein erheblicher Teil des Fuß- und Radverkehrs auf diese Hauptverkehrsachse verlagert, was eine deutlich erhöhte Gefährdung für Schülerinnen und Schüler zur Folge hat. Auch der Elternbeirat einer Sinziger Schule hat frühzeitig auf diese Problematik aufmerksam gemacht. Auf Initiative von Ralf Urban konnte erreicht werden, dass der Elternbeirat künftig aktiv in die Erarbeitung des temporären Verkehrskonzepts eingebunden wird. Wir begrüßen diesen Schritt ausdrücklich und erwarten, dass die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler während der gesamten Bauphase konsequent als oberste Planungspriorität behandelt wird.

(Foto: Vor Ort am Christinensteg informierten wir uns in den Ahrauen)

22/04/2026

Pressemeldung GRÜNE Kreis AhrweilerFoto: Albert Dietz

Die Sinziger GRÜNEN zeigen heute in Köln klare Kante: Das geplante „Netzpaket“ der Bundesregierung gefährdet den weitere...
18/04/2026

Die Sinziger GRÜNEN zeigen heute in Köln klare Kante: Das geplante „Netzpaket“ der Bundesregierung gefährdet den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien, bremst Investitionen aus und spielt fossilen Energien in die Hände. Damit stehen Klimaschutz, Energiesicherheit und regionale Wertschöpfung auf dem Spiel – auch im Kreis Ahrweiler, wo der Ausbau von Solar- und Windenergie dringend vorangebracht werden muss. Gemeinsam mit vielen anderen setzen wir ein deutliches Zeichen und sind heute bei der Demo am Heumarkt vor Ort.

Mehr Platz für Menschen statt Verkehr in Sinzig – Fußgängerzone als Gewinn für alle!Die Einführung einer Fußgängerzone i...
10/04/2026

Mehr Platz für Menschen statt Verkehr in Sinzig – Fußgängerzone als Gewinn für alle!

Die Einführung einer Fußgängerzone in der Sinziger Innenstadt bietet große Chancen für mehr Lebensqualität, einen stärkeren Einzelhandel und ein lebendiges Miteinander. Erfahrungen aus der Nachbarstadt Remagen zeigen deutlich: Verkehrsberuhigte Bereiche steigern die Attraktivität einer Innenstadt und fördern langfristig die wirtschaftliche Entwicklung.

Bäckermeister Rene Müller bringt es auf den Punkt: „Ich weiß nicht, was gegen eine Fußgängerzone sprechen sollte. … Mir ist eine Fußgängerzone deutlich wichtiger als viele Parkplätze direkt vor der Haustür.“ Für ihn sind Sonderzufahrtsrechte für Gewerbe und Anwohnende sowie Parkmöglichkeiten in der Nähe entscheidend, damit die schnelle Erreichbarkeit trotz der Verkehrsberuhigung gewährleistet bleibt.

Gitta Schneider, Mitarbeiterin eines Modegeschäfts, lobt die besondere Atmosphäre in der Remagener Fußgängerzone: „Es kommen viel mehr Menschen, das sieht man sofort.“ Sie sieht keine Einschränkungen für die Kundschaft und freut sich auf eine mögliche Fußgängerzone in Sinzig. „Ich parke sowieso außerhalb, das ist kein Problem für mich.“

Klaus Klute, Inhaber von Uhren-Schmuck-Optik Klute, hebt hervor, dass gerade ältere Menschen von einer Fußgängerzone profitieren: „Viele meiner Kunden sind sowieso zu Fuß unterwegs oder nutzen Rollatoren. In der Fußgängerzone kommen sie viel besser zurecht als auf schmalen Gehwegen mit viel Verkehr.“ Für ihn war der Umbau vor 20 Jahren eine Verbesserung, keine Belastung.

Petra Pellenz, Inhaberin des Kaffeehauses, sieht großes Potenzial für Sinzig: „Für die Gastronomie bringt eine Fußgängerzone vor allem attraktivere Sitzplätze, wenn keine Autos mehr fahren.“ Sie ist überzeugt, dass auch andere Geschäfte davon profitieren. „Ich hatte selbst einmal überlegt, in Sinzig ein Unternehmen zu gründen, aber die jetzige Situation hat mich abgeschreckt.“
Nicht alle sind uneingeschränkt begeistert: Norbert Fassbender, Inhaber der Metzgerei Fassbender, sieht für seinen Betrieb weder klare Vorteile noch Nachteile durch eine Fußgängerzone. Baustellen vor seinem Geschäft haben bereits zu Umsatzeinbußen geführt, und er befürchtet, dass weitere Baumaßnahmen die verbliebenen Gewerbetreibenden in Sinzig stark belasten könnten.

Mehmet Cembolat, Inhaber des Blumenparadieses, betont den sozialen Aspekt: „Die kurzen Begegnungen und Gespräche vor der Tür machen das Leben aus. Eine Fußgängerzone stärkt den Zusammenhalt.“ Die Anlieferung bis 12 Uhr ist für ihn wichtig, Probleme mit der Erreichbarkeit sieht er nicht.

Wolfgang Jaritz, Geschäftsführer der Jaritz Software GmbH mit Standorten in Remagen und Bad Neuenahr sowie ehemals auch in Sinzig, ist ein leidenschaftlicher Befürworter der Fußgängerzone. „Auf jeden Fall machen!“, bekräftigt er mit Nachdruck. Vor 30 Jahren hätte er bei der Einführung einer Fußgängerzone noch Sorgen gehabt, heute sieht er das komplett anders: „Feste, Veranstaltungen, viel Programm und verkaufsoffene Sonntage bringen mir zwar direkt kaum mehr Kunden, aber sie verankern mich im Bewusstsein der Menschen. Langfristig wirkt das: Wenn sie dann etwas brauchen, denken sie an mich und kommen in mein Geschäft.“ Für ihn ist die Fußgängerzone aber mehr als nur eine Verkehrsberuhigung. Sie muss lebendig und grün sein: „Es sollte möglichst viel Stadtgrün geben – und es braucht Cafés mit vielen Sitzplätzen sowie schöne Orte zum Verweilen.“ Zudem betont er die Verantwortung der Gewerbetreibenden: „In Remagen werden wir mit in die Pflicht genommen, Veranstaltungen zu unterstützen und vor unserer Tür alles sauber und ansehnlich zu halten.“ Die Anfahrt bis 12 Uhr für Lieferungen hält er für ausreichend, auch wenn einmal größere Transporte nötig sind. Er bietet seinen Kunden eine Erstattung der Parkkosten an – das könnte auch direkt in die Parkraumbewirtschaftung integriert werden. Er fügt hinzu: „Denn jedes Auto, das stehen bleibt und nicht die Innenstädte und die Luft versaut, ist ein Gewinn.“ Wolfgang Jaritz sieht in der Mischung aus Geschäften des täglichen Bedarfs wie Friseuren, Cafés und Bäckereien einen wichtigen Faktor für die Frequentierung der Innenstadt: „Andere spezialisierte Geschäfte wie meines, Mode- oder Blumengeschäfte profitieren davon direkt.“

„Eine Fußgängerzone ist weit mehr als nur eine Verkehrsmaßnahme – sie ist ein zentraler Baustein für eine lebenswerte, zukunftsfähige Innenstadt“, erklärt Oliver Andres für die Sinziger Grünen. „Wenn wir die Erfahrungen aus Remagen klug nutzen, können wir in Sinzig einen echten Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger sowie für den Handel schaffen.“ Die anstehende Umgestaltung der Bachovenstraße bietet aus Sicht der Grünen eine ideale Gelegenheit, diesen Prozess anzustoßen und die Innenstadt nachhaltig weiterzuentwickeln.

(erstes Foto: KI-generierte Vision einer möglichen Gestaltung der Bachovenstraße in Sinzig von Ralf Urban; zweites Foto: Dr. Jasmin Sani)

Frohe Ostern! Wir wünschen allen Feiernden ein fröhliches Fest und schöne Stunden im Kreis von Familie und Freund*innen....
05/04/2026

Frohe Ostern! Wir wünschen allen Feiernden ein fröhliches Fest und schöne Stunden im Kreis von Familie und Freund*innen. 💚

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