30/05/2026
Pressebewertung der AfD Kreistagsfraktion Schmalkalden-Meiningen
„Wer Schulen schließt, schließt Zukunft“
Der Kommentar von Marko Hildebrand-Schönherr zum Thema Schulschließungen offenbart genau jene technokratische Denkweise, die den ländlichen Raum seit Jahrzehnten systematisch ausbluten lässt.
Unter dem Deckmantel angeblicher „Sachzwänge“ wird den Bürgern erneut erklärt, warum Dörfer und kleine Städte weiter entkernt werden sollen.
Der Autor reduziert Schulen auf eine bloße Rechengröße. Weniger Kinder, weniger Schulen. Genau diese kalte Verwaltungslogik hat aber überhaupt erst dazu geführt, dass ganze Regionen überaltert, infrastrukturell ausgedünnt und wirtschaftlich geschwächt wurden.
Wer Schulen schließt, spart nicht. Er zerstört Lebensfähigkeit.
Schulen sind nicht nur Unterrichtsorte.
Schulen sind Heimatanker, Familienfaktor, Zukunftssignal und identitätsstiftende Infrastruktur.
Wo Schulen verschwinden, verschwinden mittelfristig junge Familien, Vereine, Ehrenamt und wirtschaftliche Perspektiven gleich mit.
Besonders bezeichnend ist die Aussage des Kommentators, die demografische Realität lasse sich „politisch nicht aushebeln“.
Doch genau dafür ist Politik da.
Schulgesetze, Mindestgrößen, Förderregularien und Schulnetzplanungen sind keine Naturgesetze.
Sie sind menschengemacht und damit veränderbar. Wer permanent von „alternativloser Mathematik“ spricht, betreibt keine Politik mehr, sondern verwaltet nur noch den Niedergang.
Dass ausgerechnet die AfD dafür kritisiert wird, Schulstandorte erhalten zu wollen, zeigt das eigentliche Problem. Während andere Parteien den ländlichen Raum längst aufgegeben haben, kämpfen wir um dessen Zukunftsfähigkeit.
Wir sagen klar:
- Standortschließungen dürfen nicht allein an Schülerzahlen festgemacht werden
- Schulgebäude müssen multifunktional gedacht werden
- Bildungseinrichtungen sind strategische Infrastruktur
- der ländliche Raum braucht politische Stärkung statt Abwicklung
Eine Schule kann heute weit mehr sein als nur ein Klassenzimmergebäude:
- Bildungszentrum
- Vereinsstandort
- digitale Lernstruktur
- Bürgerzentrum
- Ausbildungsort
- Katastrophenschutzstützpunkt
- Begegnungsstätte mehrerer Generationen
usw.,usw.,usw.
Genau dieses strategische Denken fehlt dem Kommentar vollständig.
Der Journalist argumentiert aus der Perspektive der Verwaltungsarithmetik. Wir argumentieren aus der Perspektive regionaler Zukunftssicherung.
Thüringen lebte historisch nie von Großkonzernen oder Rohstoffreichtum.
Thüringen lebte immer von Bildung, Handwerk, Ingenieurskunst, Leistungswillen und kultureller Verwurzelung.
Wer Schulen schließt, greift genau dieses Fundament an.
Die AfD Kreistagsfraktion Schmalkalden-Meiningen wird sich deshalb weiterhin jeder leichtfertigen Standortschließung entgegenstellen.
Nicht aus Ideologie, sondern aus Verantwortung gegenüber den Familien, Gemeinden und kommenden Generationen unseres Landes.
Für die AfD Kreistagsfraktion
Jan Abicht MdL
Fraktionsvorsitzender
Früher oder später muss die Politik über die Zukunft von Kindergärten und Schulen entscheiden, meint unser Kommentator Marko Hildebrand-Schönherr.