Im Norden grenzt Oberschelden an den Stadtteil Seelbach, im Osten an Siegen und Gosenbach, im Süden an Niederschelden und den Landkreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz sowie im Westen an den Stadtteil Heisberg der Stadt Freudenberg an. Die eigentliche Gemarkung reicht im Norden bis hinter die Autobahn, im Westen an die Grenze zur Stadt Freudenberg, in einem Zipfel nach Südwesten bis an die Kreisgr
enze an Mudersbach. Der Ort liegt direkt an der A45 (Sauerlandlinie). Höchster Punkt in der Gemarkung ist ein namenloser Gipfel mit 463,4 m Höhe im äußersten Südwesten an der Grenze zu Rheinland-Pfalz. Weitere Berge um den Ort sind der Berg Rote Kirche im Osten mit 438,9 m Höhe, der 426,6 m hohe Hornsberg im Süden oder der Schmittenberg mit 419,3 m zwischen Oberschelden und Gosenbach. Nördlich von ihm entspringt der Schelderbach, nahe der Quelle auch Buschelde genannt, welcher in Gosenbach in den Gosenbach mündet. Geschichte [Bearbeiten]
Oberschelden wurde am 24. Februar 1342 das erste Mal urkundlich erwähnt. In dieser Urkunde wurde ein „Gerhart von Schelte“ genannt.[1]
Im Zweiten Weltkrieg kam es am 22. April 1944 in Oberschelden beim nachmittäglichen Überflug von Bomberverbänden zum Absturz eines Flugzeugs. Ein amerikanischer Bomber stürzte, abgeschossen von einer Bf 109, im Rahmen einer beabsichtigten Notlandung auf der Oberscheldener Höhe "Auf der Hohler" beim Versuch den dort verlaufenden 220 und 110 KV-Oberleitungen des RWE auszuweichen, ab. Das Flugzeug explodierte daraufhin mitsamt der Bordmunition und den drei an Bord verbliebenen Besatzungsmitgliedern. Die drei toten Soldaten wurden anschließend auf dem Oberschelder Friedhof bestattet und nach Kriegsende in ihre Heimat überführt. Ein weiteres von drei mittels Fallschirm abgesprungenen Besatzungsmitgliedern kam infolge des sich nicht öffnenden Schirms ebenfalls ums Leben.[2]
Die Gemeinde Oberschelden gehörte bis zur ersten Gemeindegebietsreform zum Amt Freudenberg. Mit Wirkung zum 1. Juli 1966 wurde sie der neu gegründeten Stadt Eiserfeld zugeschlagen. Mit der erneuten kommunalen Neugliederung wurden die Städte Eiserfeld und Hüttental am 1. Januar 1975 der Stadt Siegen zugeschlagen.[3] Oberschelden wurde damit ein Stadtteil der Stadt Siegen. Im Jahre 1992 wurde das 650 jährige Jubiläum gefeiert. Einwohnerzahlen [Bearbeiten]
Einwohnerzahlen des Ortes:[4]
Jahr 1818 1905 1910[5] 1931[6] 1933[7] 1939[7] 1950 2005[8] 2006 2008 2009 2010[9]
Einwohner 205 712 744 740 727 726 940 1203 1212 1161 1172 1167
Lurzenbach, westlich vom Dorfkern
Ehemalige Bürgermeister [Bearbeiten]
* Mai 1945 (kommissarisch von den amerikanischen Besatzungstruppen ernannt) bis 1966: Emil Rinsdorf († 14. März 1993)[10]
Infrastruktur [Bearbeiten]
Im Ort gibt es einen Kindergarten, ein Bürgerhaus, eine Feuerwache und einen Friedhof. Industrie gibt es nur in kleinen Formen verteilt über den Ort. Verkehrsanbindung [Bearbeiten]
Oberschelden liegt an der Landstraße 907, die von Gosenbach zur L 565 führt, die Seelbach mit Oberfischbach verbindet. An die Autobahn 45 ist der Ort über die Auffahrten Freudenberg oder Siegen angebunden. Der nächste Bahnhof ist in Niederschelden. Durch Oberschelden führt der Europäische Fernwanderweg E1. Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
In Oberschelden gibt es in der Alte Kapellenschule eine Heimatstube. Dort wird die Lebensweise ehemaliger Bewohner im Hauberg und im Alltagsleben anhand von alten Geräten, Gegenständen so wie Fotos dargestellt. Oberschelden hat eine funktionierende Vereinsarbeit. Freiwillige Feuerwehr, Spielmannszug und die Sportgemeinschaft Oberschelden bilden die größten Vereine.