20/11/2025
Am Mittwoch, dem 19. November 2025, kam der Hauptausschuss der Gemeinde Schorfheide zu seiner turnusmäßigen Sitzung zusammen. Bereits in der Einwohnerfragestunde zeigte sich, wie sehr die Menschen der Gemeinde ein Thema bewegt: die mögliche Schließung der Kita im Ortsteil Eichhorst. Die Verwaltung erläuterte ausführlich, warum dieser Schritt, so schmerzlich er auch ist, aus Sicht der Gemeinde nachvollziehbar erscheint. Hintergrund sind sowohl hohe Investitionskosten am Standort als auch freie Kapazitäten in anderen Einrichtungen, die eine Weiterführung nicht zwingend erforderlich machen.
Neben dem Sitzungskalender für 2026 lag eine weitere Vorlage vor. Die Fraktion „Frischer Wind“, vertreten durch Alexander Regling (AfD), beantragte zu prüfen, welche Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ für ein neues Vereinsheim des FSV Schorfheide Groß Schönebeck infrage kämen. Ziel war es, mögliche Fördersummen zu ermitteln und damit einen Einstieg in ein Bauvorhaben zu ermöglichen.
Die Mehrheit des Ausschusses lehnte den Antrag aus mehreren Gründen ab. Es fehlt jegliche planerische Grundlage: Ohne konkrete Planung und belastbare Kostenschätzung kann kein Förderantrag gestellt werden. Üblicherweise müssen Projekte dafür bereits die Leistungsphase 3 erreicht haben. Zudem sind im Haushalt keine Eigenmittel vorgesehen, die jedoch zwingend notwendig wären. Das Programm fördert meist nur bis zu 45 Prozent der Kosten, in Ausnahmefällen bis zu 75 Prozent. Der Rest müsste von der Gemeinde getragen werden, was derzeit nicht realistisch ist. Hinzu kommt, dass das Programm vor allem Sanierungen öffentlich zugänglicher Anlagen unterstützt. Ein Vereinsheim, das nur einem begrenzten Nutzerkreis dient, fällt nicht darunter. Auch die Antragsfrist bis zum 15. Januar 2026 wäre unter diesen Rahmenbedingungen nicht einzuhalten.
Für uns als Bündnis Schorfheide ist klar: Eine Entscheidung über die Zukunft einer Kita gehört zu den schwersten, die eine Kommune treffen kann. Umso wichtiger ist es, Verantwortung zu zeigen, Prioritäten ehrlich abzuwägen und die Interessen der Kinder und Familien in den Mittelpunkt zu stellen.