18/08/2026
NotSan oder RettSan? Für viele klingt das nach demselben Beruf. Zwei Menschen in derselben Kleidung, auf demselben Fahrzeug, im selben Einsatz. Dahinter stehen aber zwei sehr unterschiedliche Wege.
📘 Rettungssanitäterin oder Rettungssanitäter, kurz RettSan, ist eine Qualifikation, kein Ausbildungsberuf. Sie umfasst 480 Stunden in rund vier Monaten: Unterricht an der Rettungsdienstschule, ein Praktikum im Krankenhaus und Einsätze auf der Lehrrettungswache. Am Ende steht eine staatliche Prüfung.
🎓 Die Ausbildung zur Notfallsanitäterin oder zum Notfallsanitäter, kurz NotSan, dauert drei Jahre und umfasst rund 4.600 Stunden, verteilt auf Schule, Klinik und den laufenden Dienst in Begleitung eines Praxisanleiters auf einer Rettungswache. Sie ist ein staatlich anerkannter Beruf und die höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst.
🚑 Im Einsatz unterstützt der RettSan das Team bei der Versorgung, übernimmt Basismaßnahmen und fährt in der Regel den Rettungswagen. Der NotSan erkennt lebensbedrohliche Zustände und versorgt Notfallpatienten in einem festgelegten Rahmen eigenverantwortlich.
Auf dem Rettungswagen fährt immer mindestens ein NotSan mit. Der zweite Platz kann mit einem RettSan besetzt sein, genauso gut mit einem weiteren NotSan. Zwei RettSan allein gehen nicht. Beide Rollen greifen ineinander und arbeiten dieselbe Einsatzstelle ab.
💬 Wusstet ihr, dass es da einen Unterschied gibt? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.