06/02/2026
Liebe Kameradinnen und Kamerade der Feuerwehr - gerne hätten wir den folgenden Antrag umgesetzt, aber leider haben andere Parteien hier keinen so großen Bedarf gesehen. 😞
UWG-Antrag zur Entlastung der Freiwilligen Feuerwehr im Kreis Coesfeld abgelehnt
Im Ausschuss für Klima, öffentliche Sicherheit und Ordnung des Kreises Coesfeld wurde der Antrag der UWG zur Entlastung der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen abgelehnt. UWG Kreistagsmitglied Thomas Hageney hatte den Antrag zuvor erläutert und auf die Belastungen für Ehrenamtliche hingewiesen.
Ziel des Antrags
Die UWG wollte erreichen, dass Bürgerbüros der Städte und Gemeinden wieder Anträge zur Verlängerung der Führerscheinklassen C und CE entgegennehmen und vorbereiten können. Die endgültige Entscheidung sollte weiterhin bei der Führerscheinstelle des Kreises liegen.
Ziel: Weniger Bürokratie und kürzere Wege für Feuerwehrleute, insbesondere für Berufstätige.
Begründung der Verwaltung
Der zuständige Dezernent Helmig erklärte, warum das Verfahren vor rund zwei Jahren zentralisiert wurde:
• Das frühere Verfahren über Bürgerbüros sei fehleranfällig gewesen.
• Unvollständige Unterlagen und postalische Weiterleitungen hätten Zeitverzögerungen verursacht.
• Die direkte Antragstellung in Dülmen führe zu kürzeren Bearbeitungszeiten.
• Terminvergaben seien flexibel, individuelle Lösungen für Feuerwehrleute möglich.
• Beschwerden gebe es seit der Umstellung kaum.
• Bis spätestens Ende 2027 soll eine neue Software eine medienbruchfreie Zusammenarbeit und Online-Anträge ermöglichen.
• Die Feuerwehren seien darüber auf der Wehrführertagung im Dezember 2025 informiert worden.
Abstimmungsergebnis
• CDU und FDP: geschlossen dagegen
• UWG + 1 weitere Oppositionsstimme: dafür
• Insgesamt somit bei der Abstimmung: nein: 19, ja: 2, Enthaltung: 5
Der Antrag wurde damit abgelehnt.
Reaktion der UWG
UWG Mitglied und sachkundiger Bürger im Kreis Coesfeld Stephan Heitbaum, der den Antrag im Vorfeld ausformuliert hatte betont:
• Die Einschätzung der Verwaltung werde respektiert.
• Dennoch sei der organisatorische Aufwand für Ehrenamtliche real.
• Der Antrag sollte eine zusätzliche Option, nicht die Abschaffung des bestehenden Verfahrens bewirken.
• Bedauerlich sei, dass keine ergänzenden oder befristeten Lösungen bis zur Digitalisierung gefunden wurden.
• Bürokratieabbau müsse sich an den Bedürfnissen der Ehrenamtlichen orientieren.
Auch ein durch T. Hageney formulierter Kompromiss, indem wenigstens die Zulassungsstelle Lüdinghausen zusätzlich zur weiteren Verfügung gestellt würde, um dort persönlich die Verlängerungsanträge zu stellen, wurde abgelehnt und gar nicht erst zur Abstimmung gebracht.
Ein insbesondere für die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr sehr enttäuschendes Ergebnis.
Ausblick
S. Heitbaum und T.Hageney kündigen aber bereits an, das Thema mit der UWG im Kreis Coesfeld weiter konstruktiv zu begleiten und die Digitalisierung aufmerksam zu verfolgen. Ziel bleibe es, die Freiwillige Feuerwehr bestmöglich zu unterstützen – sachlich, lösungsorientiert und im Dialog.